Wolfgang Krause Zwieback
DER HORIZONT IST EINE KUGEL ISST EINE ERDBEERE
Albert Einstein bei seinem Unpraktischen Arzt
Aus Zwiebacks Notizbuch:
„Wie begegnen wir dem Genie Albert Einstein?!
Wir können uns Albert Einstein physikalisch, philosophisch und
menschlich nähern. Und gerade das Unbekannte führt uns zu
anderen Einsichten in die Person. In welche Klangwelt der Geräusche
und Musiken wurde dieser Denker geboren? Solch ein Klangraum soll geschaffen
werden. Was war die spezielle Nahrung für Geist, Körper und
Seele? Und sein Geigenspiel...“
Dieses Performance-Theater entwickelt sich vom Kargen zum Opulenten.
Der Patient einsam in einem kalten Saal. Der Arzt monologisiert. Reines
Zwiebacksches Theater – mit doppeltem Boden – voller Sprachakrobatik,
poetischer Bilder und sinnlichem Strandgut.
Wolfgang Krause-Zwieback ist Regisseur, Autor, Schauspieler, Bühnen-/Kostümbildner,
Grafiker, Wort- und Bildakrobat. Er arbeitete u.a. an der Oper und am
Schauspiel Leipzig, am Hebbel-Theater Berlin, beim Berliner Ensemble
und am Nationaltheater Weimar. www.krause-zwieback.de
MONTAGS Modern-Jazz im Restaurant Matthias Knoop Sextett Die Band des Trompeters Matthias Knoop ist mit Standards und
Eigenkompositionen zu hören. Der Eintritt ist frei.
Dienstag, 5. April,
19 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung TUTANCHAMUN
Vortrag Inhaltsschwerer „Kleinkram“ – Totenfiguren,
Truhen und Kästen aus dem Grabschatz des Tutanchamun Christian E. Loeben, Hannover
Obwohl zahlreiche Totenfiguren – auch Schabtis oder Uschebtis
genannt – im Grab des Tutanchamun gefunden wurden, ist diese faszinierende
Gruppe bedeutsamer Grabbeigaben für die Jenseitsexistenz des Pharaos
bisher nicht adäquat gewürdigt worden. Die Truhen und Kästen
aus dem Grabschatz sind hervorragende Beispiele der altägyptischen
Möbelkunst, die durch zeitloses, schlichtes Design auch heute noch
zu begeistern vermögen. Ob sie wirklich durch Diebe ihres Inhaltes
beraubt wurden – wie der Entdecker des Grabes, Howard Carter,
immer wieder behauptete?
Christian Loeben ist Leiter der Ägyptischen Sammlung im Kestner-Museum
Hannover und als Ägyptologe für die ägyptischen Objekte
des Kubanischen Nationalmuseums in Havanna verantwortlich.
In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Bonner
Sammlung Aegyptica e.V.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, keine Reservierung möglich.
Vortrag „Vigilate virgines pro adventu domini ...“
Seid wachsam Jungfrauen in Erwartung des Herren Wiederkehr ...
Eine Einführung in die Lebenswelten weiblicher Religiosen Dr. Marcus Mrass, Bonn
Frauen hatten von Anfang an ihren Anteil an geistlichen Gemeinschaften
des Christentums. Selbstheilung und Fürbitte, Gebet und Arbeit,
Memoria und Geisteskultur bildeten die Grundlagen klösterlichen
Lebens. Der Vortrag geht auf die speziellen gesellschaftlichen Bedingungen
und Funktionen ein, denen ihr gottgeweihtes Leben unterworfen war.
Das Entstehen immer neuer Gemeinschaften lässt sich als Antwort
auf die jeweils drängenden Probleme der Kirche verstehen. Dabei
haben die in Westeuropa wirkenden Orden nicht nur eine wesentliche Funktion
im Hinblick auf unsere Kultur übernommen, sondern sie prägten
auch maßgeblich deren Fortentwicklung.
Marcus Mrass, Kunsthistoriker und Christlicher Archäologe, ist
Experte für die christliche Kunst von der Antike bis zum ausgehenden
Mittelalter. Er organisierte u. a. die Ausstellung über den Meister
des Bartholomäus-Altars im Wallraf-Richartz-Museum Köln.
