Preview im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Arbeiten für die Ewigkeit -
Der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz ein Film von Walter Smerling / 45 min.
Markus Lüppertz und Walter Smerling sind anwesend.
Erstausstrahlung:
ARD am 8. März, 23 Uhr 45
„Du musst die Wirklichkeit jeden Tag neu erfinden.“ Davon ist Markus Lüpertz, der international anerkannte Maler und Bildhauer, überzeugt und gestaltet jeden Tag so, als wäre es sein letzter. Eine Vielzahl dieser Tage begleitet Walter Smerling den Künstler und porträtiert ihn auf unterhaltsame Weise sowohl vor dem Hintergrund seiner Arbeit als auch seines Lifestyles: Markus Lüpertz, der hart arbeitende Künstler, Malerfürst und Akademierektor einerseits, der Genießer, Dandy und Bonvivant andererseits. Diese zwei Seiten sind nicht voneinander zu trennen. Gerade das macht die besondere Faszination seiner Persönlichkeit aus. So entsteht ein lebendiges Portrait, das für den Kunstfreak ebenso interessant ist wie für den Museumsmuffel.
Die Kunst ist für Markus Lüpertz sein Lebenselixier. Sie ist „wie eine Pflanze, die verdorrt, wenn man sie nicht ausreichend gießt“. Die Kamera begleitet ihn, wenn er Bilder und Skulpturen schafft, und zeichnet die Entstehung der spektakulären Merkur-Statue für den Bonner Post-Tower nach, die mit zehn Meter Höhe eine der größten zeitgenössischen Skulpturen überhaupt ist. Wir erleben Markus Lüpertz aber auch als Redner und Poeten, als Musiker, der Freejazz liebt, Familienvater und Geschichtenerzähler - und immer wieder als amüsanten, unterhaltsamen, schlagfertigen Menschen mit einer Vorliebe für Autos, Mode und gutes Essen.
Der Eintritt ist frei. Die Platzzahl ist begrenzt.
ANGKOR - Rahmenprogramm
Dienstag, 6. März | 19.30 Uhr
und Mittwoch, 7. März | 19.30 Uhr
Tempelstätten und ihr skulpturaler Reichtum sind, neben archäologischen und epigraphischen Funden, Zeugen der Khmer-Kultur. Ab ca. 5000 v. Chr. gab es erste Siedlungsgebiete entlang des Mekong, der das Land der Khmer mit dem Reichtum des Wassers versorgte. Das erste bedeutende Königreich Funan (1. Jh. n. Chr.) entstand am Mekong-Delta und entlang der Küste. Von dort wurde ein reger Handel mit China und Indien betrieben, der nicht nur fremde Handelsgüter brachte, sondern das Land auch reichlich mit Kulturgütern beschenkte. Diese erzählen die Geschichte diese Kulturvolkes. In Anlehnung an vorhandene Ausstellungsstücke wird das Leben der historischen Khmer-Zivilisation geschildert.
Dr. Annette Heitmann, Lehrbeauftragte an der Universität Bonn, Indologie. Forschungsschwerpunkte: Indische Religion und Philosophie und ihre Ausbreitung in Südostasien sowie Tempelkultur und Skulptur in Indien und Kambodscha
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, schriftliche Anmeldung erforderlich: Fax 0228 91 71 244, paedagogik@kah-bonn.deoder auf dem Postweg.
Teilnahme in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Werkstattgespräch zur Premiere POWDER HER FACE von Thomas Adès
Oper in zwei Akten
Libretto von Philip Hensher
Inszenierung: Werner Schroeter
Weitere Informationen siehe Premiere am 15. März.
Der Eintritt zum Werkstattgespräch ist frei.
Montag, 12. März | 20.30 Uhr
MONTAGS Jazz im Restaurant Diners Club Band Der Eintritt ist frei.
Rahmenprogramm zur Ausstellung Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas
Vortrag im Forum Vishnu, Shiva und Buddha: Die Rolle der Religionen für die Oberschichten der Khmer
Prof. Dr. Manfred Hutter
Die ursprünglich in Indien beheimateten Religionen des Hinduismus und Buddhismus haben in Kambodscha in veränderter Form Fuß gefasst. Welche Bedeutung diese religiösen Traditionen für die politische Macht, aber auch für die Welt- und Gesellschaftsdeutung der Oberschicht hatte, soll dabei genauso geschildert werden wie die Veränderung, die der Buddhismus gegen Ende der Angkor-Periode erfahren hat, wodurch Kambodscha heute zu den wichtigsten südostasiatischen Ländern des Theravada-Buddhismus gehört. Manche hinduistische Traditionen sind jedoch für das kambodschanische Königtum bis zur Gegenwart bedeutend geblieben.
Prof. Dr. Manfred Hutter, Vergleichende Religionswissenschaft, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn
POWDER HER FACE Oper in zwei Akten von Thomas Adès
Libretto von Philip Hensher, Inszenierung: Werner Schroeter
Musikalische Leitung: Thomas Wise
Herzogin: Julia Rutigliano
Zofe, Vertraute, u.a.: Eva Resch
Elektriker, Kellner, u.a.: Mark Rosenthal
Hotelmanager, Herzog, u.a.: N.N.
