Frankreich / Italien 1969
Regie und Musik: Luis Buñuel
Darsteller: Delphine Seyrig, Edith Scob, Paul Frankeur, Michel Piccoli,
Laurent Terzieff, Georges Marchal, Alain Cuny
101 Minuten, Original mit Untertiteln
Zwei Pilger unternehmen eine Wanderung zu dem spanischen Wallfahrtsort
Santiago de Compostela. Im Verlauf dieser Wanderung erleben sie Kuriositäten,
Wunder, Halluzinationen - ihnen offenbart sich ein Querschnitt durch
die kirchliche Dogmengeschichte.
Die vielen Gestalten, denen sie unterwegs begegnen, haben durchwegs
religiösen, betont katholischen Bezug. Buñuels bissige Abrechnung
mit den Irrtümern der katholischen Kirche ist eine Episoden-Satire.
Mit atemberaubender Kühnheit (und zugleich Eleganz) wechselt Buñuel
von einem Thema zum anderen, durchbricht die Ebenen der Logik, um das
Unfassliche, das Blasphemische und Paradoxe hervorzukehren.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt
20,- €
Montag, 3. Mai bis
Sonntag, 29. Mai
Europäischer Architekturfotografie-Preis
2005 »Arbeitsplätze / work places«
2005 wurde der weltweit einzigartige und international renommierte
Preis zum ersten Mal von dem gemeinnützigen architekturbild e.v.
organisiert. Das Thema des Preises 2005 lautete »Arbeitsplätze
/ work places«.
Unter 337 Teilnehmern aus 27 Ländern wählte die Jury –
Vorsitzender war der Direktor des Niederländischen Architektur-
Instituts NAI, Aaron Betsky – die vierteilige Fotografieserie
von Daniela Finke aus, die in leicht verfremdeter Bildsprache eine merkwürdig
beklemmende Beziehung zwischen Arbeitenden und Arbeitsorten in öffentlichen
und halböffentlichen Räumen
zeigt.
Die 28 besten Bildserien des zunehmend international bekannten, mit
5000 Euro dotierten Architekturfotografie-Preises werden beginnend mit
der Preisverleihung in der Bundeskunsthalle Bonn gezeigt.
Es erscheint ein Katalog (114 Seiten, 120 Farbabbildungen, Text deutsch/
englisch, Hardcover, Format quer 24 x 17 cm)
in der avedition für 24,80 Euro.
Der Eintritt ist frei.
Montag, 2. Mai |
21 Uhr
MONTAGS Modern Mainstream im Restaurant
Martin Sasse Band feat. Peter Bernstein Die Band des Kölner Pianisten Martin Sasse hat heute
Peter Bernstein, den zur Zeit wohl angesagtesten Gitarristen der New
Yorker Szene, zu Gast und bietet mit ihm anlässlich der Produktion
ihrer neuesten CD A Groovy Affair ein Programm aus Eigenkompositionen,
Standards und „American song tradition“.
Der Eintritt ist frei.
Alltag im antiken Petra Ein durch und durch persönlich gefärbter Beitrag
zur Interpretation der Resultate der aktuellen Grabungen im Stadtgebiet
und seiner Umgebung Vom Moment der Wiederentdeckung Anfang des 19. Jahrhunderts
bis zum Beginn intensiver wissenschaftlicher Ausgrabungen Ende der 80er
Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Wahrnehmung Petras hauptsächlich
durch die immer sichtbar gebliebenen Monumentalfassaden geprägt.
Dadurch setzte sich die Vorstellung von Petra als einer Stadt der Toten
und der Priester dermaßen fest, dass noch heute in vielen Touristenführern
Petra als solche charakterisiert wird. Da die Ausgrabungen im Stadtgebiet
und seiner Umgebung erst sehr spät begonnen haben, lassen sich
die teilweise äußerst phantasievollen Vorstellungen und Interpretationen
der Forscher, die Petra an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert besuchten,
noch heute nicht aus der archäologischen Literatur verbannen. Die
Resultate der in den letzten 20 Jahren durchgeführten Grabungen
geben nun eine recht gute Vorstellung vom Aussehen und der Struktur
Petras. Zudem haben es die Grabungsresultate erlaubt, aufschlussreiche
Einblicke ins Alltagsleben der Bewohner und ihrer religiösen Gebräuche
zu gewinnen.
Ueli Bellwald ist Leiter der Ausgrabungen von Petra National Trust im
Siq und seiner angrenzenden Gebiete sowie Restaurator der Ausgrabungen
der Universität Basel, der Brown University und des Institut Français
du Proche Orient.
Eintritt 8,- € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Montag, 9. Mai |
11 Uhr
Symposium im Forum
in Kooperation mit der Leibniz-Gemeinschaft als Beitrag zum Einstein-Jahr
2005
Gott würfelt nicht – oder doch?
Weltdeutungen mit und nach Einstein Albert Einstein hat die Welt verändert: Seine Entdeckungen
haben das Verständnis von Kosmos, Realität und Zeit revolutioniert
und viele sicher geglaubte Erkenntnisse der Naturwissenschaften umgestürzt,
scheinbar stabile Weltbilder ins Wanken gebracht. Entsprechend reserviert
reagierte zunächst die Wissenschaft auf seine Publikationen, und
die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen aus seinen Arbeiten ist
bis heute nicht abgeschlossen. Physik und Philosophie, Technik und Theologie
setzen sich nach wie vor mit den Möglichkeiten konsistenter Weltdeutung
mit und nach Einstein auseinander. Welches Erbe hat der geniale Physiker
den Natur- und den Geisteswissenschaften hinterlassen? Welche Fragen
stellt er an die Interpretation der Welt? Muss auch seine eigene Aussage,
dass Gott nicht würfelt, relativiert werden?
Vorträge zu den Themen Kosmologie, Philosophie, Wissenschaftstheorie,
Technik und Theologie befinden sich in Vorbereitung.
Anmeldung / Programm:
Bitte richten Sie Ihre schriftliche Anmeldung nur an die
Leibniz-Gemeinschaft
Eduard-Pflüger-Str. 55
53113 Bonn
Telefon 0228 / 30815-0
Telefax 0228 / 30815-255 winzer@leibniz-gemeinschaft.de www.leibniz-gemeinschaft.de
Eine Bestätigung erfolgt nicht.
Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben.
Montag, 9. Mai |
21 Uhr
MONTAGS Soul-Jazz im Restaurant
String Time Das Quintett des Bonner Gitarristen Gregor Salz ist mit jazzigen
Standards und groovigem Soul der 70er Jahre zu hören. Der Eintritt
ist frei.
Das Land jenseits des Jordans in biblischer Zeit Prof. Dr. Dr. Dieter Vieweger
Die Eisenzeit Palästinas ist dem christlichen Abendland unter anderem
Namen gut vertraut: Es ist die Epoche des Alten Testaments. Nur wenigen
ist bekannt, dass Juda und Israel damals im ostjordanischen Bereich
respektable Königtümer angrenzten: Ammon, Moab und Edom. Diese
teilten – und das wird im Vortrag eine wichtige Rolle spielen
– mit ihnen nicht nur die gleiche Herkunft, sondern auch einen
ähnlichen Glauben und in vielen Bereichen auch ein vergleichbares
Schicksal.
Außerdem stießen die so genannten Seevölker –
unter ihnen die später im Alten Testament Philister genannte Gruppe
– während der frühen Eisenzeit auf dem Land und Seeweg
vom Balkan und dem ägäischen Meer herkommend bis nach Ägypten
vor. Dabei verlor Ägypten die palästinische Küstenebene
an die Seevölker, die dann auf lange Zeit in etwa im Bereich des
heutigen Gaza-Streifens heimisch wurden.
Prof. Dr. Dr. Dieter Vieweger ist Direktor des Biblisch-Archäologischen
Instituts Wuppertal, hat eine Forschungsprofessur an der Privatuniversität
Witten-Herdecke inne und leitet verschiedene archäologische Forschungsprojekte
in Jordanien, Israel und Italien.
Eintritt 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Lesung und Jazz im Forum Zwischen Zauber und Zeichen
Khalid Al-Maaly, geboren 1956, verließ 1979 aus politischen Gründen
den Irak. Er lebt seit 1980 als Schriftsteller, Übersetzer (darunter
Jandl und Schwitters) und Verleger (Al-Kamal-Verlag) in Köln. 1991
erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
Hussain Al-Mozany wurde 1954 in Amarah / Südirak geboren. Er wuchs
in Bagdad auf. Seit 1980 lebt er in Deutschland. Er veröffentlichte
zahlreiche Erzählungen und Romane in arabischer Sprache und übersetzte
Bachmann, Benn, Grass u. a. ins Arabische.
Sandra Borgmann, 1974 in
Mühlheim an der Ruhr geboren, kann schon auf eine Reihe ambitionierter
Projekte zurück blicken. Sie bekam 1998 in Helmut Dietls Kinofilm
„Late Show“ eine Rolle, sorgte 2001 mit dem Tatort „Fette
Krieger“ für Schlagzeilen. Seitdem zahlreiche Rollen in Theater,
Film und TV (darunter die Vorabend-Serie „Berlin-Berlin“).
AHOAR ist eine Neuformation zweier irakischer Konzertmusiker, eines
belgischen Jazzpianisten und eines Jazzkontrabassisten aus Deutschland.
Die vier wagen mit diesem Projekt ein einzigartiges Experiment, indem
sie zwei sehr unterschiedliche Musikstile miteinander verbinden und
sich auf musikalisches Neuland begeben.
Anregende Ausstellungen, hochkarätige Open-Air-Konzerte mit internationalen
Stars, erlebnisreiche Aktionen zum Mitmachen, Sonderführungen,
großes Kinder-Spaß-Programm und viele Überraschungen
– das bietet das Museumsmeilenfest auch im Jahr 2005. Vom 25.
bis 29. Mai lädt die Bonner Museumsmeile zum Mitmachen und Feiern
ein.
In dieser Zeit zeigt die Kunst- und Ausstellungshalle zwei hochkarätige
Ausstellungen: Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern
und 10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien.
Open-Air-Konzert auf dem Museumsplatz Chico & The Gypsies
Auch 2005 plant die Bundeskunsthalle zum Auftakt des Museumsmeilenfestes
wieder eine Museumsmeilenfest-Benefizparty. In diesem Jahr werden Chico
& The Gypsies dem Publikum auf dem Museumsplatz einheizen. Der Mitbegründer
der legendären Gypsy Kings und seine Band entzünden ein wahres
Feuerwerk ausgelassenen und tanzbaren Rhythmen. Natürlich werden
auch alle Hits der Gypsy Kings nicht fehlen.
Der Eintritt beträgt 5,- €. Karten gibt es nur über die
Ticket-Hotline-Bonn 0800 / 175 27 50, an der Kasse der Bundeskunsthalle,
bei Karstadt Bonn sowie den Zweigstellen des General-Anzeigers.
Vortrag in der Ausstellung Die ältesten Kupferabbaustätten der Welt.
Neue archäologische Forschungen zur alten Metallurgie in Feinan,
Jordanien Prof. Dr. Andreas Hauptmann, Bergbaumuseum Bochum
Feinan ist nicht nur einer der archäologisch ältesten, sondern
auch am besten erhaltenen Kupferlagerstätten der Alten Welt. Hier
sammelte der Mensch bereits vor 10 000 Jahren grüne Erze und verarbeitete
sie zu Schmuck und Puder. Um 4500 v. Chr. lernte man, aus dem Erz Metall
zu schmelzen. Zunächst als „Prestigewerkstoff“, dann
als Metall zur Herstellung von Geräten und Waffen verwendet, gelangte
Kupfer aus Feinan in die Gebiete der Hochkulturen des frühen Jordaniens
und Israels, vielleicht sogar ins Nildelta. Durch moderne naturwissenschaftliche
und archäologische Forschungen (Archäometallurgie) konnte
das Handwerk der alten Berg- und Hüttenleute entschlüsselt
und die Handelswege nachvollzogen werden.
Eintritt 8,- € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.