Führung in beiden Ausstellungen Bonner Völkerwanderung
Folgen Sie den Spuren der Langobarden, Goten, Gepiden,
Alamannen und Hunnen. Tauchen Sie im Rheinischen
LandesMuseum in die Welt der Langobarden ein und
nehmen Sie im Anschluss daran an der Völkerwanderung
durch Bonn teil. Nachdem Sie die Kunst- und Ausstellungshalle
zu Fuß erreicht haben, entdecken Sie in einem
geführten Rundgang Geschichte, Kultur und Artefakte
aus der Völkerwanderungszeit.
Teilnahmegebühr pro Person (Eintritt und Führung in zwei Ausstellungen): 15 EUR / ermäßigt 11 EUR (inkl. Gebühren)
Kartenvorverkauf nur bei
Weitere Termine: 1. Oktober, 5. November, 3. Dezember
jeweils 18 – 21 Uhr
Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul Türkei/Deutschland 2005, 90 Min., OmU, FSK: o.A., Regie: Fatih Akin
„Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul“ ist ein deutscher
Musikfilm aus dem Jahr 2005 und der erste abendfüllende
Dokumentarfilm von Fatih Akin. Er lief in Cannes
außer Konkurrenz (weil Akin in der Jury saß) und rief wahre
Begeisterungsstürme hervor.
Vom Straßenmusiker bis zum türkischen Megastar fängt
der Protagonist Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten)
die vielfältigen multikulturell beeinflussten Klänge Istanbuls
mit einem ständig bei sich geführten mobilen Tonstudio
ein, bisweilen musiziert er auch spontan mit den türkischen
Musikern zusammen. Akins eigentliche Leidenschaft ist die
Musik der Roma, die in allen seinen Filmen ertönt.
Themenabend zur Ausstellung
Ausstellungsrundgang mit anschließendem Vortrag im Forum, 18 Uhr: Führung (60 Min.), 19.15 Uhr: Vortrag
Waffen und Bewaffnung der
nördlichen Barbaren zwischen
Spätantike und Mittelalter
Begeben Sie sich auf eine geführte Entdeckungsreise in
der Ausstellung, auf der Ihnen vielfältige Aspekte der Zeit der Völkerwanderung begegnen werden. Im Anschluss
an die Führung werden Sie sich mit einem Schwerpunkt der Ausstellung, den Waffen dieser Zeit, intensiver
auseinandersetzen.
Prof. Dr. Wilfried Menghin war Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin. Darüber hinaus lehrt er
an der Freien Universität Berlin, ist Landesarchäologe von Berlin und Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11 EUR (inkl. Gebühren)
Gucha Bulgarien/Deutschland/Österreich/Serbien 2006, 94 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Dusan Milic. Mit Marko Jeremic, Marko Markovic, Aleksandra Manasijević und Mladen Nelević
Juliana ist die Tochter des beliebtesten Trompeters Serbiens, genannt ‚Satchmo‘. Sie verliebt sich ausgerechnet in Romeo, der die Trompete in einem konkurrierenden Roma-Orchester spielt. Der Chauvinist Satchmo tut alles, um die Beziehung zu verhindern. Nur zu einem Zugeständnis lässt er sich hinreißen: Wenn er ihn bei der Weltmeisterschaft der Blechbläser in Gucha besiegt, darf Romeo mit Juliana zusammen sein.
Lehrmeister Emir Kusturica produzierte diesen orgiastischen Balkan-Schwank mit viel Musik und leidenschaftlichen Gefühlen, den sein Schüler Dusan Milic frei nach Shakespeare zu einem skurrilen Spaß anrichtete.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Schwarze Katze, weißer Kater Deutschland, Frankreich, Jugoslawien, 1998, ca. 123 Minuten, OmU, FSK ab 6
Regie: Emir Kusturica. Mit Bajram Severdzan, Srdan Todorovic.
Der Zigeuner Matko lebt vom Schwarzhandel mit den Russen. Um seinen ersten großen Coup zu starten, fehlt ihm jedoch das nötige Kapital. Darum überredet er den Zigeunerfürsten Dadan, ihm zu helfen – dieser allerdings legt Matko herein. Dadan verlangt obendrein auch noch einen ‚Schadenersatz‘ für sein nun verlorenes Geld. Um seine Schulden bei Dadan zu begleichen, soll Matkos Sohn Zare Ladybird (Salija Ibraimova), die jüngste Schwester Dadans heiraten. Aber Zare liebt Ida. Dennoch werden er und Ladybird zur Heirat gezwungen. Am Ende kommt jedoch alles ganz anders als gedacht...
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Konzert im Forum Fanfare Ciocărlia
Entfesselte Blechmusik vom Balkan „Es gibt viele Bands wie die unsere in Rumänien, doch wir sind die schnellsten.“
Fanfare Ciocˇarlia ist der Name einer zwölfköpfigen Roma-
Blaskapelle aus dem Dorf Zece Prˇarjini im ostrumänischen
Bezirk Ia¸si. Ursprünglich war die Gruppe eine traditionelle
Dorfkapelle, die Balkan Brass im Stil der Roma spielte.