Beethoven Orchester Bonn
Seit Jahren setzt sich die Reihe BONN CHANCE! mit experimentellen Musiktheaterformen auseinander. Dabei liegt der Schwerpunkt nach wie vor bei Uraufführungen. Doch gibt es auch Werke des zeitgenössischen Musiktheaters, die eine zweite, eine „BONN“ Chance, einen Anschub brauchen, oder die einfach auf die Bonner Bühne gehören. Zu Letzterem zählt ohne Frage der Opernerstling des 1971 in London geborenen Thomas Adès, der 1995 im Rahmen des Cheltenham Festivals im Auftrag der Almeida Opera London uraufgeführt wurde: 1996 folgte die Deutschlandpremiere, 1997 die erste szenische Aufführung in den USA, insgesamt weltweit 50 Inszenierungen. In der Zwischenzeit ist Adès „... über seinen Status als Wunderkind einer betriebsamen britischen Szene hinausgewachsen und zu einer der eindrucksvollsten Gestalten der zeitgenössischen Musik geworden (The New Yorker)“. POWDER HER FACE zeigt in acht Szenen entscheidende Stationen des Lebens der Herzogin von Argyll, einer authentischen Figur des vergangenen Jahrhunderts, ihren Glamour und ihren tiefen Absturz. Im Zentrum steht dabei vor allem ihr Scheidungsprozess und die diesem vorausgegangene kompromittierende Szene, auf einem Polaroid festgehalten, die sie beim oralen Geschlechtsverkehr zeigt. Den mit 65.000 Worten ausformulierten Urteilsspruch kommentierte die Kompromittierte mit der berühmten Zeile aus Websters „Duchess of Malfi“: “I am a Duchess still.” Die Musik von Thomas Adès wirkt leicht, unterhaltsam, immer am szenischen Geschehen, dabei nie verstörend. Der musikalisch kompositorische Rahmen reicht von Elementen einer Kabarett-Band und eines Tango-Orchesters bis hin zu dramatischen Strukturen aus dem 19. Jahrhundert. Die Musik erinnert zuweilen an Kurt Weill, Benjamin Britten oder Alban Berg, doch immer mit einem eigenen musikalischen Gestus und Duktus.
Einführungsvortrag im Forum/Lounge Das Königreich der Khmer – von Angkor bis zur Gegenwart
Die Region Angkor im nördlichen Kambodscha beherbergt eine Reihe atemberaubender Tempelanlagen, von denen Angkor Wat die bekannteste und spektakulärste ist. Die Entstehung und der Fall dieser einzigartigen Kultur im Zeitraum vom 9. bis zum 13. Jahrhundert ist beispielhaft für die Geschichte Südostasiens. Im Spannungsfeld von indischen Religionen, eigener Machtentfaltung und Kriegsführung mit benachbarten Reichen entstanden sakrale Bauwerke zu Ehren der Könige und ihrer Götter. Bis heute sind die Anlagen des Khmer-Reiches Symbole der nationalen Identität Kambodschas.
Robert Kötter ist Vergleichender Religionswissenschaftler. Er forscht an der Universität Bochum zum Thema „Religiöser Pluralismus".
Teilnahme in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Montag, 26. März | 20 Uhr
In der Reihe ABENDS Irish Spring 2007 – Festival of Irish Folk Music im Forum
Der wohl zur Zeit bedeutendste Dudelsackvirtuose John McSherry kommt mit seinem Ensemble „At first Light“ zum ersten Mal nach Deutschland. Junge Wilde sind regelmäßig zu Gast bei Irish Spring und dokumentieren die Intensität der jungen irischen Szene. Diesen Part übernehmen 2007 Clan Ranald. Was wäre ein Irish Spring Festival ohne Gänsehautstimmen? Ein besonderer Leckerbissen ist diesmal der Auftritt der gälisch (im alten Stil Sean-Nós) singenden Sängerin Bríd Ni Mhaoileoin. Ein Novum ist die Verpflichtung der jungen Stepp-Tänzerin Lisa Jordan, deren perkussive Tanzeinlagen überraschende Augenblicke sein werden. Kein Irish Spring Festival ging bisher ohne „Session“, dem Festivalfinale, zu Ende. Das wird auch 2007 so bleiben, wenn alle Musiker noch einmal die Bühne stürmen und das Publikum mitreißen in einen Sog aus Songs und Tänzen.
At first Light
feat. John McSherry and Dónal O´Conner
The Legend of Uilleann Pipes
Bríd Ni Mhaoileoin ist leider erkrankt.
Für sie kommt: Tina McSherry
MONTAGS Jazz im Restaurant Blue Mood Bigband Die Blue Mood Bigband mit Sängerin Lotte Gaertig unter Leitung von Jürgen Dietz spielt ein Programm aus Arrangements bekannter Titel aus Swing über Latin bis Rock. Der Eintritt ist frei.
Vortrag im Forum Das goldene Zeitalter der Khmer im Spiegel der Tempel Jayavarmans VII.
Unter der Herrschaft Jayavarmans VII. (1181 - 1220) erreichte das Khmer-Reich seine größte Ausdehnung. Er gilt als bedeutendster Baumeister Angkors. So zählt der Tempel Bayon, neben Angkor Wat, zu den beeindruckendsten, schönsten und auch geheimnisvollsten religiösen Bauwerken der Erde. Wie kaum ein anderes architektonisches Monument stellt es nicht nur das religiöse Weltbild seines Erbauers dar, sondern gibt auch Einblicke in das Selbstverständnis dieses Herrschers, der als größter König Angkors gilt. Neben dem Tempel Bayon wird außerdem die Tempelanlage Preah Khan vorgestellt.
Prof. Dr. Thomas S. Maxwell, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, ist Leiter der Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte, Universität Bonn.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR