Scheidung auf italienisch (Divorzio all’Italiana) Italien 1961, Regie: Pietro Germi, 105 Min.
Mit Marcello Mastroianni, Daniela Rocca, Stefania Sandrelli
In allen Ländern der Erde haben Eheleute auch das „Recht auf Scheidung“ - nur in Italien werden die Worte „bis dass der Tod Euch scheidet“ wohl noch (zu) wörtlich genommen. Also muss man sich da schon etwas anderes einfallen lassen, wenn man einmal aus dem Hafen der Ehe wieder ausbrechen will. Vor diesem Problem steht der angesehene sizilianische Baron Ferdinando Cefalu. Seine Frau Rosalia geht ihm eigentlich seit langem nur noch auf den Nerv – als er dann die bezaubernde Klosterschülerin Angela kennen lernt, ist es völlig aus. Von da an ist er nur noch von einem Gedanken beseelt: Wie kann er Rosalia ins Jenseits befördern, ohne dafür die gesamte Wucht des Gesetzes zu spüren zu bekommen?
Bewundernswert ist der Ideenreichtum des Drehbuchs: Auf zahllose verschiedene Arten wird der Tod Rosalias herbei gedacht und dann auch visualisiert – kaum liest Ferdinando z.B. über die Weltraumfahrt in der Zeitung, schon sieht der Zuschauer Rosalia mit einer Rakete zum Mond geschossen ... Dieser Ideenreichtum wurde mit dem „Oscar“ für das beste Drehbuch belohnt. Ebenfalls nominiert waren Hauptdarsteller Marcello Mastroianni und die Regie Pietro Germis.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Ägyptens versunkene Schätze - Themenführung
Sonntag, 9. März | 15 Uhr - Achtung: Termin ausgebucht!
Golden Door (Nuovomondo) Italien / Frankreich 2006, Regie: Emanuele Crialese, OmU, 118 Min.
Mit Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Aurora Quattrocchi
Salvatore Mancuso lebt mit seinen Söhnen und der Mutter auf dem sizilianischen Land zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Fotografien aus Amerika lassen die armen Bauern staunen: Da sind Menschen mit Riesenzwiebeln und gigantischen Karotten zu sehen, und Münzen wachsen auf den Bäumen. Salvatore beschließt, mit seinen beiden Söhnen und der alten Mutter nach Amerika aufzubrechen.
Während der vier Wochen langen Schiffsreise drängen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft an Bord. Salvatore lernt die geheimnisvolle rothaarige Lucy kennen. In New York erwartet die Einwanderer ein Schock: Wenn sie ins Land eingelassen werden wollen, müssen sie zahlreiche Gesundheits- und Intelligenztests bestehen. Werden es die Mancusos schaffen?
Eine poetische Reise in die Vergangenheit mit stimmungsvollen, romantischen Bildern. „Golden Door“ wurde 2006 bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem „Silbernen Löwen für die beste Neuentdeckung“ ausgezeichnet und für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
TALKIN' JAZZ
Achtung: Terminverschiebung - statt 22. Februar neuer Temin: 13. März 2008 !
Bekannt wurde der Regisseur und Drehbuchautor Pepe Danquart 1994, als er für seinen Kurzfilm "Schwarzfahrer" (1993) den Oscar erhielt.
Er unterrichtete von 1984-1986 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und drehte vorwiegend Dokumentar- und Kurzfilme. Seine Filme schildern exemplarisch Symptome der deutschen Gesellschaft. Für „Heimspiel“ (1999, über die Berliner Eishockeymannschaft „Eisbären“), dem Beginn seiner Kinotrilogie der Sport-Dokumentarfilme erhielt er, wieder neben zahlreichen anderen Auszeichnungen, 2000 den Deutschen Filmpreis für die Beste Regie. Mit dem zweiten Film innerhalb der Trilogie „Höllentour“ (2004, über die Tour de France) setzte er neue Maßstäbe in der Sportfotografie. Der Dritte „Am Limit“, ein Film über die Extremkletterer Thomas und Alexander Huber, kam 2007 in die deutschen Kinos.
Pepe Danquart inszeniert auch Musikvideos und erfolgreiche Comercials. Im August 2006 hatte seine erste Bühnenarbeit, „Human Voices“ im Berliner Tipi Premiere.
