Im 19. Jahrhundert ging man keinesfalls „oben ohne“! Ob als Weihnachtsgeschenk oder für den Karneval: Wir stellen selbst Hüte aus der Zeit Queen Victorias her – Damen können sich zwischen einer romantischen Schute und einem neckischen Hütchen entscheiden, Herren zwischen einer robusten Mütze und einer eleganten Raucherkappe für „zu Hause“. Die Basismaterialien werden gestellt, alle weiteren Zutaten (Stoff, Dekorationen etc.) können individuell vor dem Workshop von den Teilnehmern nach eigenem Geschmack besorgt werden. Am Einführungsabend gibt es hierzu Beratung und Empfehlungen.
Mit Beate Marks-Hanßen (Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt Kostümkunde und einer Leidenschaft für´s Nähen)
In Kooperation mit Königsroth Bekleidungskunst
Teilnahmebeitrag: 60 €
(inkl. Material und Eintritt in die Ausstellung)
Teilnehmerzahl: max. 15 Teilnehmer
Anmeldung: Fax: 0228 9171–244, per E-Mail: kunstvermittlung@bundeskunsthalle.de oder per Post.
Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum Termin mitzubringen.
Information: Mo–Do 9–15 Uhr, Fr 9–12 Uhr, Telefon: 0228 9171–292
Ménage à trois – Warhol, Basquiat, Clemente – Rahmenprogramm
Freitag, 10. Februar, 16 Uhr (ausgebucht) Freitag, 2. März, 16 Uhr,
(ausgebucht), Dienstag, 6. März (ausgebucht) und Mittwoch, 7. März (ausgebucht), jeweils 19 Uhr
Vortrag in der Lounge Mon Manège à moi. Zwischen Identität und Identifikation
„Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ Der
Titel dieses Bestsellers zeigt die Schwierigkeiten mit dem „Ich“.
Aber worin genau bestehen sie? Bereits der schottische Philosoph David Hume sprach
vom „Ich“ in der Mehrzahl, ein Vorschein des Buddhismus, der dann
mit Schopenhauer in der westlichen Philosophie Einzug hielt. In der Folgezeit
wird deutlich, in welchem Maße Identität mit dem Willen zur Identifikation
verbunden ist. Und Identifikation ist wichtig, um Werkgeschichte schreiben zu
können. Ausgehend von den Gemeinschaftsarbeiten von Warhol, Basquiat und
Clemente wird der zentralen Frage der Moderne nach dem Ich bis hin zu den neuesten
Erkenntnissen der Kognitionswissenschaft nachgegangen.
Mit Thomas Ebers, Philosoph, Fachbuchautor und Verleger.
Teilnahmebeitrag: 9 €/7 € (mit Bonnausweis)
inkl. Eintritt in die Ausstellung
Information und Anmeldung: Tel.: 0228 9171–263 (Montag bis Donnerstag 9–15
Uhr, Freitag 9–12 Uhr); E-Mail: kunstvermittlung@bundeskunsthalle.de oder
per Post
Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin
mitzubringen.
ART AND DESIGN FOR ALL - The Victoria and Albert Museum – Rahmenprogramm
GB/USA 1999, 98 Minuten
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Originalfassung mit deutschen Untertiteln, DVD-Projektion
Regie: Oliver Parker
Mit Rupert Everett, Julianne Moore, Jeremy Northam, Cate Blanchett, Minnie Driver
Politische Erpressung, Insidergeschäfte, die Macht der Presse und der Liebe, die schwarzen Kassen des Gewissens – in manchem kommt einem Oscar Wildes Stück "An Ideal Husband" (1895) heute nur zu bekannt vor. Einmal mehr erweist sich Wilde in ähnlicher Weise wie Shakespeare als zeitlos und zeitgemäß zugleich. Die dramatisch-freche Komödie hat fast alles, was von einem guten Drehbuch verlangt werden darf: spannende Handlung, Figuren, die vom ersten Augenblick an unsere Anteilnahme haben, Dialoge, die in machiavellistischem Witz, in Eleganz und Geist den großen Screwball-Filmen der 30er und 40er Jahre – nach wie vor Ideal dieser Gattung – gleichkommen. Regisseur Oliver Parker hat Wildes Stück im Wesentlichen erhalten, inklusive vieler brillianter Dialogpassagen, zugleich hat er es filmischer gemacht. Herausgekommen ist eine unwiderstehliche Mischung aus Kostümfilm und zeitgemäßem Melodram, geprägt von leichtem Plauderton und beherrscht von durchweg großartigen Schauspielern.
Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
In Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Ménage à trois – Warhol, Basquiat, Clemente – Angebote zur Ausstellung
Dienstag, 14. Februar, 19
Uhr Samstag, 17. März, 15 Uhr Samstag, 14. April, 15 Uhr Dienstag, 8. Mai, 19 Uhr
Weitere Termine sind auf Anfrage frei buchbar.