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Freitag, 8. April
| 10 bis 17.30 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Akademietagung im Forum
in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg Frauenklöster im Mittelalter
Lebenswelten, Geschichte, Kunst
Frauenklöster genossen im Mittelalter hohes Ansehen und
entwickelten
eine Vielfalt religiöser Lebensformen. Architektur,
Literatur und Kunst dokumentieren Macht und Bedeutung der
Frauenkonvente, ihren sozialen, wirtschaftlichen und religiösen
Rang. Welche Ideale, Lebensansprüche und Formen der
Frömmigkeit sich dort herausbildeten, versucht diese Veranstaltung
auch im Hinblick auf den geplanten Ausstellungsbesuch vorzustellen.
„Vigilate virgines pro adventu domini ...” Eine Einführung in die Lebenswelten weiblicher Religiosen
Dr. Marcus Mrass, Kunsthistoriker und Christlicher Archäologe,
Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Gebaut aus Stein – erfüllt mit Leben Geschichte und Architektur der Frauenklöster im Rheinland
Dr. Marianne Gechter, Kunsthistorikerin, Unkel
Von Frauen für Frauen
Kunstproduktion in mittelalterlichen Frauenklöstern Simone Scholten M.A., Kunsthistorikerin und Projektassistentin
„Krone und Schleier – Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern”
in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, Bonn
Krone und Schleier. Kunst aus
mittelalterlichen Frauenklöstern. Die Zeit der Orden 1200-1500 (Führung in Gruppen durch
die
Ausstellung)
45 € (Tagungsbeitrag, 2-Gang-Menü, Kaffeepause, Eintritt und
Führung durch die Ausstellung).
Anmeldung und Informationen bei: Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 / 408472, Telefax 02204 / 408420
akademie@tma-bensberg.de www.tma-bensberg.de
In Kooperation mit: Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft
mbH, Förderungsprojekte Zeitgenössische Musik
Eintritt: 16,30 EUR / ermäßigt 11,30 EUR inkl. Gebühren im
Vorverkauf
17 EUR / ermäßigt 12 EUR inkl. Gebühren an der Abendkasse
Samstag, 9. April,
21.30 – 2 Uhr
Lange TUTANCHAMUN-Nacht in der Bundeskunsthalle Diese Lange Nacht bietet aktuell zur TUTANCHAMUN-Ausstellung ein
attraktives und abwechslungsreiches Programm mit Aktionen, Musik und
natürlich Kurzführungen in der erfolgreichen Schau.
Im Foyer stimmt das Gitarrenorchester Lokmit el Khadi mit pop-orientalischen
Klängen auf die Ausstellung ein. Präsentiert werden verschiedene
Bauchtänze, und eine künstlerische Performance demonstriert,
wie eine Pharaomumie immer wieder von neuem zu einem lebendigen Pharao
erwacht. Kurz nach Mitternacht startet die (letzte) Clubnite
zu Ehren Tutanchamuns. Shoppen kann man bis Mitternacht in der Buchhandlung,
im Museumsshop und am Schnäppchenstand im Foyer.
Das ausführliche Programm: 30-minütige Kurzführungen zu folgenden Themen:
ab 21.30 Uhr
Tutanchamun: Der unterschätzte
Pharao
(weitere Termine 21.40, 21.50, 22.10, 22.20, 22.30, 23 und 24 Uhr)
Der Eine und die Vielen: Die Durchsetzung des Monotheismus
unter Aton (weitere Termine 21.40, 21.50, 22.10, 22.20, 22.30,
23, 23.30 und 00.30 Uhr) Der Fluch des Pharao: Die Entdeckungsgeschichte Tutanchamuns
(weitere Termine 22, 22.30, 23, 23.30 und 24 Uhr)
21.30 - 23.30 Uhr
„Hieroglyphisch für
Anfänger“ Eine Stempelaktion zum Mitmachen mit Daniela Bystron und
Sebastian Schaaps
21.30-23.30 Uhr
„Lege Myrrhe auf dein Haupt
und kleide dich in schöne Gewänder ...“ Vorführungen zum Thema Kosmetik, Duftproben und Liebesschwüre
mit Sonja Ackermann und Raymund Gottschalk
22 – 22.40 Uhr
Zusätzlich gibt es einen weiteren
Programmpunkt zur neuen Ausstellung Krone und Schleier „Hildegard von Bingen“ - Szenische Lesung im Forum
mit Heike Bäntsch und Andreas Kunz
im Rahmen der Ausstellung Krone und Schleier
21.30 Uhr
LOKMIT EL KHADI
22.15 Uhr
SCHAHLA - Bauchtanz
22.35 Uhr
LOKMIT EL KHADI
23.20 Uhr
SCHAHLA - Bauchtanz
23.40 Uhr
LOKMIT EL KHADI
21.30 Uhr bis 1 Uhr
Walk Acts „Art of KaRa“,
Königin, Hofdame und Priesterin.
ab ca. 23.15 Uhr im Forum:
„Belphegor. Das Phantom des
Louvre“ Es werden die Filme der sehenswerten französischen
Mystery-Serie mit Juliette Gréco gezeigt, die von den Regionalprogrammen
der ARD 1967 in 13 Teilen in einer schwarzweißen Fassung ausgestrahlt
wurde: Im berühmten Louvre zu Paris spukt es. Eine geheimnisvolle
Gestalt, vielleicht der Geist einer 2000 Jahre alten ägyptischen
Mumie treibt dort ihr Unwesen.
Ab 0.30 Uhr Clubnite:
Pop Oriental Grooves mit DJ und
Fernando Stern (live)
Eintritt: 12 € / Abendkasse
14 € im Vorverkauf
ArtCard-Inhaber haben freien Eintritt. Interessenten können gleich
ihre neue ArtCard erwerben.
Rahmenprogramm
zur Ausstellung
Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern Nonnenfilmfest im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek Eine große Zahl von Filmen aller Qualitäten und
Genres bedient sich der Ordensfrau und des Klosters als Projektionsfläche
bestimmter Klischees und deren Brechung.
Die sechs Filme dieser Reihe wurden nach Kriterien ihrer künstlerischen
Qualität ausgewählt, wobei auch Stilvielfalt und unterschiedliche
Filmsprachen eine wesentliche Rolle spielten. Die Reihe spannt sich vom
kirchenkritischen Werk bis zum romantischen Liebesfilm.
Sonntag, 10. April
| 15 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER La Strada – Das Lied der Straße Italien 1954
Regie: Federico Fellini, Musik: Nino Rota
Darsteller: Giulietta Masina, Anthony Quinn, Aldo Silvani, Marcella
Rovere, Livia Venturini und Richard Basehard
102 Min., FSK ab 16; Original mit Untertiteln
Der virile und gewalttätige Jahrmarktsartist Zampano kauft das
einfältige Dorfmädchen Gelsomina, um es zu seiner Assistentin
abzurichten. Sie unterwirft sich seinen unwirschen Befehlen, aber den
seiltanzenden Narren Matto, der sie menschlich behandelt, betet sie
an. Zampano tötet Matto im Streit und verlässt Gelsomina,
weil er jede menschliche Bindung als Last empfindet. In ihrer Verlassenheit
findet sie Schutz in einem Nonnenkloster. Als Zampano später von
ihrem Tod hört, lässt ein hemmungsloser Gefühlsausbruch
ahnen, was er für sie empfunden hat. Mit der poetisch-bizarren
Tragödie entfernte sich Fellini erstmals vom Neorealismus. Der
Film hat eine soziale, eine humane und eine christliche Ebene. Fellini
zeigt Prozessionen, ein Kloster, Nonnen, aber diese inszenierte Sicherheit
einer schon fast obsolet gewordenen Heilsideologie berührt die
Figuren in diesem Spiel kaum.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme der Reihe: 40,- €
/ ermäßigt 20,- €
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Montag, 11. April
| 21 Uhr
MONTAGS Soul-Jazz im Restaurant
JAZZERY Das Quintett des Saxofonisten Jürgen Dietz ist mit Standards
und zeitgenössischen Titeln zu hören. Der Eintritt ist frei.
Till Brönner und seine Band performen im
Forum in lockerer Clubatmosphäre. Zu jedem der Abende wird entweder ein
bekannter Jazzer oder ein anderer prominenter Gast eingeladen, von dem nicht
unbedingt bekannt ist, dass er ein Herz für den Jazz mitbringt. Mit diesen
Gästen wird Till Brönner vor allem musizieren, aber auch talken
und im Gespräch über Musik und Anderes dem Abend Profil geben. Die
Veranstaltungsreihe wird kuratiert von Franz-Xaver Ohnesorg.
Bill McCreery Ramsey lebt mit seiner vierten Ehefrau, einer Ärztin, in
Hamburg. Ramsey, Sohn eines Werbemanagers aus Cincinnati, hatte schon als
Schüler erstes Geld als Jazzsänger verdient. Später kam er
mit der Airforce als Truppenbetreuer nach Europa und über den Soldatensender
AFN nach Frankfurt. 1957 erkannte ein deutscher Produzent sein Talent. Einer
seiner ersten Hits: "Souvenirs, Souvenirs". Es folgten Spielfilme,
Fernsehmoderationen, später produzierte Ramsey auch Jazz- und Folkplatten.
„Schon längst habe ich mich damit abfinden müssen, dass wegen
meines Erfolges als Pop-Sänger und Entertainer viele Jazzfans, manche
Journalisten und besonders die Älteren unter den modernen Jazzmusikern
mich als Jazzsänger nicht ernst nehmen. Ich nehme diese Musik selber
aber sehr ernst und freue mich, dass ich jetzt hauptsächlich von Jazz-Engagements
lebe.“ – So spricht ein Blues-Sänger, der einmal gerufene
Schlager-Geister in Form von Zuckerpuppen aus Bauchtanzgruppen wohl nie richtig
loswerden wird.
USA 1959, Regie: Fred Zinnemann, Musik: Franz Waxmann
Darsteller: Audrey Hepburn, Dean Jagger, Peter Finch, Peggy Ashcroft
und Edith Evans
149 Min., FSK ab 12, deutsch synchronisierte Fassung
Eine stolze Arzttochter tritt einem Orden mit strengen Regeln bei, um
Missionsschwester im Kongo zu werden. Nach schweren inneren Konflikten
muss sie erkennen, dass sie persönlich nicht die Gehorsamsforderung
des Gelübdes verwirklichen kann; ihr Glaube, sie sei berufen, war
ein Irrtum. Fred Zinnemann hat den umstrittenen Roman von Kathryn Hulme
respektvoll und sorgfältig den Bedürfnissen der Leinwand angepasst.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt
20,- €
Montag, 18. April
| 21 Uhr
MONTAGS Modern-Jazz im Restaurant
Sebastian Müller Quartett Das Quartett des Kölner Gitarristen Sebastian Müller
spielt Eigenkompositionen und Standards im Modern Stil. Der Eintritt
ist frei.
Kunst und Frömmigkeit in den Frauenklöstern der Lüneburger
Heide Dr. Michael Wolfson, Hannover
Anhand von ausgewählten Kirchengebäuden, Wandmalereien, Altären,
liturgischem Gerät und Textilien werden Aspekte der Frömmigkeit
in den berühmten niedersächsischen „Heideklöstern“
von Wienhausen, Lüne und Ebstorf untersucht.
Michael Wolfson ist Kunsthistoriker und Publizist in Hannover und hat
sich mit zahlreichen Aspekten der Kunst und Kultur des späten Mittelalters
beschäftigt.
Sakrale Räume erhalten und beleben
Die Aufgaben der Klosterkammer von der Geschichte zur Gegenwart Sigrid Maier-Knapp-Herbst
Die Klöster und Stifte in Niedersachsen gehören zum großen,
in Deutschland einmaligen Erbe der Reformation, das es nicht nur zu
erhalten, sondern auch zu beleben gilt. Wie Denkmalschutz und gegenwärtige
Nutzungsansprüche ineinander greifen, ist u.a. Gegenstand des Vortrags.
Sigrid Maier-Knapp-Herbst ist seit 2004 Präsidentin der Klosterkammer
Hannover. Zu ihren Aufgaben gehören die Sicherung des Stiftungsvermögens,
der Denkmalschutz sowie die Betreuung und Führung der Klöster
und Stifte. www.klosterkammer.
de
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
In den späteren Jahrhunderten des Mittelalters führte der
Wunsch vieler Frauen, gemeinschaftlich zu leben, zu arbeiten und zu
musizieren, zu einer kulturellen Hochblüte.
Eine der wichtigsten Quelle für Musik aus dieser Zeit ist das Liederbuch
der Anna von Köln. Sie lebte um 1500 und gehörte wohl einem
niederrheinischen Kreis von Beginen an. Das Liederbuch wurde zu ihrem
Privatgebrauch im „Kämmerlin“ oder im Konvent zusammengestellt;
es enthält 82 geistliche Lieder auf Latein und Deutsch, davon 24
mit Melodie. Vielfach handelt es sich um allgemein geläufige Lieder,
oft von sehr weltlichem Inhalt. Sie werden unbefangen der religiösen
Welt anverwandelt (z.B. Liebesklage wird zur Sündenklage); trotz
der spirituellen Haltung bleibt der Ausdruck ursprünglich und lebensnah.
Volkstümliches Singen und städtische Lyrik wirken zusammen
in diesem reichsten Zeugnis, das wir vom Musikleben in einem Beginenhof
des Mittelalters besitzen.
Maria Jonas – Gesang, musikalische Leitung
Tarquinia Hill, Uta Kirsten, Cora Schmeiser, Petra Koerdt – Gesang
Susanne Ansorg – Fidel, Elisabeth Seitz – Psalter, Johanna
Seitz – Harfe
Eintritt: 16,80 € / ermäßigt 9,10 € (VVK, inkl.
Gebühren)
17,- € / ermäßigt 9,50 € (Abendkasse, inkl. Gebühren)
Die Eintrittskarten berechtigen auch zum Besuch der Ausstellung.
Die Entscheidung einer Frau, „ins Kloster zu gehen”,
gilt heute als sehr ausgefallen, löst Erstaunen, vielleicht Bewunderung
aus. Verzicht, strenge Disziplin und ein weltabgewandtes, eintöniges
Leben hinter hohen Klostermauern sind nur einige Assoziationen, die
diesen Schritt zunächst wenig attraktiv erscheinen lassen. Was
bewegt Frauen heute, einer Ordensgemeinschaft beizutreten? Sind die
auf „lebenslänglich” angelegten Gelübde zu Armut,
Gehorsam und Ehelosigkeit Relikte aus einer anderen Welt und heute noch
oder wieder lebbar?
„Närrinnen Gottes” Lebenswelten von Ordensfrauen heute. Ergebnisse einer ethnografischen
Studie
Priv.-Doz. Dr. Gertrud Hüwelmeier, Berlin, Freie Universität
Berlin, Institut für Ethnologie
Um des Himmels Willen!
Ordensfrauen im Gespräch Renate von Randow, Äbtissin des evangelisch-lutherischen
Damenstiftes Wienhausen
Sr. Philippa Rath OSB, Benediktinerinnenabtei St. Hildegard Eibingen
Kleine Schwester Ulrike, Fraternität der Kleinen Schwestern Jesu,
Halle/Saale
Sr. Dr. Aurelia Spendel OP, Augsburg
Dominikanerinnenkloster St. Ursula
„Drum prüfe, wer sich ewig
bindet ...” Leben vor und nach dem Ordenseintritt
Sr. Johanna Domek OSB, Priorin, Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament,
Köln
Sr. Katharina Kluitmann OSF, Franziskanerinnen von der Buße und
der christlichen Liebe, Münster
Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit Provokation, Weisheit, Lebbarkeit der evangelischen Räte
Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR, München, Missionsschwester vom Heiligsten
Erlöser
Gelübde & Askese – von gestern für heute? Inspirationen für ein ganz anderes Leben
Statement: Prof. Dr. Gisela Völger
Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museum Köln i.R., Köln
Gesprächsrunde mit Sr. Johanna Domek OSB, Sr. Katharina
Kluitmann OSF, Kleine Schwester Ulrike, Renate von Randow,
Sr. Dr. Aurelia Spendel OP und Dr. Wilfried Dörstel, Köln
Teilnahmebeitrag: 45 € (Programm, 2-Gang-Menü, 2 Kaffeepausen,
Eintritt in die Ausstellung).
Spanien / Mexico 1961, Regie: Luis Buñuel
Darsteller: Victoria Zinny, Sylvia Pinal, Teresita Rabal, Margarita
Lozano, Francisco Rabal und Fernando Rey
88 Min., FSK ab 18, deutsch synchronisierte Fassung
Die desillusionierende Schilderung des Weges einer jungen spanischen
Novizin, die nach dem Selbstmord ihres Onkels auf das Kloster verzichtet
und dadurch karitativ wirkt, dass sie das Landgut ihres Onkels zu einem
Asyl für Notleidende macht. Eine kurze Abwesenheit der jungen Frau
nutzen die Armen zu orgienhafter Zerstörung. Nur knapp kann die
Zurückgekehrte einer Vergewaltigung entgehen. Sozial- und religionskritischer
Film von großer formaler wie thematischer Kraft, mit dem Buñuel
christliche Lebensbemühung durch die ebenso radikale Konfrontation
mit Unmoral, Bosheit und sozialem Elend auf die Probe stellt.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme: 40,- € / ermäßigt
20,- €
Montag, 25. April
| 21 Uhr
MONTAGS Modern-Jazz im Restaurant
OCTOPOSSE Das Oktett des Kölner Pianisten Stefan Schultze bietet
modern arrangierte Eigenkompositionen des Bandleaders. Der Eintritt
ist frei.
Erneuerung und Tradition:
Zur besonderen Rolle der Kunst in der Zeit des Tutanchamun Prof. Dr. Regine Schulz, Baltimore
In der Kunstentwicklung der 18. Dynastie spielt die Zeit des Tutanchamun
eine ganz besondere Rolle. Nach dem Zusammenbruch des Königshauses
von Amarna, und der Rückkehr des Hofes nach Memphis und Theben, waren
die Künstler vor die Aufgabe gestellt einen neuen Stil- und Formenkanon
zu entwickeln. Zurückgegriffen wurde auf die qualitätsvolle Ausgewogenheit
der Voramarnazeit. Das Programm für die Künstler und Handwerker
war gewaltig, denn Tempel und Statuen, die in der Amarnazeit zerstört
wurden, mussten ersetzt werden und restauriert werden, und neue Bauten für
Tutanchamuns Hof geschaffen werden.
Regine Schulz ist stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Antike
Kunst im Walters Art Museum Baltimore (USA). Neben ihrer Museumstätigkeit
ist sie Professorin für Ägyptologie an der Universität München.
Teilnehmerzahl begrenzt, keine Reservierung möglich.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3,50 € (ohne Besuch der Ausstellung)
In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Bonner
Sammlung Aegyptica e.V.
Klosterfrauen als Stifterinnen, Malerinnen und Schreiberinnen Dr. Ingrid Gardill, München
Vom liturgischen Prachtcodex bis zur einfachen Gebrauchshandschrift
erstreckt sich das eindrucksvolle, kaum erforschte Spektrum der illuminierten
Bücher aus Frauenklöstern. Unabhängig davon, ob sie von
den Klosterfrauen selbst hergestellt oder durch diese beauftragt wurden,
zeichnen sich die Miniaturen durch ihre außergewöhnliche
und eigenwillige Motivwahl und Formensprache aus.
Ingrid Gardill ist als Kunsthistorikerin und Journalistin in München
tätig. Im März 2005 erscheint ihr Buch über den Prachtcodex
der Benediktinerinnen von Sainte-Benoîte d’Origny.
Salve virgo Katherina
Festliche Gesänge aus dem Graduale St. Katharinenthal Vox Nostra (Berlin) unter Leitung von Burkard Wehner Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharinenthal
(Schweiz) ist ein wertvolles großformatiges Graduale mit liturgischen
Gesängen des gesamten Kirchenjahres zu Fest- und Sonntagen erhalten
geblieben. Die Melodien dieser 1312 entstandenen Handschrift sind in
Quadratnotation aufgezeichnet und einige Initialen mit prächtiger
Buchmalerei illuminiert. Das Konzert des renommierten Vokalensembles
Vox Nostra folgt dem Ablauf einer mittelalterlichen Festmesse mit den
tradierten Teilen Kyrie eleison – Gloria – Sanctus –
Agnus Dei sowie den Gesängen zu Ehren der heiligen Katharina.
Das 1998 von Burkard Wehner gegründete Ensemble Vox Nostra hat
sich auf mittelalterliche Vokalmusik spezialisiert und führt überlieferte
ein- und mehrstimmige Gesänge auf der Grundlage von Originalhandschriften
auf. Der Vokalklang ist obertonreich und fließend, um die reinen
und die dissonanten Zusammenklänge spürbar werden zu lassen.
Eintritt: 18,- € / ermäßigt 12,- € ( im Vorverkauf
inkl. Gebühren, die Karte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Vortrag im Forum Das Vermächtnis der Felsen - Ritzzeichnungen und Inschriften
in der Wüste:
Zeugnisse über Fest, Kampf und Jagd der arabischen Stämme
Dr. Fazzaw Khraysheh, General Director of the Department of
Antiquities, Amman, Jordanien
In der jordanischen Wüste finden sich zahlreiche Inschriften und
Graffiti mit bildlichen Szenen. Diese liefern aufschlussreiche Einblicke
in das Leben der Wüstenbewohner vor der Entstehung von Christentum
und Islam. Die beduinischen Felsinschriften und -zeichnungen gehören
zu den seltenen Quellen über das Leben der arabischen Stämme
dieser Zeit.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.