Herstellen von Amphoren, den Containern der Antike mit Eva Piel, Künstlerin und Kunstpädagogin
Die Teilnahme ist frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
“Poesie kann in allem sein“ (Pawel Tretjakov)
Literatur, Musik und Kunstgespräche in Tretjakows Bildergalerie Simon Nabatov (Piano), theater taktil (Schauspiel)
Sein Leben lang war der leidenschaftliche Sammler Pawel Tretjakow auf der Suche nach dem Poetischen und Wahrhaftigem in der Kunst. Es war sein erklärtes Ziel, der Welt einen Querschnitt russischer Kunstgeschichte zu präsentieren, als er Mitte des 19. Jahrhunderts in Moskau mit dem Aufbau seiner Bildergalerie begann. Dies fiel in eine Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Veränderungen, die auch im gesamten Bereich der Kunst eine regelrechte Aufbruchstimmung hervorrief. Tretjakovs Sammelstrategie blieb davon nicht unberührt; schon früh erwarb er konsequent die Werke der russischen Moderne.
Die außergewöhnliche Sammlerpersönlichkeit Tretjakow steht im Mittelpunkt des Themenabends, der sich aber auch weiteren bedeutenden, von ihm bewunderten Schriftstellern (Dostojewski, Tolstoi), Komponisten (Mussorsky, Rimsky-Korsakow) und Malern (Kramskoj, Repin) widmen wird. Schauspieler inszenieren die historischen Figuren. Kunstvermittler erläutern in Gesprächen einzelne Kunstwerke der Sammlung.
Der in Köln lebende russische Pianist Simon Nabatov schreibt ein eigenes Konzertprogramm für diesen Abend.
Eintritt frei. Exklusiv für ArtCard-Inhaber. Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich:
Fax 0228 / 9171-244, paedagogik@kah-bonn.de oder per Post.
Die Bedeutung der russischen Symbolisten für die russische Kunst des Fin de siècleund des beginnenden 20. Jahrhunderts wird im Vergleich mit Arbeiten der anderen Künstler in der Ausstellung deutlich. Die symbolistischen Maler, die dem Realismus und dem impressionistischen Naturalismus ablehnend gegenüberstanden, schufen in ihrer Kunst eine imaginäre Wirklichkeit jenseits des Sichtbaren; in ihren Bildern beschworen sie suggestive (Alp)träume, Visionen, Märchen und Fantasmen herauf. In Russland gelten Michail Wrubel und Viktor Borissow-Mussatow als die Begründer dieses neuen Stils in der Malerei. Wrubel, dessen fantastische Gestalten häufig durch die russische Folklore und Literatur inspiriert sind, und Borissow-Mussatow, der Maler nostalgischer Frauenfiguren in mystisch-verklärten Landschaften, werden anhand wichtiger Werke vorgestellt.
Dr. Beate Marks-Hanßen ist Kunsthistorikerin mit den Schwerpunkten Kunst des späten 19. und des 20. Jahrhunderts, Klassische Avantgarde, Kunstpolitik des Nationalsozialismus.
Anregende Ausstellungen, hochkarätige Open-Air-Konzerte mit internationalen Stars, erlebnisreiche Aktionen zum Mitmachen, Sonderführungen, großes Kinder-Spaß-Programm und viele Überraschungen – das bietet das Museumsmeilenfest auch im Jahr 2007. Vom 6. bis 10. Juni lädt die Bonner Museumsmeile zum Mitmachen und Feiern ein.
In dieser Zeit zeigt die Kunst- und Ausstellungshalle hochkarätige Ausstellungen: Ägyptens versunkene Schätze entführt die Besucher nicht nur auf eine Reise ins alte Ägypten, sondern auch in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt. Für die Ausstellung Russlands Seele wurden 150 herausragende Gemälde, Ikonen und Zeichnungen aus der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, ausgewählt, die heute als weltweit bedeutendste Sammlung russischer Kunst gilt. - das Programm -
In diesem Jahr sorgt die kölsche Kultband Bläck Fööss zum Auftakt des Museumsmeilenfestes für Stimmung. Seit über 30 Jahren ist die Band eine Kölsche Institution. Nicht nur im Karneval werden Hits wie M’r losse d’r Dom en Kölle, Et Spanien-Leed, In unserem Veedel und Drink doch eine met überall im Rheinland begeistert mitgesungen. Ihre Konzerte werden so zu ausgelassenen Festen, bei denen getanzt, geschunkelt und gelacht wird. Kaum ein Besucher kann sich ihrem Charme entziehen. Unter dem Motto „Leeder für üch“ präsentieren die Black Fööss in Bonn Lieder ihrer neuen CD "Do laach et Hätz, do jrins die Fott" und viele weitere Hits aus ihrem reichen Repertoire.