Pepe Danquart ist Mitglied der Academy of Motion Pictures Arts and Science , der Europäischen Filmakademie und ist Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie.
Achtung: Die Eintrittskarten vom 22. Februar behalten ihre Gültigkeit bzw. können an der Vorverkaufsstelle, an der sie erworben wurden, zurückgegeben werden.
Arabisch-islamische Kunst in Sizilien unter den Normannen und den Staufern
Teilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung.
Montag, 17. März | 20 Uhrr
Festival of Irish Folk Music im Forum Irish Spring
Irlands musikalische Boten rufen zum mittlerweile achten Mal das jährliche Frühlingserwachen aus. Der Jahrgang 2008 des Irish Spring Festivals präsentiert einmal mehr aufregende junge Stars des Genres: Solistin Eithne Ni Chathain aus Kildare ist mit magischen gälischen vokalen Klangbildern a cappella und zur Geige eine der großen Überraschungen der letzten Jahre.
Nuala Kennedy, Meisterin der Holzflöte und Sängerin ist ein weit gereistes und gefeiertes Multitalent. Mühelos balanciert sie mit ihrer keltischen Band zwischen gälischer Erdigkeit und jazzigem Flirren.
Eine Traditional-Performance auf der Concertina, einem der kleinsten und dennoch umwerfendsten Folk Music Instrumente, versprechen Edel Fox und ihr Begleiter Ronan O'Flaherty aus dem County Clare. Mit einer frechen Dosis swingendem, innovativem, traditionell geerdetem Folk-Pops blasen Nabac, ein furioses Quintett aus Galway um Geigerin Liz Coleman und Sängerin Norianna Kennedy, den Staub vom Irish Folk Repertoire.
Kein Irish Spring Festival ging bisher ohne Session als Festivalfinale zu Ende. Auch in diesem Frühjahr werden alle Musiker noch einmal die Bühne stürmen und das Publikum in einen Sog aus Songs und Tänzen mitreißen bis der Vorhang fällt. Die Mitwirkenden:
Nuala Kennedy Band (Celtic Colours on Flute and Whistle) Eithne Ni Chathain (Pure Gaelic Voice from Kildare) Nabac (Young, Fresh and Creative Irish Tradition) Edel Fox& Ronan O'Flaherty (Traditional Virtuosos from County Clare)
Eintritt: 24,15 EUR / ermäßigt 21,40 EUR (im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Moderation: Dr. Anna Campanile, wissenschaftliche Angestellte am Romanischen Seminar der Universität Mainz
Der neun Jahre alte Giovanni Vetro lebt in einer Welt des Schweigens, der Omertà. Sein Vater, der Polizist Vincenzo, pflegt zu sagen: „Wenn man das Böse nicht sieht, existiert es nicht.“ – Eine Maxime, die ihm in Palermo nur nutzen kann. Denn Giovannis Vater versteht es geschickt, mehreren Herren zu dienen: Dem Staat und dem örtlichen Mafiaboss Matteo Scavone. Giovanni kommen dessen Vergünstigungen nur recht: Eine geflüsterte, nicht zu verweigernde Bitte beim Fernsehhändler des Viertels, und Stunden später steht das lang ersehnte Farbfernsehgerät im Wohnzimmer. Amerikanische Polizeiserien werden zu Giovannis großer Leidenschaft – und vermischen sich bedenklich mit der Wirklichkeit. Denn langsam beginnt auch der Junge zu begreifen, dass sein Vater in Gefahr ist...
„Der Sohn“ ist ein Glücksfall: geheimnisvoller, abgründiger Krimi und literarisches Psychogramm, ein Buch über die Zerbrechlichkeit des Lebens, über Väter und Söhne, über Vertrauen, Liebe und Hass. Und nicht zuletzt: ein mutiger Roman über das Innenleben der sizilianischen Mafia.
Giacomo Cacciatore wurde 1967 in Polistena, Kalabrien geboren. Seine Studienfächer waren Literatur und Sprachwissenschaften. Er lebt als Journalist und Korrespondent u.a. für La Repubblica in Palermo. Neben diversen Sachbüchern hat er bereits zwei Romane veröffentlicht und gilt als eines der großen literarischen Talente Italiens.
