Rahmenprogramm
zur Ausstellung
TUTANCHAMUN
In
der Reihe Weltliteratur Live
Nora Amin: ARAB
Eine Multi-Media-Poesie-Performance im Forum
„Man kann in seiner eigenen Gedankenwelt
leben, sich im Haus einschließen und sich sicher vor der Welt fühlen,“
sagt Nora Amin, aber „man kann auch beginnen, die Welt außerhalb
der eigenen Gedanken zu erkunden.“ Seit die 34-jährige Autorin
vor mehr als zehn Jahren beschloss, Kunst als Dokumentation der Erkundung
der Welt und des eigenen Lebens zu verstehen, hat sie sich zur vielleicht
wichtigsten Künstlerin Ägyptens entwickelt. „Eine Menge Mut“
brauche es, sich und sein Leben in Büchern und auf der Bühne zu
exponieren, sagt Amin. Das ist durchaus in einem doppelten Sinn zu verstehen.
Da sind zum einen ihre Themen. In ihrem ersten Roman „Ein rosafarbenes
Hemd“ schildert sie die Versuche einer alleinerziehenden Mutter, die
Trennung von ihrem Partner zu verarbeiten, indem sie eine Geschichte über
ihren neuen Freund schreibt – eine Situation, die in der arabischen
Gesellschaft noch immer als Tabu gilt. Zum andern gilt das für ihre Arbeitsweise.
Denn auf eine Kunstform möchte sich Amin nicht beschränken. Sie
schreibt Romane, Kurzgeschichten, Gedichte, Theaterstücke und Drehbücher,
sie tanzt und choreographiert, und sie organisiert das wichtigste unabhängige
Theaterfestival in Ägypten. In den kommenden Monaten kann man in Deutschland
ihren Mut bewundern. Sie wurde für das Wintersemester als Samuel-Fischer-Gastprofessorin
an die Berliner Freie Universität berufen. Im Rahmen dieser Professur
wird sie nicht nur im Hörsaal, sondern auch im Theater zu sehen sein:
mit einer neuen Choreographie an der Berliner Schaubühne.
Eine Kooperation mit: Deutscher Akademischer Austauschdienst, Veranstaltungsforum
der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, S. Fischer Verlag, Seminar für
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität
Berlin.
In englischer Sprache (ohne Übersetzung).
Eintritt: 6,50 EUR / ermäßigt 3,50 EUR (Abendkasse)