Der komplette Erlös kommt einem karitativen Zweck zugute.
Tickets: 6,65 EUR (inkl. Gebühren)
Karten gibt es ausschließlich über die Ticket-Hotline Bonn 0800 175 2750, an der Kasse der Bundeskunsthalle, bei Karstadt Bonn, Mr. Music, Kaufhof Bonn sowie den Zweigstellen des General-Anzeigers.
Wissenswertes rund ums Tauchen Mit Sabine Klassen, Berufstaucherin und Tauchlehrerin, www.spacediving.de Die Teilnahme ist frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Die im Umkreis des Sammlers Tretjakow entstandenen und teilweise in seinem Auftrag gemalten Porträts von Vertretern des russischen Kulturlebens stellen einen Höhepunkt einer sich einerseits an den westlichen Entwicklungen orientierenden, anderseits auch bewusst abgrenzenden Porträtkunst in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts dar. Waren die frühen Porträts aus der Sammlung Tretjakow noch stark von dem westeuropäischen, höfischen Repräsentationsgedanken geprägt, so zeigen sich bei den Porträts des 19. Jahrhunderts zunehmend spezifisch russische Elemente. Fast immer verband sich mit dem Porträtauftrag auch eine Repräsentationsabsicht, die über das rein Abbildende hinausging und Lebensumstände, Wirkungsabsicht und das Selbstverständnis einer ganzen Epoche zu erkennen gab.
Dr. Eva-Christine Raschke ist Kunsthistorikerin und Historikerin, Dozentin für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung an verschiedenen Akademien und Hochschulen. Teilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung
Die Stechfliege (Ovod) Russland 1955
Regie: Aleksandr Fajntsimmer, Iosif Shapiro
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Erzählt wird die Geschichte eines italienischen Freiheitskämpfers (genannt „die Stechfliege“) im Befreiungskampf Italiens von der Österreichischen Herrschaft im 19. Jahrhundert, der als Protagonist der Revolution nach schillernden und romantischen Abenteuern den Heldentod stirbt.
Film nach dem Roman The Gadfly von Ethel Lilian Voynich, 1897 in den USA erschienen. Das Thema hatte nach dem Sieg der Revolution in Russland einen ungeheuren Erfolg. Die Novelle über die Kämpfe und Leiden eines internationalen Aktivisten in Italien war in der Sowjetunion ein Bestseller und Schullektüre.
Die in Form einer zwölfsätzigen Suite gehaltene Filmmusik (op. 97) erfreut sich in ihrer Vielfalt und ihrem Ideenreichtum großer Beliebtheit.
Im Rahmen von „Lange Bonner Theaternacht“
Im Café zu den Winden – Laura und Jonathan kommen nicht aneinander vorbei. Ein Bruchstück
von und mit Corinna Harfouch und Wolfgang Krause Zwieback
Zum ersten Mal veranstaltet Bonn unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann eine Lange Theaternacht. Etwa 20 Institutionen beteiligen sich mit kurzen Produktionen und verschaffen neben einem Gesamtüberblick über die Vielfalt des Bonner Theaterschaffens auch mancherorts einen Blick hinter die Kulissen. Shuttle-Busse werden die Spielstätten verbinden, bis die Nacht mit einer Party in der Oper endet.
Mit Corinna Harfouch und Wolfgang Krause Zwieback konnte die Bundeskunsthalle zwei großartige Künstler gewinnen, die speziell für diesen Abend ein ebenso gehaltvolles wie humorvolles Stück erarbeitet haben.