Seit ihrer Entdeckung 1996 bespielen sie die Bühnen der
ganzen Welt.
Einzigartig ist ihre wilde Mischung aus Zigeunermusik,
jiddischem Klezmer und orientalischen Klängen, in ihrer
Heimat auf Hochzeiten und anderen Festen gespielt.
Typisch für die Band und die Musik ist unter anderem
das extrem schnelle Tempo mit mehr als 200 Beats pro
Minute, schnelle Trompeten- und Klarinettenläufe sowie
das Erscheinen auf der Bühne mit zerbeulten Instrumenten,
Alltagskleidung und ohne Noten.
In dem Film „Borat“ spielt die Band eine Cover-Version von
„Born to be wild“.
Eintritt: 16 EUR / ermäßigt 12 EUR
Die Varusschlacht im Osnabrücker Land
Museum und Park Kalkriese
„Varus, gib mir meine Legionen zurück!“ soll Kaiser
Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als ihn die Nachricht
ereilte, mehr als 15.000 römische Soldaten seien von
den Germanen in einen Hinterhalt gelockt und vernichtend
geschlagen worden.
Der Imperator und mit ihm ganz Rom waren schockiert.
Die Supermacht Rom verlor drei ihrer besten Legionen und
erlitt eine der größten Niederlagen ihrer Geschichte. Die
Pläne, eine Provinz rechts des Rheins zu errichten, wurden
jäh durchkreuzt.
Die Varusschlacht, auch bekannt als Schlacht im Teutoburger
Wald, wurde zu einem Ereignis von welthistorischer
Bedeutung. Die Römer gaben ihre Expansionspläne
im fernen Germanien auf und zogen sich hinter den
Rhein zurück.
Die Exkursion führt uns an den Ort der Schlacht, an dem heute Museum und Park Kalkriese stehen, wo Schlacht und Mythos auch für den Laien nachvollziehbarer werden. Wie konnte das geschehen, waren „die Barbaren aus dem Norden“ den Römern doch in jeder Hinsicht unterlegen? Als Ergebnis der Schlacht entstanden die ersten germanischen Königreiche auf römischem Territorium, die letztlich das einstige Weltreich beerbten.
Teilnahmegebühr pro Person: 250 EUR / ArtcArd 199 EUR
Leistungen: Eintritt und Führung in der Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle, im Museum und Park Kalkriese, im Felix-Nussbaum-Haus (Architekt Daniel Libeskind), Bustransfer hin und zurück, Abendessen, Übernachtung, Frühstück in einem Drei-Sterne-Hotel in Osnabrück / Umgebung, durchgehende Reiseleitung
Den genauen Ablauf und die verbindliche Anmeldung zur Exkursion fordern Sie bitte telefonisch bei uns an (Teilnehmerzahl: max. 40 Personen).
Anmeldeschluss: 12. September | Telefonische Anmeldung: 0228 9171-263 (Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und Freitag von 9 – 12 Uhr)
Flamenco Spanien 1995, 98 Min., FSK: ohne Beschränkung
Regie: Carlos Saura. Mit Joaquin Cortés, Paco de Lucia, Manolo Sanlúcar
Carlos Saura lässt der Flamenco nicht los: Nach drei Spielfilmen (u. a. Carmen) verzichtete er in diesem Film auf jede Spielhandlung. Alle großen Stars des zeitgenössischen Flamenco ließ er in einem stillgelegten Bahnhof in Sevilla auftreten. Die strenge Stilisierung von Dekoration, Licht und Kamera erlauben eine vollkommene Konzentration auf die Tänzer und ihre mitreißenden Darbietungen.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Die in New York geborene Helen Schneider ist ein musikalisches Multitalent mit abwechslungsreicher Karriere. Begonnen hat sie als klassische Pianistin – aber dann packte sie das Bluesfieber. Als 17-Jährige brannte sie mit einer Blues-Band durch, in Las Vegas schaffte sie den großen Durchbruch und war bereits eine erfolgreiche Bluesrock-Sängerin, als sie in den 1980er-Jahren in Deutschland als „Rock’n’Roll-Gipsy“ bekannt wurde. Später ging sie auf die Theaterbühne, spielte an der Seite von Hildegard Knef und sang Kurt Weill-Songs.
Zu Deutschland pflegt die Wahl-Berlinerin eine ganz besondere Beziehung. Sie absolvierte mehrere Deutschlandtourneen, unter anderem mit Udo Lindenberg, und war die erste ausländische Sängerin, die im Ostberliner Palast der Republik in der damaligen DDR auftreten durfte. 1981 wurde sie vom Musikmarkt Magazin zur besten Sängerin gekürt und nahm 1982 als erste internationale Künstlerin die Auszeichnung „Sängerin des Jahres“ von der Phono Akademie entgegen. 2006 wurde Helen Schneider mit dem DIVA-Preis für ihre herausragenden Leistungen im deutschen Entertainment Business ausgezeichnet.