Teilnahmebeitrag: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
100 Schritte (I Cento passi) Italien 2000, Regie: Marco Tullio Giordana, OmU, 112 Min.
Mit Luigi Lo Cascio, Luigi Maria Burruano, Lucia Sardo, Paolo Briguglia, Tony Sperandeo
Das Leben schreibt die besten Geschichten. In diesem Fall ist es die Geschichte des Italieners Giuseppe Impastato, genannt Peppino, Sohn eines Mafioso aus dem kleinen Dorf Cinisi, unweit von Palermo, der einst rebellierte und aufstand gegen die sizilianische Mafia. Das war Mitte der 70er Jahre. 100 Schritte sind es zu Fuß vom Haus seines Vaters hinüber zu dem seines Onkels Gaetano Badalamenti, dem Viehzüchter, dem Boss, dem „Capo dei Capi“. Dass Peppinos Geschichte nicht gut ausgehen konnte, war klar: Am 9. Mai 1978 wurde Impastato, der unverbesserliche Anti-Mafia-Aktivist, ermordet.
Regisseur Marco Tullio Giordana hat ein Meisterwerk inszeniert, ein Publikumserfolg in seinem Heimatland Italien, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen: Auf dem Filmfestival Venedig 2000 erhielt 100 Schritte den „Goldenen Löwen“ für das beste Drehbuch, beim Filmfest in São Paulo den Publikumspreis für den besten Film. 2001 prämierte man ihn mit fünf David di Donatello, dem wichtigsten italienischen Filmpreis. Im selben Jahr war der Film für den Auslands-Oscar und den Golden Globe nominiert.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
MONTAGS Jazz im Restaurant
Montag, 24. März | 20.30 Uhr
MONTAGS Jazz im Restaurant Tom Drost Der in Belgien lebende Querflötist und Gitarrist Tom Drost verbindet in seiner Musik Jazz-, Pop-, Rock- und vor allem Folkelemente zu einem sehr abwechslungsreichen Programm. Neben seinen eigenen Kompositionen werden Rock- und Popsongs zu hören sein, die unter seiner improvisatorischen Kunst und Jazzeinflüssen einen ganz neuen Charakter entwickeln: Ein Abend nicht nur für Jazzfans!
Der Eintritt ist frei.
Talkin’ Jazz
Till Brönner trifft Yvonne Catterfeld
Der Mix aus informativem Gespräch und mitreißender Musik der Spitzenklasse ist längst zur festen Institution geworden. „Jazz selbst zu Wort kommen lassen und über Jazz sprechen" – so lautet das Konzept der erfolgreichen Reihe auch im vierten Jahr.
Yvonne Catterfeld nahm seit Ihrem 15ten Lebensjahr Klavier-, Gitarren-, Gesangs- und Tanzunterricht. Ihr Studium der Jazz- und Popularmusik absolvierte sie an der Musikhochschule Leipzig.
Größere Popularität verschaffte ihr die Rolle der Julia Blum in der RTL-Seifenoper "Gute Zeiten – Schlechte Zeiten". Mit dem Titel "Für Dich", produziert von Dieter Bohlen, Text von Lukas Hilbert, schaffte sie 2003 den musikalischen Durchbruch in Deutschland, als der Song von null auf Platz 1 in die deutschen Singlecharts einstieg. Ein Jahr später konnte sie diesen Erfolg mit "Du hast mein Herz gebrochen" (produziert von Dieter Bohlen, Text von Eko Fresh) wiederholen. Außerdem sang sie 2003 beim Abschiedskonzert von Modern Talking und im Vorprogramm von Nena und Mariah Carey. Ihre erste Moderation war bei Lucky Star; Silbermond war dort zum ersten Mal im Fernsehen. Außerdem moderierte sie Musikshows wie "The Dome" und "Deutschland sucht den Superstar" als Vertretung für die kranke Michelle Hunziker.
Auch ihr schauspielerisches Engagement führte sie weiter: Ab November 2005 spielte sie in der ARD-Telenovela "Sophie – Braut wider Willen" und 2006 stand Catterfeld in dem RTL-Mystic-Thriller "Das Geheimnis des Königssees vor der Kamera".
Im September 2007 nahm die Sängerin den Titel "Better than Christmas" für The Christmas Album von Till Brönner auf.