
bonn
chance! Experimentelles Musiktheater im Forum
Eine Kooperation von Theater Bonn und Kunst- Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland
Uraufführung
KOKAIN
Von Steffen Schleiermacher
Libretto von Steffen Lüddemann und Steffen Schleiermacher
Nach einer Novelle von Walter Rheiner
Auftragswerk von Theater Bonn
Inszenierung: Barbara Beyer
Ausstattung: Tillmann Otto
Dramaturgie: Jens Neundorf von Enzberg
Beethoven Orchester Bonn
Walter Rheiner, 1895 in Köln geboren, war als kaufmännischer Angestellter
erfolglos, und ging nach Berlin, um ein „literarischer Nomade“
zu werden. Im Jahr 1914 nahm er erstmals Narkotika, um durch Vortäuschung
einer Drogensucht der Wehrpflicht zu entgehen – was ihm jedoch nicht
gelang. Seine letzten Lebensjahre waren von materieller Not und Drogenabhängigkeit
gekennzeichnet. Nach seiner Entmündigung und einem Aufenthalt in einer
geschlossenen Anstalt beendete er 1925 sein Leben mit einer Überdosis
Morphium.
KOKAIN, im Jahr 1918 entstanden, ist einer der wenigen Prosatexte Rheiners
mit stark biographischem Charakter, in dessen Mittelpunkt ein kokainsüchtiger
Mann steht, den der Selbstekel schließlich in den Tod treibt.
Steffen Schleiermacher, geboren 1960 in Halle, studierte an der Musikhochschule
„Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig 1980-1985 die Fächer
Klavier, Komposition und Dirigieren. 1986/87 war er Meisterschüler an
der Akademie der Künste Berlin bei Friedrich Goldmann (Komposition) und
1989/1990 an der Musikhochschule Köln bei Aloys Kontarsky (Klavier).
Seit 1988 arbeitet Steffen Schleiermacher freischaffend als Komponist und
Pianist, als der er sich ausschließlich auf die Musik des 20. Jahrhunderts
spezialisiert hat. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter 1992
ein Stipendium für die Deutsche Akademie Villa Massimo Rom und 1997 ein
Stipendium der Japan Foundation für einen mehrmonatigen Studienaufenthalt
in Japan.
Gefördert von: NRW KULTUR-sekretariat Wuppertal | Fonds Neues Musiktheater
Eintritt: 11 EUR / ermäßigt 5,50 EUR (Abendkasse, im Vorverkauf
zzgl. Gebühren)
Weitere Aufführungen: 5., 6., 8., 9. und 10. März