Donnerstag, 3. März | 20 Uhr
Bonn Chance!

bonn chance! Experimentelles Musiktheater im Forum
Eine Kooperation von Theater Bonn und Kunst- Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Uraufführung
KOKAIN

Von Steffen Schleiermacher
Libretto von Steffen Lüddemann und Steffen Schleiermacher
Nach einer Novelle von Walter Rheiner
Auftragswerk von Theater Bonn
Inszenierung: Barbara Beyer
Ausstattung: Tillmann Otto
Dramaturgie: Jens Neundorf von Enzberg
Beethoven Orchester Bonn

Walter Rheiner, 1895 in Köln geboren, war als kaufmännischer Angestellter erfolglos, und ging nach Berlin, um ein „literarischer Nomade“ zu werden. Im Jahr 1914 nahm er erstmals Narkotika, um durch Vortäuschung einer Drogensucht der Wehrpflicht zu entgehen – was ihm jedoch nicht gelang. Seine letzten Lebensjahre waren von materieller Not und Drogenabhängigkeit gekennzeichnet. Nach seiner Entmündigung und einem Aufenthalt in einer geschlossenen Anstalt beendete er 1925 sein Leben mit einer Überdosis Morphium.
KOKAIN, im Jahr 1918 entstanden, ist einer der wenigen Prosatexte Rheiners mit stark biographischem Charakter, in dessen Mittelpunkt ein kokainsüchtiger Mann steht, den der Selbstekel schließlich in den Tod treibt.
Steffen Schleiermacher, geboren 1960 in Halle, studierte an der Musikhochschule „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig 1980-1985 die Fächer Klavier, Komposition und Dirigieren. 1986/87 war er Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin bei Friedrich Goldmann (Komposition) und 1989/1990 an der Musikhochschule Köln bei Aloys Kontarsky (Klavier). Seit 1988 arbeitet Steffen Schleiermacher freischaffend als Komponist und Pianist, als der er sich ausschließlich auf die Musik des 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter 1992 ein Stipendium für die Deutsche Akademie Villa Massimo Rom und 1997 ein Stipendium der Japan Foundation für einen mehrmonatigen Studienaufenthalt in Japan.

Gefördert von: NRW KULTUR-sekretariat Wuppertal | Fonds Neues Musiktheater

Eintritt: 11 EUR / ermäßigt 5,50 EUR (Abendkasse, im Vorverkauf zzgl. Gebühren)
Weitere Aufführungen: 5., 6., 8., 9. und 10. März