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VERANSTALTUNGEN
  KALENDER - APRIL 2005

Freitag, 1. April, 20 Uhr

Performance-Theater zum Einsteinjahr 2005

Einsteinjahr

Wolfgang Krause Zwieback
DER HORIZONT IST EINE KUGEL ISST EINE ERDBEERE
Albert Einstein bei seinem Unpraktischen Arzt

Aus Zwiebacks Notizbuch:
„Wie begegnen wir dem Genie Albert Einstein?!
Wir können uns Albert Einstein physikalisch, philosophisch und menschlich nähern. Und gerade das Unbekannte führt uns zu anderen Einsichten in die Person. In welche Klangwelt der Geräusche und Musiken wurde dieser Denker geboren? Solch ein Klangraum soll geschaffen werden. Was war die spezielle Nahrung für Geist, Körper und Seele? Und sein Geigenspiel...“
Dieses Performance-Theater entwickelt sich vom Kargen zum Opulenten. Der Patient einsam in einem kalten Saal. Der Arzt monologisiert. Reines Zwiebacksches Theater – mit doppeltem Boden – voller Sprachakrobatik, poetischer Bilder und sinnlichem Strandgut.
Wolfgang Krause-Zwieback ist Regisseur, Autor, Schauspieler, Bühnen-/Kostümbildner, Grafiker, Wort- und Bildakrobat. Er arbeitete u.a. an der Oper und am Schauspiel Leipzig, am Hebbel-Theater Berlin, beim Berliner Ensemble und am Nationaltheater Weimar.
www.krause-zwieback.de

Eintritt: 13,10 € / ermäßigt 9,30 €
(im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Abendkasse: 14,- € / ermäßigt 10,- €


Montag, 4. April | 21 Uhr

MONTAGS Modern-Jazz im Restaurant
Matthias Knoop Sextett
Die Band des Trompeters Matthias Knoop ist mit Standards und Eigenkompositionen zu hören. Der Eintritt ist frei.


Dienstag, 5. April, 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung TUTANCHAMUN
Vortrag
Inhaltsschwerer „Kleinkram“ – Totenfiguren, Truhen und Kästen aus dem Grabschatz des Tutanchamun
Christian E. Loeben, Hannover

Obwohl zahlreiche Totenfiguren – auch Schabtis oder Uschebtis genannt – im Grab des Tutanchamun gefunden wurden, ist diese faszinierende Gruppe bedeutsamer Grabbeigaben für die Jenseitsexistenz des Pharaos bisher nicht adäquat gewürdigt worden. Die Truhen und Kästen aus dem Grabschatz sind hervorragende Beispiele der altägyptischen Möbelkunst, die durch zeitloses, schlichtes Design auch heute noch zu begeistern vermögen. Ob sie wirklich durch Diebe ihres Inhaltes beraubt wurden – wie der Entdecker des Grabes, Howard Carter, immer wieder behauptete?
Christian Loeben ist Leiter der Ägyptischen Sammlung im Kestner-Museum Hannover und als Ägyptologe für die ägyptischen Objekte des Kubanischen Nationalmuseums in Havanna verantwortlich.
In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Bonner Sammlung Aegyptica e.V.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, keine Reservierung möglich.

Eintritt: 5 € / ermäßigt 3,50 € (ohne Besuch der Ausstellung)


Mittwoch, 6. April, 19 Uhr

Vortrag
„Vigilate virgines pro adventu domini ...“
Seid wachsam Jungfrauen in Erwartung des Herren Wiederkehr ...
Eine Einführung in die Lebenswelten weiblicher Religiosen
Dr. Marcus Mrass, Bonn

Frauen hatten von Anfang an ihren Anteil an geistlichen Gemeinschaften des Christentums. Selbstheilung und Fürbitte, Gebet und Arbeit, Memoria und Geisteskultur bildeten die Grundlagen klösterlichen Lebens. Der Vortrag geht auf die speziellen gesellschaftlichen Bedingungen und Funktionen ein, denen ihr gottgeweihtes Leben unterworfen war.
Das Entstehen immer neuer Gemeinschaften lässt sich als Antwort auf die jeweils drängenden Probleme der Kirche verstehen. Dabei haben die in Westeuropa wirkenden Orden nicht nur eine wesentliche Funktion im Hinblick auf unsere Kultur übernommen, sondern sie prägten auch maßgeblich deren Fortentwicklung.
Marcus Mrass, Kunsthistoriker und Christlicher Archäologe, ist Experte für die christliche Kunst von der Antike bis zum ausgehenden Mittelalter. Er organisierte u. a. die Ausstellung über den Meister des Bartholomäus-Altars im Wallraf-Richartz-Museum Köln.

Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Freitag, 8. April | 10 bis 17.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Akademietagung im Forum
in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Frauenklöster im Mittelalter
Lebenswelten, Geschichte, Kunst

Frauenklöster genossen im Mittelalter hohes Ansehen und entwickelten
eine Vielfalt religiöser Lebensformen. Architektur,
Literatur und Kunst dokumentieren Macht und Bedeutung der
Frauenkonvente, ihren sozialen, wirtschaftlichen und religiösen
Rang. Welche Ideale, Lebensansprüche und Formen der
Frömmigkeit sich dort herausbildeten, versucht diese Veranstaltung
auch im Hinblick auf den geplanten Ausstellungsbesuch vorzustellen.

„Vigilate virgines pro adventu domini ...”
Eine Einführung in die Lebenswelten weiblicher Religiosen
Dr. Marcus Mrass, Kunsthistoriker und Christlicher Archäologe,
Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Gebaut aus Stein – erfüllt mit Leben
Geschichte und Architektur der Frauenklöster im Rheinland
Dr. Marianne Gechter, Kunsthistorikerin, Unkel

Von Frauen für Frauen
Kunstproduktion in mittelalterlichen Frauenklöstern
Simone Scholten M.A., Kunsthistorikerin und Projektassistentin
„Krone und Schleier – Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern”
in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, Bonn

Krone und Schleier. Kunst aus
mittelalterlichen Frauenklöstern.
Die Zeit der Orden 1200-1500 (Führung in Gruppen durch die
Ausstellung)

45 € (Tagungsbeitrag, 2-Gang-Menü, Kaffeepause, Eintritt und
Führung durch die Ausstellung).

Anmeldung und Informationen bei:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 / 408472, Telefax 02204 / 408420
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de


Klingt gut!
Freitag, 8. April 2005, 20 Uhr

Moderiertes Konzert im Forum
Klingt Gut.

Konrad Beikircher und das Thürmchen Ensemble Köln präsentieren zeitgenössische Musik
www.beikircher.de | www.thuermchen.de


In Kooperation mit: Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH, Förderungsprojekte Zeitgenössische Musik


Eintritt: 16,30 EUR / ermäßigt 11,30 EUR inkl. Gebühren im Vorverkauf
17 EUR / ermäßigt 12 EUR inkl. Gebühren an der Abendkasse



Samstag, 9. April, 21.30 – 2 Uhr

Lange TUTANCHAMUN-Nacht in der Bundeskunsthalle
Diese Lange Nacht bietet aktuell zur TUTANCHAMUN-Ausstellung ein attraktives und abwechslungsreiches Programm mit Aktionen, Musik und natürlich Kurzführungen in der erfolgreichen Schau.
Im Foyer stimmt das Gitarrenorchester Lokmit el Khadi mit pop-orientalischen Klängen auf die Ausstellung ein. Präsentiert werden verschiedene Bauchtänze, und eine künstlerische Performance demonstriert, wie eine Pharaomumie immer wieder von neuem zu einem lebendigen Pharao erwacht. Kurz nach Mitternacht startet die (letzte) Clubnite zu Ehren Tutanchamuns.
Shoppen kann man bis Mitternacht in der Buchhandlung, im Museumsshop und am Schnäppchenstand im Foyer.

Das ausführliche Programm:
30-minütige Kurzführungen zu folgenden Themen:

ab 21.30 Uhr

Tutanchamun: Der unterschätzte Pharao
(weitere Termine 21.40, 21.50, 22.10, 22.20, 22.30, 23 und 24 Uhr)
Der Eine und die Vielen: Die Durchsetzung des Monotheismus unter Aton (weitere Termine 21.40, 21.50, 22.10, 22.20, 22.30, 23, 23.30 und 00.30 Uhr)
Der Fluch des Pharao: Die Entdeckungsgeschichte Tutanchamuns (weitere Termine 22, 22.30, 23, 23.30 und 24 Uhr)

21.30 - 23.30 Uhr

„Hieroglyphisch für Anfänger“
Eine Stempelaktion zum Mitmachen mit Daniela Bystron und Sebastian Schaaps

21.30-23.30 Uhr

„Lege Myrrhe auf dein Haupt und kleide dich in schöne Gewänder ...“
Vorführungen zum Thema Kosmetik, Duftproben und Liebesschwüre mit Sonja Ackermann und Raymund Gottschalk

22 – 22.40 Uhr

Zusätzlich gibt es einen weiteren Programmpunkt zur neuen Ausstellung Krone und Schleier
„Hildegard von Bingen“ - Szenische Lesung im Forum
mit Heike Bäntsch und Andreas Kunz
im Rahmen der Ausstellung Krone und Schleier


21.30 Uhr

LOKMIT EL KHADI

22.15 Uhr

SCHAHLA - Bauchtanz

22.35 Uhr

LOKMIT EL KHADI

23.20 Uhr

SCHAHLA - Bauchtanz

23.40 Uhr

LOKMIT EL KHADI

21.30 Uhr bis 1 Uhr

Walk Acts „Art of KaRa“, Königin, Hofdame und Priesterin.


ab ca. 23.15 Uhr im Forum:

„Belphegor. Das Phantom des Louvre“
Es werden die Filme der sehenswerten französischen Mystery-Serie mit Juliette Gréco gezeigt, die von den Regionalprogrammen der ARD 1967 in 13 Teilen in einer schwarzweißen Fassung ausgestrahlt wurde: Im berühmten Louvre zu Paris spukt es. Eine geheimnisvolle Gestalt, vielleicht der Geist einer 2000 Jahre alten ägyptischen Mumie treibt dort ihr Unwesen.

Ab 0.30 Uhr Clubnite:

Pop Oriental Grooves mit DJ und Fernando Stern (live)

Eintritt: 12 € / Abendkasse
14 € im Vorverkauf
ArtCard-Inhaber haben freien Eintritt. Interessenten können gleich ihre neue ArtCard erwerben.

 


Rahmenprogramm zur Ausstellung
Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern

Nonnenfilmfest im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Eine große Zahl von Filmen aller Qualitäten und Genres bedient sich der Ordensfrau und des Klosters als Projektionsfläche bestimmter Klischees und deren Brechung.
Die sechs Filme dieser Reihe wurden nach Kriterien ihrer künstlerischen Qualität ausgewählt, wobei auch Stilvielfalt und unterschiedliche Filmsprachen eine wesentliche Rolle spielten. Die Reihe spannt sich vom kirchenkritischen Werk bis zum romantischen Liebesfilm.


Sonntag, 10. April | 15 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
La Strada – Das Lied der Straße
Italien 1954
Regie: Federico Fellini, Musik: Nino Rota
Darsteller: Giulietta Masina, Anthony Quinn, Aldo Silvani, Marcella Rovere, Livia Venturini und Richard Basehard
102 Min., FSK ab 16; Original mit Untertiteln
Der virile und gewalttätige Jahrmarktsartist Zampano kauft das einfältige Dorfmädchen Gelsomina, um es zu seiner Assistentin abzurichten. Sie unterwirft sich seinen unwirschen Befehlen, aber den seiltanzenden Narren Matto, der sie menschlich behandelt, betet sie an. Zampano tötet Matto im Streit und verlässt Gelsomina, weil er jede menschliche Bindung als Last empfindet. In ihrer Verlassenheit findet sie Schutz in einem Nonnenkloster. Als Zampano später von ihrem Tod hört, lässt ein hemmungsloser Gefühlsausbruch ahnen, was er für sie empfunden hat. Mit der poetisch-bizarren Tragödie entfernte sich Fellini erstmals vom Neorealismus. Der Film hat eine soziale, eine humane und eine christliche Ebene. Fellini zeigt Prozessionen, ein Kloster, Nonnen, aber diese inszenierte Sicherheit einer schon fast obsolet gewordenen Heilsideologie berührt die Figuren in diesem Spiel kaum.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse, die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)