Dem Jazz, schon immer eine ihrer großen Leidenschaften, widmet sich die amerikanische Sängerin auf ihrer neuen CD „Dream a little dream“, die just am 26.09.2008 erscheint.
Kulturbegeisterte und erlebnishungrige Nachtschwärmer kommen in dieser Nacht auf ihre Kosten. Die fünf Häuser der Museumsmeile Bonn laden an zahlreiche Schauplätze zur Langen Nacht der Museumsmeile 2008 ein. Die spannende Vielfalt dieses Abends spiegelt die reiche Kulturlandschaft unserer Stadt wider.
In der Bundeskunsthalle
Die Hunnen kommen! Im Mittelpunkt steht hier die Ausstellung „Rom und die Barbaren. Europa zur Zeit der Völkerwanderung“.Die Zeit der Völkerwanderung gehört zu den dramatischsten Ereignissen der europäischen Geschichte. Tief greifende politische, soziale und kulturelle Umwälzungen erschütterten die spätantike Welt und lösten gewaltige Migrationsbewegungen barbarischer Völker aus. Der weite Raum zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer wurde zum Ausgangspunkt einer beispiellosen Neuverteilung der einzelnen Völker über ganz Europa. Die in mehreren Wellen verlaufende Völkerwanderung besiegelte den Zusammenbruch des Weströmischen Imperiums. Mit einer umfangreichen Auswahl von rund 1000 Exponaten schickt die Ausstellung die Besucher auf eine spannende Zeitreise in das Europa des 4. bis 6. Jahrhunderts n. Chr.
Das Programm:
Sonderführungen lassen die ferne Zeit der Völkerwanderung lebendig werden.
ab 19.30 Uhr, jeweils halbstündlich
The Skaburns „wandern“ mit einem Mix aus Ska und diversen Musikstilen Europas und Amerikas mit Ihnen durch den ganzen Abend. Musikalische Basis der Band ist die aus der Karibik stammende Ska-Musik. Ergänzt wird das Programm durch ein weites Repertoire von Blues- und Funkklassikern, die sie neu interpretieren. So entstehen aus einer Vielzahl von verschiedenen Musikrichtungen ganz neue, atemberaubende Songs. Das gesamte Programm wurde eigens für diesen Abend arrangiert.
Echt kölsche Steppenreiter belagern das Haus...und falls Ihnen während der langen Museumsnacht absonderliche Gestalten begegnen, so handelt es sich um eine Abordnung der 1. Kölner Hunnen Horde mit ihren phantasievollen und selbstgefertigten Kostümen, so manchem bekannt aus dem Kölner Karneval.
Stummfimprojektion ab 19 Uhr im Foyer: Die Nibelungen, Fritz Lang, 1924
Der Film Die Nibelungen von Fritz Lang ist ein Stummfilmklassiker in zwei Teilen. Der erste Teil trägt den Titel Siegfried, der zweite Kriemhilds Rache. Der Film überzeugte durch seine perfekte, malerische Bildkomposition, einen großen Aufwand an Ausstattung und Masken, innovativen Tricks und visuellen Effekten, sowie durch hervorragende schauspielerische Leistung.
Eintritt: 9 € / ermäßigt 7 €, Familienticket 14 €
(gültig für alle beteiligten Häuser)
Die Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
Tel.: 0228 9171-200
Fax: 0228 9171-209
E-Mail: info@kah-bonn.de www.bundeskunsthalle.de
Das verlorene Halsband der Taube Tunesien 1991, 90 Minuten, OmU, FSK: ab 12, Regie: Nacer Khemir
Mit Navin Chowdhry, Walid Arakji, Nina Esber, Nureddin Kasbaoui
Mit traumhaft schönen Bildern und im Erzählstil von 1001 Nacht beschwört der orientalische Märchenerzähler Nacer Khemir die Blütezeit der andalusisch-arabischen Hochkultur. Schauplatz ist Cordoba. An das weltberühmte mittelalterliche Buch Das Halsband der Taube – von der Liebe und den Liebenden erinnernd, schildert der Tunesier kontrastreiche Facetten der Liebe, für die allein die arabische Sprache sechzig Begriffe kennt. Der Film nimmt uns mit in eine Zeit, in der Dschinns (Geister) und Visionen noch real waren. In seiner Welt entdecken wir das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen, Religionen und Lebensformen. Wie seine Bücher folgen auch Khemirs Filme Spuren des Lebens genauso wie Spuren der Fantasie, wie sie aus dem Leben wächst. Einem Magier gleich zaubert er seine Figuren auf die weiße Leinwand, lässt er sie wandeln durch einen Raum, der von der Zeit losgelöst scheint.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR