

bonn
chance!
Experimentelles Musiktheater im Forum
Eine Kooperation von Theater Bonn und
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland
Uraufführung
JENSEITS DER SCHATTEN
Eine Multimedia-Oper
Libretto von Ralph Günther Mohnau
Musik von Vladimir Tarnopolski
Auftragswerk von Theater Bonn und Beethovenfest Bonn
Gefördert durch die Ernst von Siemens – Musikstiftung und vom Fonds Neues Musiktheater des NRW KULTURsekretariats
Musikalische Leitung: Wolfgang Lischke
Regie, Choreographie, Bühne, Kostüme und Computeranimation: Robert Wechsler, Babis Panagiotidis und Frieder Weiß (Palindrome Intermedia Performance Group)
Dramaturgie: Jens Neundorff v. Enzberg
Die drei Künste: Irina Oknina, Julia Rutigliano, N.N.
Drei Gefangene: Holger Falk, Andrej Telegin, N.N.
Sprecher: Wolfgang Jaroschka
Tanz: N.N.
musikFabrik
Platons Höhlengleichnis, berüchtigte und berühmteste Metapher der abendländischen Philosophie, hat über die Jahrhunderte gleichermaßen Beifall wie schroffe Ablehnung erfahren. Die Auseinandersetzung über die menschliche Erkenntnisfähigkeit hat bis heute nichts von ihrer Schärfe und Aktualität verloren. Der Schattenwelt der Höhle – dem Dunklen, Düsteren, nicht Fassbaren als scheinbare Wirklichkeit der Nichtwissenden – steht die Sonne und ihr Licht auf der anderen Seite entgegen. Zwischen diesen beiden Extremen siedelt der Star der russischen Avantgarde Vladimir Tarnopolski sein zweites Opernprojekt an. Symbolisch beschreibt das Werk den Aufstieg des Menschen aus dem Dunkel der Höhle zum Licht, zur höchsten Wirklichkeit.
Dabei sind es nicht die Philosophen, sondern die Künste, die den Menschen zur Wahrheit führen. Die Vertonung der zunächst abstrakten Texte, die sich der Kunst als Medium zur Erhöhung der Menschheit widmen, wird durch die Palindrome Intermedia Performance Group durch expressiven Tanz und dem Spiel mit Licht und Schatten visualisiert. Vladimir Tarnopolski, 1955 in Dnjepropetrowsk (Ukraine) geboren, gehört zu dem kleinen Kreis russischer Komponisten, der auch über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus eine bedeutende Rolle in der zeitgenössischen Musik spielt. In seinen Werken ist Vladimir Tarnopolski permanent auf der Suche nach komplexen Sounds und Farben im Spannungsfeld von Konsonanz und Dissonanz, zwischen Geräusch und Klang, im Kontext postmoderner Theatralik, immer gepaart mit einem Schuss Ironie und surrealistischer Groteske.
Eintritt: 11 EUR / ermäßigt 5,50 EUR (Abendkasse, im Vorverkauf zzgl. Gebühren) ![]()
Weitere Aufführungen:
22., 23., 24. und 26. September, jeweils 20 Uhr