Auch als Abonnement für alle sechs Filme der Reihe: 40,- € / ermäßigt 20,- €

Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Montag, 11. April | 21 Uhr

MONTAGS Soul-Jazz im Restaurant
JAZZERY
Das Quintett des Saxofonisten Jürgen Dietz ist mit Standards und zeitgenössischen Titeln zu hören. Der Eintritt ist frei.


TALKIN' JAZZ
15. April 2005, 20 Uhr

Live Musik und Talk im Forum
TALKIN' JAZZ

Till Brönner trifft Bill Ramsey

Till Brönner und seine Band performen im Forum in lockerer Clubatmosphäre. Zu jedem der Abende wird entweder ein bekannter Jazzer oder ein anderer prominenter Gast eingeladen, von dem nicht unbedingt bekannt ist, dass er ein Herz für den Jazz mitbringt. Mit diesen Gästen wird Till Brönner vor allem musizieren, aber auch talken und im Gespräch über Musik und Anderes dem Abend Profil geben. Die Veranstaltungsreihe wird kuratiert von Franz-Xaver Ohnesorg.
Bill McCreery Ramsey lebt mit seiner vierten Ehefrau, einer Ärztin, in Hamburg. Ramsey, Sohn eines Werbemanagers aus Cincinnati, hatte schon als Schüler erstes Geld als Jazzsänger verdient. Später kam er mit der Airforce als Truppenbetreuer nach Europa und über den Soldatensender AFN nach Frankfurt. 1957 erkannte ein deutscher Produzent sein Talent. Einer seiner ersten Hits: "Souvenirs, Souvenirs". Es folgten Spielfilme, Fernsehmoderationen, später produzierte Ramsey auch Jazz- und Folkplatten.
„Schon längst habe ich mich damit abfinden müssen, dass wegen meines Erfolges als Pop-Sänger und Entertainer viele Jazzfans, manche Journalisten und besonders die Älteren unter den modernen Jazzmusikern mich als Jazzsänger nicht ernst nehmen. Ich nehme diese Musik selber aber sehr ernst und freue mich, dass ich jetzt hauptsächlich von Jazz-Engagements lebe.“ – So spricht ein Blues-Sänger, der einmal gerufene Schlager-Geister in Form von Zuckerpuppen aus Bauchtanzgruppen wohl nie richtig loswerden wird.

Eintritt: 22,30 EUR / ermäßigt 14,60 EUR (Vorverkauf, inklusive Gebühren),
23 EUR / ermäßigt 15 EUR (Abendkasse, inklusive Gebühren).



Sonntag, 17. April | 15 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
The Nun’s Story – Geschichte einer Nonne

USA 1959, Regie: Fred Zinnemann, Musik: Franz Waxmann
Darsteller: Audrey Hepburn, Dean Jagger, Peter Finch, Peggy Ashcroft und Edith Evans
149 Min., FSK ab 12, deutsch synchronisierte Fassung
Eine stolze Arzttochter tritt einem Orden mit strengen Regeln bei, um Missionsschwester im Kongo zu werden. Nach schweren inneren Konflikten muss sie erkennen, dass sie persönlich nicht die Gehorsamsforderung des Gelübdes verwirklichen kann; ihr Glaube, sie sei berufen, war ein Irrtum. Fred Zinnemann hat den umstrittenen Roman von Kathryn Hulme respektvoll und sorgfältig den Bedürfnissen der Leinwand angepasst.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse, die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt 20,- €


Montag, 18. April | 21 Uhr

MONTAGS Modern-Jazz im Restaurant
Sebastian Müller Quartett
Das Quartett des Kölner Gitarristen Sebastian Müller spielt Eigenkompositionen und Standards im Modern Stil. Der Eintritt ist frei.


Mittwoch, 20. April | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Doppelvortrag
Die Lüneburger Klöster

Kunst und Frömmigkeit in den Frauenklöstern der Lüneburger Heide
Dr. Michael Wolfson, Hannover
Anhand von ausgewählten Kirchengebäuden, Wandmalereien, Altären, liturgischem Gerät und Textilien werden Aspekte der Frömmigkeit in den berühmten niedersächsischen „Heideklöstern“ von Wienhausen, Lüne und Ebstorf untersucht.
Michael Wolfson ist Kunsthistoriker und Publizist in Hannover und hat sich mit zahlreichen Aspekten der Kunst und Kultur des späten Mittelalters beschäftigt.

Sakrale Räume erhalten und beleben
Die Aufgaben der Klosterkammer von der Geschichte zur Gegenwart
Sigrid Maier-Knapp-Herbst
Die Klöster und Stifte in Niedersachsen gehören zum großen, in Deutschland einmaligen Erbe der Reformation, das es nicht nur zu erhalten, sondern auch zu beleben gilt. Wie Denkmalschutz und gegenwärtige Nutzungsansprüche ineinander greifen, ist u.a. Gegenstand des Vortrags.
Sigrid Maier-Knapp-Herbst ist seit 2004 Präsidentin der Klosterkammer Hannover. Zu ihren Aufgaben gehören die Sicherung des Stiftungsvermögens, der Denkmalschutz sowie die Betreuung und Führung der Klöster und Stifte.
www.klosterkammer. de

Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Freitag, 22. April | 20 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Konzert im Forum
Rose von Jericho. Das Liederbuch der Anna von Köln
Ars Choralis Coeln unter der Leitung von Maria Jonas

In den späteren Jahrhunderten des Mittelalters führte der Wunsch vieler Frauen, gemeinschaftlich zu leben, zu arbeiten und zu musizieren, zu einer kulturellen Hochblüte.
Eine der wichtigsten Quelle für Musik aus dieser Zeit ist das Liederbuch der Anna von Köln. Sie lebte um 1500 und gehörte wohl einem niederrheinischen Kreis von Beginen an. Das Liederbuch wurde zu ihrem Privatgebrauch im „Kämmerlin“ oder im Konvent zusammengestellt; es enthält 82 geistliche Lieder auf Latein und Deutsch, davon 24 mit Melodie. Vielfach handelt es sich um allgemein geläufige Lieder, oft von sehr weltlichem Inhalt. Sie werden unbefangen der religiösen Welt anverwandelt (z.B. Liebesklage wird zur Sündenklage); trotz der spirituellen Haltung bleibt der Ausdruck ursprünglich und lebensnah. Volkstümliches Singen und städtische Lyrik wirken zusammen in diesem reichsten Zeugnis, das wir vom Musikleben in einem Beginenhof des Mittelalters besitzen.
Maria Jonas – Gesang, musikalische Leitung
Tarquinia Hill, Uta Kirsten, Cora Schmeiser, Petra Koerdt – Gesang
Susanne Ansorg – Fidel, Elisabeth Seitz – Psalter, Johanna Seitz – Harfe

Eintritt: 16,80 € / ermäßigt 9,10 € (VVK, inkl. Gebühren)
17,- € / ermäßigt 9,50 € (Abendkasse, inkl. Gebühren)
Die Eintrittskarten berechtigen auch zum Besuch der Ausstellung.


Samstag, 23. April | 10 bis ca. 17.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Akademietagung im Forum
in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Um des Himmels Willen!?
Frauen-Leben im Kloster heute

Die Entscheidung einer Frau, „ins Kloster zu gehen”, gilt heute als sehr ausgefallen, löst Erstaunen, vielleicht Bewunderung aus. Verzicht, strenge Disziplin und ein weltabgewandtes, eintöniges Leben hinter hohen Klostermauern sind nur einige Assoziationen, die diesen Schritt zunächst wenig attraktiv erscheinen lassen. Was bewegt Frauen heute, einer Ordensgemeinschaft beizutreten? Sind die auf „lebenslänglich” angelegten Gelübde zu Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit Relikte aus einer anderen Welt und heute noch oder wieder lebbar?

„Närrinnen Gottes”
Lebenswelten von Ordensfrauen heute. Ergebnisse einer ethnografischen Studie
Priv.-Doz. Dr. Gertrud Hüwelmeier, Berlin, Freie Universität Berlin, Institut für Ethnologie

Um des Himmels Willen!
Ordensfrauen im Gespräch
Renate von Randow, Äbtissin des evangelisch-lutherischen Damenstiftes Wienhausen
Sr. Philippa Rath OSB, Benediktinerinnenabtei St. Hildegard Eibingen
Kleine Schwester Ulrike, Fraternität der Kleinen Schwestern Jesu, Halle/Saale
Sr. Dr. Aurelia Spendel OP, Augsburg
Dominikanerinnenkloster St. Ursula

„Drum prüfe, wer sich ewig
bindet ...”
Leben vor und nach dem Ordenseintritt
Sr. Johanna Domek OSB, Priorin, Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament, Köln
Sr. Katharina Kluitmann OSF, Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe, Münster

Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit
Provokation, Weisheit, Lebbarkeit der evangelischen Räte
Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR, München, Missionsschwester vom Heiligsten Erlöser

Gelübde & Askese – von gestern für heute?
Inspirationen für ein ganz anderes Leben
Statement: Prof. Dr. Gisela Völger
Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museum Köln i.R., Köln

Gesprächsrunde mit Sr. Johanna Domek OSB, Sr. Katharina
Kluitmann OSF, Kleine Schwester Ulrike, Renate von Randow,
Sr. Dr. Aurelia Spendel OP und Dr. Wilfried Dörstel, Köln

Teilnahmebeitrag: 45 € (Programm, 2-Gang-Menü, 2 Kaffeepausen, Eintritt in die Ausstellung).

Schriftliche Anmeldung bei:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 / 408472, Telefax 02204 / 408420
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de


Sonntag, 24. April | 15 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Viridiana

Spanien / Mexico 1961, Regie: Luis Buñuel
Darsteller: Victoria Zinny, Sylvia Pinal, Teresita Rabal, Margarita Lozano, Francisco Rabal und Fernando Rey
88 Min., FSK ab 18, deutsch synchronisierte Fassung
Die desillusionierende Schilderung des Weges einer jungen spanischen Novizin, die nach dem Selbstmord ihres Onkels auf das Kloster verzichtet und dadurch karitativ wirkt, dass sie das Landgut ihres Onkels zu einem Asyl für Notleidende macht. Eine kurze Abwesenheit der jungen Frau nutzen die Armen zu orgienhafter Zerstörung. Nur knapp kann die Zurückgekehrte einer Vergewaltigung entgehen. Sozial- und religionskritischer Film von großer formaler wie thematischer Kraft, mit dem Buñuel christliche Lebensbemühung durch die ebenso radikale Konfrontation mit Unmoral, Bosheit und sozialem Elend auf die Probe stellt.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse, die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme: 40,- € / ermäßigt 20,- €


Montag, 25. April | 21 Uhr

MONTAGS Modern-Jazz im Restaurant
OCTOPOSSE
Das Oktett des Kölner Pianisten Stefan Schultze bietet modern arrangierte Eigenkompositionen des Bandleaders. Der Eintritt ist frei.


TUTANCHAMUN - Rahmenprogramm
Dienstag, 26. April | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
TUTANCHAMUN


Erneuerung und Tradition:
Zur besonderen Rolle der Kunst in der Zeit des Tutanchamun
Prof. Dr. Regine Schulz, Baltimore

In der Kunstentwicklung der 18. Dynastie spielt die Zeit des Tutanchamun eine ganz besondere Rolle. Nach dem Zusammenbruch des Königshauses von Amarna, und der Rückkehr des Hofes nach Memphis und Theben, waren die Künstler vor die Aufgabe gestellt einen neuen Stil- und Formenkanon zu entwickeln. Zurückgegriffen wurde auf die qualitätsvolle Ausgewogenheit der Voramarnazeit. Das Programm für die Künstler und Handwerker war gewaltig, denn Tempel und Statuen, die in der Amarnazeit zerstört wurden, mussten ersetzt werden und restauriert werden, und neue Bauten für Tutanchamuns Hof geschaffen werden.

Regine Schulz ist stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Antike Kunst im Walters Art Museum Baltimore (USA). Neben ihrer Museumstätigkeit ist sie Professorin für Ägyptologie an der Universität München.

Teilnehmerzahl begrenzt, keine Reservierung möglich.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3,50 € (ohne Besuch der Ausstellung)

In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Bonner Sammlung Aegyptica e.V.


Mittwoch, 27. April | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Buchmalerei und Gesang aus Frauenklöstern
Vortrag und Konzert im Forum
in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Klosterfrauen als Stifterinnen, Malerinnen und Schreiberinnen
Dr. Ingrid Gardill, München
Vom liturgischen Prachtcodex bis zur einfachen Gebrauchshandschrift erstreckt sich das eindrucksvolle, kaum erforschte Spektrum der illuminierten Bücher aus Frauenklöstern. Unabhängig davon, ob sie von den Klosterfrauen selbst hergestellt oder durch diese beauftragt wurden, zeichnen sich die Miniaturen durch ihre außergewöhnliche und eigenwillige Motivwahl und Formensprache aus.
Ingrid Gardill ist als Kunsthistorikerin und Journalistin in München tätig. Im März 2005 erscheint ihr Buch über den Prachtcodex der Benediktinerinnen von Sainte-Benoîte d’Origny.

Salve virgo Katherina
Festliche Gesänge aus dem Graduale St. Katharinenthal
Vox Nostra (Berlin) unter Leitung von Burkard Wehner
Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharinenthal (Schweiz) ist ein wertvolles großformatiges Graduale mit liturgischen Gesängen des gesamten Kirchenjahres zu Fest- und Sonntagen erhalten geblieben. Die Melodien dieser 1312 entstandenen Handschrift sind in Quadratnotation aufgezeichnet und einige Initialen mit prächtiger Buchmalerei illuminiert. Das Konzert des renommierten Vokalensembles Vox Nostra folgt dem Ablauf einer mittelalterlichen Festmesse mit den tradierten Teilen Kyrie eleison – Gloria – Sanctus – Agnus Dei sowie den Gesängen zu Ehren der heiligen Katharina.

Das 1998 von Burkard Wehner gegründete Ensemble Vox Nostra hat sich auf mittelalterliche Vokalmusik spezialisiert und führt überlieferte ein- und mehrstimmige Gesänge auf der Grundlage von Originalhandschriften auf. Der Vokalklang ist obertonreich und fließend, um die reinen und die dissonanten Zusammenklänge spürbar werden zu lassen.

Eintritt: 18,- € / ermäßigt 12,- € ( im Vorverkauf inkl. Gebühren, die Karte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)


Freitag, 29. April | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Vortrag im Forum
Das Vermächtnis der Felsen - Ritzzeichnungen und Inschriften in der Wüste:
Zeugnisse über Fest, Kampf und Jagd der arabischen Stämme
Dr. Fazzaw Khraysheh, General Director of the Department of Antiquities, Amman, Jordanien
In der jordanischen Wüste finden sich zahlreiche Inschriften und Graffiti mit bildlichen Szenen. Diese liefern aufschlussreiche Einblicke in das Leben der Wüstenbewohner vor der Entstehung von Christentum und Islam. Die beduinischen Felsinschriften und -zeichnungen gehören zu den seltenen Quellen über das Leben der arabischen Stämme dieser Zeit.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


 
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