Donnerstag, 20. Januar, 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
TUTANCHAMUN
In der Reihe Weltliteratur Live

Nora Amin: ARAB
Eine Multi-Media-Poesie-Performance im Forum

„Man kann in seiner eigenen Gedankenwelt leben, sich im Haus einschließen und sich sicher vor der Welt fühlen,“ sagt Nora Amin, aber „man kann auch beginnen, die Welt außerhalb der eigenen Gedanken zu erkunden.“ Seit die 34-jährige Autorin vor mehr als zehn Jahren beschloss, Kunst als Dokumentation der Erkundung der Welt und des eigenen Lebens zu verstehen, hat sie sich zur vielleicht wichtigsten Künstlerin Ägyptens entwickelt. „Eine Menge Mut“ brauche es, sich und sein Leben in Büchern und auf der Bühne zu exponieren, sagt Amin. Das ist durchaus in einem doppelten Sinn zu verstehen. Da sind zum einen ihre Themen. In ihrem ersten Roman „Ein rosafarbenes Hemd“ schildert sie die Versuche einer alleinerziehenden Mutter, die Trennung von ihrem Partner zu verarbeiten, indem sie eine Geschichte über ihren neuen Freund schreibt – eine Situation, die in der arabischen Gesellschaft noch immer als Tabu gilt. Zum andern gilt das für ihre Arbeitsweise. Denn auf eine Kunstform möchte sich Amin nicht beschränken. Sie schreibt Romane, Kurzgeschichten, Gedichte, Theaterstücke und Drehbücher, sie tanzt und choreographiert, und sie organisiert das wichtigste unabhängige Theaterfestival in Ägypten. In den kommenden Monaten kann man in Deutschland ihren Mut bewundern. Sie wurde für das Wintersemester als Samuel-Fischer-Gastprofessorin an die Berliner Freie Universität berufen. Im Rahmen dieser Professur wird sie nicht nur im Hörsaal, sondern auch im Theater zu sehen sein: mit einer neuen Choreographie an der Berliner Schaubühne.

Eine Kooperation mit: Deutscher Akademischer Austauschdienst, Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, S. Fischer Verlag, Seminar für Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.

In englischer Sprache (ohne Übersetzung).
Eintritt: 6,50 EUR / ermäßigt 3,50 EUR (Abendkasse)