Mittwoch, 19. April | 20 Uhr
Bonn Chance!

bonn chance!
Experimentelles Musiktheater im Forum

Eine Kooperation von Theater Bonn und
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Deutschsprachige Erstaufführung
FAHRENHEIT 451
Kammeroper in einem Akt, basierend auf dem Buch von Ray Bradbury, für 5 Sänger und ein elektronisches Tape

Libretto und Musik von Brenton Broadstock
Deutsche Fassung von Christopher Sprenger
Inszenierung: Ralph Goertz
Ausstattung: Markus Lüpertz
Musikalische Leitung: Christopher Sprenger
Dramaturgie: Jens Neundorff v. Enzberg

In Kooperation mit der Kammeroper NRW

Bei 451 Grad Fahrenheit, das sind 232 Grad Celsius, beginnt Papier zu brennen.
In einem fiktiven totalitären Staat sind Bücher verboten, werden verbrannt, ausgelöscht. Ausgerechnet die Feuerwehr hat dafür zu sorgen, versteckte Bücher zu finden und sie in Brand zu setzen. Ein scheinbar absurdes Szenarium des 1920 geborenen Ray Bradbury. Doch wie die Vergangenheit und Gegenwart zeigen, nichts kann absurd genug sein, um nicht Realität  zu werden.
Natürlich gibt es Menschen die sich ihrer Basis beraubt sehen, die sich gegen die manipulierte Volksverdummung auflehnen, es gibt Helden und solche die es werden. Zu denen, die es werden, zählt der Feuerwehrmann Montag. Eigentlich hat er ein besonderes Gespür für ungewöhnliche Verstecke von Unbelehrbaren, die nach wie vor ihre Bücher horten. Jeder Einsatz seiner Brigade endet mit einem großen Feuer. Auf einem dieser Streifzüge finden er und seine Mannen eine Bibliothek, fette Beute. Eine alte Dame verteidigt die Bücher, ihre Freunde, mit ihrem Leben. Montag ist gleichermaßen schockiert und beeindruckt, so sehr, dass er in der Folge heimlich Bücher einsteckt und sie nachts fasziniert liest. Sein Leben verändert sich nachhaltig. Seine Frau Linda ist vom Sinneswandel ihres Mannes so befremdet, dass sie ihn denunziert. Der nächste Einsatz von Montags Brigade gilt seinem Haus.
FAHRENHEIT 451 ist als Stoff längst ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur. Letztlich auch durch die kongeniale filmische Umsetzung von François Truffaut aus dem Jahr 1966 mit Julie Christie und Oskar Werner in den Hauptrollen. Im Jahr 1992 gab es in Sydney die spektakuläre Uraufführung einer gleichnamigen Oper vom australischen Komponisten Brenton Broadstock, welche in Bonn als deutschsprachige Erstaufführung zu erleben ist. (Jens Neundorff v. E.) Für die Ausstattung zeichnet Markus Lüpertz verantwortlich, der zu den populärsten deutschen Malern unserer Zeit zählt. Bereits im Jahr 1991 entwarf er am Bremer Theater das Bühnenbild und die Kostüme zur Oper "Der Sturm" von Frank Martin nach William Shakespeare. Im Jahr 1996 entstand die Gestaltung von Bühnenbild und Kostümen zu Giuseppe Verdis Oper "Troubadour" in der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg und Düsseldorf.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn und des FONDS DARSTELLENDE KÜNSTE e.V.

Eintritt: 11 EUR / ermäßigt 5,50 EUR (Abendkasse, im Vorverkauf zzgl. Gebühren) BONNTICKET Vorverkauf

Weitere Aufführungen: 21., 22., 23., 25. und 26. April, jeweils 20 Uhr