Ticketpreise: 15 EUR, ermäßigt 10 EUR
(im Vorverkauf inkl. Gebühren 16 EUR / 11 EUR)
Das Ticket gilt für alle Angebote.
Sonntag, 17. Juni | 10.30 Uhr
SOMMERGARTEN
Boogie Woogie auf dem Dachgarten Sascha Klaar & Band in Zusammenarbeit mit dem General-Anzeiger, Bonn
Der Eintritt ist frei.
Ein Ägyptologe packt aus mit Sebastian Schaaps, Ägyptisches Museum der Universität Bonn
Die Teilnahme ist frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Der Moskauer Industrielle Pawel Tretjakow suchte, wie viele seiner Epoche, nach der „russischen Seele“. Er meinte sie in der Malerei zu finden. Hier definierte und formte sich für ihn „Heimat“. Die wollte er sammeln: große Schicksalsmomente russischer Geschichte, alltägliche Tragödien und die phantastischen Welten der russischen Volksmärchen in Bildern. Wie seinem Zeitgenossen, Dostojewski, kam es Tretjakow dabei auf die „innere Wahrheit“ und die „Wahrhaftigkeit“ des Dargestellten an. Die russische Historien- und Genremalerei des 19. Jahrhunderts ist geprägt durch Ausdrucksstärke, ungeschönte Klarheit und emotionale Tiefe. Sie versucht den Menschen in seinem Innersten zu erfassen – ob nun Zar, Bauer oder Edelmann.
Dr. Susanne Blöcker ist Kunsthistorikerin mit den Schwerpunkten romantische und realistische Malerei und Fotografie des 19. Jahrhunderts und Kuratorin verschiedener Ausstellungsprojekte. Teilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung
Donnerstag, 21. Juni | 15 Uhr und 18 Uhr
Freitag, 22. Juni | 15 Uhr und 18 Uhr
Samstag, 23. Juni | 15 Uhr und 18 Uhr
Sonntag, 24. Juni | 15 Uhr und 18 Uhr
Bilder einer Ausstellung und mehr Michael Riessler: Bassklarinette und Saxophon
Pierre Charial: Drehorgel
Michael Riessler ist Klarinettist, Saxophonist und Komponist irgendwo zwischen Neuer Musik, Folklore und Jazz und zählt zu Deutschlands innovativsten Musikern. Pierre Charial heißt der Mann an der Drehorgel, der den Kompositionen eine sehr eigenwillige Färbung gibt. Geboren 1943 in Lyon, studierte Charial am Lyoner Conservatoire. 1971 „entdeckte“ er sein Instrument. Er spielt eine extra für ihn von André Odin gebaute Drehorgel. Die Lochkarten, mit denen sie gesteuert wird, stanzt Charial in seinem speziell eingerichteten Pariser Atelier. Er interpretiert Musik für mechanische Instrumente von klassischen Komponisten wie Haydn, Mozart und Händel sowie Werke zeitgenössischer Komponisten. Wer den ehemaligen Fagottisten und sein ausgefallenes Instrument auf der Bühne erlebte, weiß, dass Charial seine faszinierende „Musikmaschine“ durch Feinheiten beim Stanzen der Lochkarten und vor allem wohldosiertes Kurbeldrehen höllisch zum Swingen bringen kann.
Für den Eintritt zu den ca. 30-minütigen Kurzkonzerten gilt die Eintrittskarte zur Ausstellung.
Elisabeth Leonskaja Sergei Prokofjew (1891 – 1953), Sarkasmen, op. 17
Dmitri Schostakowitsch ( 1906 – 1975), Klaviersonate Nr. 2 H-moll, op.61
Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Große Sonate G-Dur, op. 37
Seit Jahrzehnten gehört Elisabeth Leonskaja zu den gefeierten großen Pianistinnen unserer Zeit. In einer von den Medien dominierten Welt bleibt Elisabeth Leonskaja sich und der Musik treu, ganz in der Tradition der großen sowjetischen Musiker, wie u.a. David Oistrach, Swjatoslaw Richter, Emil Gilels, denen es trotz schwierigster politischer Bedingungen stets um die Quintessenz der Musik ging. Ihre fast legendäre Bescheidenheit macht Elisabeth Leonskaja noch immer medienscheu. Betritt sie aber die Bühne spürt das Publikum die Kraft, die daraus erwächst, dass sie die Musik als ihre Lebensaufgabe empfindet und pflegt. Heute ist aus der „Tasten-Löwin“ eine reife Ausnahmepianistin geworden, die ihre Virtuosität nie in den Vordergrund stellt und überall wärmstens gefeiert wird.
