Mongolische Märchen wurden erst relativ spät aufgezeichnet, nachdem
sie jahrhundertelang nur durch mündliche Überlieferung erhalten
blieben. Die ersten schriftlichen Fassungen sind über 200 Jahre alt und
stammen von Europäern. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts zählte
das abendliche Erzählen in der Jurte zu den grundlegenden Formen des
gemeinschaftlichen Erlebens.
Kommen Sie, wie es bei den Mongolen üblich war, in einer traditionellen
Jurte zusammen und lauschen den zauberhaften Märchen von dem kleinen
weißen Kamel, dem Vogeldämon, dem vorsichtigen Mönch oder
von Dschingis, dem mächtigen Khan.
Alfred Pointner ist Märchenerzähler und tritt seit Jahren mit internationalen
Märchenprogrammen auf. Mongolische Märchen, die er erstmals als
Junge in einer Jurte hörte, sind fester Bestandteil seines Repertoires.
Für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene
Crossart – Ein virtueller Rundgang durch die Ausstellung Die Ausstellung wurde von Jean-Christophe Ammann aus Beständen
von zehn Museen des Niederrheins ausgewählt und umfasst Werke von
Vincent van Gogh bis in die jüngste Vergangenheit. Die Ausstellung
zeigt die Arbeiten jedoch nicht in chronologischer Reihung, sondern
nach thematischen und formalen Gesichtspunkten geordnet, mit denen der
spezifische Inhalt der Werke neu und aktuell erlebbar wird. Der Vortrag
wird die besondere Struktur dieser Ausstellung und ihrer Entstehung
darstellen.
Kay Heymer (geb. 1960)
Seit 1985 Organisation zahlreicher Ausstellungen, seit 1988 Essays und
Monographien zur zeitgenössischen und traditionellen afrikanischen
Kunst (u. a. zu David Hockney, Alex Katz, Tony Cragg). Seit 1991 Projektleiter
an der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.
Der Eintritt ist frei (nur für ArtCard-Inhaber).
Teilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung: Fax 0228 / 9171-244 oder
E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de
Kastelruther Spatzen
aus Südtirol
"Berg ohne Wiederkehr" - 2005
Samstag, 27. August
| 19.30 Uhr
Egschiglen
Lange Nacht des Dschingis Khan
Die „Lange Nacht des Dschingis Khan" entführt die Besucher
in die faszinierende Welt des legendären Mongolenherrschers. Im
Mittelpunkt steht die Begegnung mit der vielfältigen Kultur des
größten Reiches der Geschichte. Zeigt die Präsentation
in der Großen Halle 550 ausgesuchte Meisterwerke, so beleuchtet
das Rahmenprogramm mit vielfältigen Programmpunkten spannende Aspekte
mongolischer Kultur und Tradition.
Ein folkloristisches Bühnenprogramm mit traditionellen Gesängen
und Tänzen sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Die Gruppe
Egschiglen präsentiert im Laufe der Nacht in drei Auftritten Bilgee-Tanz
und Obertongesang mit den traditionellen Instrumenten Hackbrett, Pferdekopfgeige
und Sudarga. Eindrucksvolle artistische Meisterleistungen bieten zwei
Schlangenfrauen mit mongolischer Kontorsionskunst. Mehrmals am Abend
haben die Besucher Gelegenheit, sich an diesen eindrucksvollen Vorführungen
zu erfreuen, die in der Mongolei traditionell zu festlichen Gelegenheiten
dargeboten werden.
Der bezaubernde und einzigartige Film „Die Geschichte vom weinenden
Kamel" der Regisseurin Byambasuren Davaa aus dem Jahr 2004 läuft
um 20 Uhr (circa 87 Min.) und um 22 Uhr im Forum. Unter dem Titel „Das
Geheimnis der Mongolen“ finden in der Ausstellung Dschingis Khan
und seine Erben ab 19.30 Uhr halbstündlich 30-minütige Sonderführungen
statt. "Jeder Schuss ein Treffer " heißt es für
alle interessierten Besucher ab 19.15 Uhr, wenn die Besucher die Gelegenheit
haben, auf der Flutlichtbahn ihre Künste im Bogenschießen
unter Beweis zu stellen. Auf dem Dachgarten können die Besucher
faszinierende Einblicke in die mongolische Alltagskultur gewinnen: In
den dort aufgebauten Jurten (mongolisch Ger), den Nomadenzelten der
Mongolen, erklären diese die Regeln ihrer Gastfreundschaft, die
Besonderheiten ihrer Kleidung und erläutern ihre Bräuche und
Spiele. Sie berichten vom Leben in der Ger und erzählen Märchen
und Sagen einer Jahrtausende alten Nomadenkultur. Um 23 Uhr startet im MedienKunstRaum im Untergeschoss
die Mongolian Club-Nite - Ende offen. Shoppen bis Mitternacht kann man in der Buchhandlung,
im Museumsshop und am Schnäppchenstand im Foyer. Ticket Lange Nacht des Dschingis Khan: 7,50 Euro; Eintritt
nur zur Club-Nite: 2,60 Euro
Das Programm im Einzelnen
19.30 Uhr: „Jeder Schuss ein Treffer" - Bogenschießen
auf der Flutlichtbahn (Südseite des Hauses, nur bei schönem
Wetter!)
19.30 - 24 Uhr auf dem Dachgarten: „Leben in der Jurte"
- Mongolen geben Einblick in ihre Kultur
19.30 - 24 Uhr (halbstündlich) 30-minütige Kurzführungen
durch die Ausstellung „Das Geheimnis der Mongolen" 20 Uhr, Foyer: Egschiglen mit Bilgee-Tanz und Obertongesang
20 Uhr, Kino im Forum (DVD-Projektion): Die Geschichte vom weinenden
Kamel
Ein Film von Byambasuren Davaa und Luigi Falorni. 2004, ca. 87 Minuten
-...einzigartig, rührend, spannend - kurz: sehenswert." Süddeutsche
Zeitung
- Unwiderstehlich!" Der Spiegel
20.15 Uhr: „Jeder Schuss ein Treffer" - Bogenschießen
auf der Flutlichtbahn (Südseite des Hauses)
20.45 Uhr, Foyer: Schlangenfrauen mit mongolischer
Kontorsionskunst
21 Uhr, Foyer: Egschiglen mit Bilgee-Tanz und Obertongesang
21.15 Uhr: „Jeder Schuss ein Treffer" - Bogenschießen
auf der Flutlichtbahn (Südseite des Hauses)
21.45 Uhr, Foyer: Schlangenfrauen mit mongolischer
Kontorsionskunst
22 Uhr Kino im Forum (DVD-Projektion): Die Geschichte vom weinenden
Kamel 22 Uhr, Foyer: Egschiglen mit Bilgee-Tanz
und Obertongesang
22.15 Uhr: „Jeder Schuss ein Treffer" - Bogenschießen
auf der Flutlichtbahn (Südseite des Hauses)
22.45 Uhr, Foyer: Schlangenfrauen mit mongolischer
Kontorsionskunst
23 Uhr, Foyer: Egschiglen mit Bilgee-Tanz und Obertongesang
ab 23 Uhr, MedienKunstRaum im Untergeschoss: Mongolian Club-Nite mit
Live-DJ
Die Ausstellungen sind bis 1 Uhr geöffnet: Neben
„Dschingis Khan und seine Erben" auch die Ausstellung „Van
Gogh bis Beuys - Meisterwerke der Moderne aus zehn deutschen und niederländischen
Museen".
Sonntag, 28. August
| 11 Uhr
SOMMERGARTEN
Swing auf dem Dachgarten
Engelbert Wrobel’s Swing Society In Zusammenarbeit mit dem General-Anzeiger, Bonn. Der Eintritt
ist frei. -->
das Programm auf www.generalanzeiger-bonn.de
Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung Sprache und Schrift der Mongolen Purev Erdenesukh, Bonn
Das Mongolische ist einerseits eine exotische Sprache, andererseits ist sie
in die großen Sprachfamilien Zentralasiens eingebettet. Wissenschaftlich
gesehen gibt es insgesamt elf mongolische Sprachen und mehrere Schriftsysteme.
In der Ausstellung kann diese Vielfalt für den Mongolischen Sprachraum
und für das Mongolische Weltreich sehr anschaulich an zahlreichen eindrucksvollen
Exponaten gezeigt werden. Zu entdecken sind Steininschriften, wertvolle Texte
auf Birkenrinde, prachtvolle Bücher, historische Landkarten, Amtssiegel,
Erlasse und Briefe, wie beispielsweise ein Brief des Güyük Khan
an den Papst Innozenz IV. und ein Brief des Qubilai Khan an den König
von Japan.
Purev Erdenesukh ist Projektassistent der Ausstellung „Dschingis Kahn
und seine Erben. Das Weltreich der Mongolen.“