Lange Nacht zur Sommersonnenwende
auf dem Dach der Kunst- und Ausstellungshalle
(bei schlechtem Wetter im Forum) In Kooperation mit dem WDR Köln (Live-Übertragung)
Unterwanderers Nachtlied – Schöpfung und Verschwörung – Nächtliche Lesung von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang Es moderieren Martin Stankowski und Roger Willemsen.
In jedem Mythos ist über den Ursprung von Welt und Mensch immer auch eine Verschwörung enthalten – von Evas Versuch, Weisheit zu erlangen und im biblischen Paradies die Früchte vom verbotenen Baum zu essen über den Aufstand des Prometheus gegen die Götter bis zu der Konspiration des Gilgamesch gegen seine Muttergöttin. Verschwörung und Schöpfung gehören offensichtlich zusammen.
Auf dem Dach der Bundeskunsthalle „den Göttern ganz nah“ garantieren die verschworenen Moderatoren mit zahlreichen Gästen (u. a. Jürgen Becker) aus Literatur und Musik für eine unvergessliche, unterhaltsame Nacht.
Für Gastronomie wird gesorgt
Eintritt: 25 EUR / ermäßigt 20 EUR ( im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Abendkasse 26 EUR / ermäßigt 21 EUR
Herausforderungen der Unterwasserarchäologie mit Dr. Hanz Guenter Martin Deutsche Gesellschaft für Unterwassserarchäologie - DEGUWA Vizedirektor
Die Teilnahme ist frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
"Für mich liegt die Schönheit ganz in der Wahrheit" –
der russische Künstler Ilja Repin
Ilja Repin ist einer der bedeutendsten russischen Künstler, der bereits zu Lebzeiten sowohl in Russland als auch in Europa Bekanntschaft erlangte. Er war Mitglied der so genannten Wandermaler-Vereinigung und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Begründung und Entwicklung der russischen Kunst. Zu Sowjetzeiten wurde Repin als "Vorreiter" des Sozialistischen Realismus vereinnahmt. Nun gilt es ihn als hervorragenden Maler und Porträtisten sowie aufmerksamen Beobachter seiner Zeit neu zu entdecken. Das Augenmerk richtet sich dabei besonders auf das monumentale Gemälde Kreuzprozession im Gouvernement Kursk, das erstmals in Deutschland zu sehen ist, sowie auf Porträts von Zeitgenossen, wie Leo Tolstoi, dem Komponisten Modest Musorgski oder dem Sammler Pawel Tretjakow.
Elina Knorpp M.A. ist Kunsthistorikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Jacobs University Bremen mit den Forschungsschwerpunkten Russische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Teilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung
Das neue Babylon Russland 1929
Regie: Grigori Kozintsew, Leonid Trauberg
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Vor dem Hintergrund der Niederschlagung der Pariser Commune 1871 wird die Geschichte von Louise und Jean erzählt, deren Liebe in Zeiten des offen ausgetragenen Klassenkampfes keine Chance hat. Louise, Verkäuferin im Kaufhaus "Das Neue Babylon" ist engagierte Kommunardin, Jean, ein politisch unbedarfter junger Mann vom Lande, steht als Soldat im Dienst der französischen Armee und ist gezwungen, die Commune zu bekämpfen. Das neue Babylon lebt von seinem furiosen Tempo und der karikaturistischen Überzeichnung. In den experimentellen Charakter des Films fügt sich perfekt die Musik des jungen Dmitri Schostakowitsch. Er komponiert eine Art musikalischer Montage: Walzer, Cancans und Operetten sind ebenso verwendet wie französische Volksmusik und Revolutionslieder.