Geht das zusammen? Die kühle Distanz des Pop-Art-Mitbegründers Andy Warhol, die wuchtig-figurative Malerei des Jean-Michel Basquiat und die verrätselten Bilder eines Francesco Clemente? Die legendäre New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre macht diese „ménage à trois“ möglich – es entstehen faszinierende Gemeinschaftsarbeiten, spannungsvoll und vital.
Erkunden Sie – gemeinsam mit den Kunsthistorikern Nicole Birnfeld und Olaf Mextorf – diesen faszinierenden Kosmos. Im Gespräch und mit bewährt „entschleunigtem Blick“ nähern wir uns den Werken, lernen die drei Künstlerpersönlichkeiten und ihre berühmten „Collaborations“ kennen und erfahren mehr über den grellen Starkult der Zeit – mit seinen mitunter bedrohlichen Schatten.
Information und Anmeldung: Tel.: 0228 9171–263 (Montag bis Donnerstag 9–15
Uhr, Freitag 9–12 Uhr); E-Mail: kunstvermittlung@bundeskunsthalle.de oder
per Post
Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin
mitzubringen.
ART AND DESIGN FOR ALL - The Victoria and Albert Museum – Rahmenprogramm
The Royal Wedding:
Hochzeitspomp bei Victoria und Albert
Karina Urbach kommentierte die Hochzeit von Kate und William
live für das deutsche Fernsehen
Queen Victoria hatte zu Recht Angst vor der Ehe. In ihrer Familie gab es keine einzige Verbindung, die ihr Hoffnungen auf den glücklichen Ausgang eines solchen Wagnisses machen konnte. Ihr Onkel George IV. hatte seine Hochzeitsnacht nur mit Hilfe von Alkohol überstanden, und ihr Vorgänger, König Wilhelm IV., produzierte eine unüberschaubare Zahl unehelicher Kinder. Dass die Queen doch heiratete, war eine rein hormonelle Entscheidung: Prinz Albert war einfach "wunderschön". Er war auch außergewöhnlich medienbewusst und inszenierte diese Hochzeit als gelungenen Neuanfang für die Royal Family.
Der Vortrag berichtet ‚live' von den Hochzeitsfeierlichkeiten am 10. Februar 1840 und geht der Frage nach, wie entscheidend ‚Pomp' als Überlebensstrategie der britischen Monarchie im 19. Jahrhundert wurde.
Karina Urbach ist Senior Research Fellow am Institute of Historical Research der Universität London. 2011 erschien ihre Biographie Queen Victoria im Verlag C. H. Beck. Sie war an mehreren Sendungen der BBC und des ZDF zur englischen Monarchie beteiligt.
Eintritt: 9 € ermäßigt 7 € (im VVK inkl. Gebühren)
Inkl. Eintritt in die Ausstellung
ART AND DESIGN FOR ALL - The Victoria and Albert Museum – Rahmenprogramm
GB 1980, 123 Minuten, FSK: ab 12 Jahre, deutsche Fassung
Regie: David Lynch
Mit Anthony Hopkins, John Hurt, Anne Bancroft
In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wird ein monströs deformierter Mann von einem Schausteller von Jahrmarkt zu Jahrmarkt gezerrt, bis ein Chirurg sich der gepeinigten Kreatur annimmt. Doch ohne böse Absicht macht auch der Arzt aus dem "Elefantenmenschen" ein Opfer der sensationslüsternen Gesellschaft.
Das düstere, vernebelte London eines späten Dickens-Romans beherbergt in der Figur dieses "Elefantenmenschen" John Merrick eine Mischung aus "Quasimodo", dem "Glöckner von Notre Dame" und dem herangewachsenen Baby aus Lynchs "Eraserhead"(1977): eine missgestaltete, erschreckende und ausgestoßene Kreatur. In einer frühindustriellen Welt, in der geschundene Menschen in einer durch qualmende Schlote verfinsterten Stadt arbeiten und leben müssen, ist der Elefantenmensch ein komprimiertes Sinnbild seiner Epoche.
Die detailreiche Rekonstruktion des viktorianischen Zeitalters wurde von Publikum und Kritik gleichermaßen gewürdigt.
Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
In Kooperation mit der Bonner Kinemathek
ART AND DESIGN FOR ALL - The Victoria and Albert Museum – Rahmenprogramm
USA 1992, 101 Minuten, FSK: ab 6 Jahre, deutsche Fassung
Regie: Agnieszka Holland
Mit Kate Maberly, Heydon Prowse, Andrew Knott, Maggie Smith, John Lynch
Die kleine Mary wächst in Indien wie eine Prinzessin auf. Doch als ihre Eltern bei einem Erdbeben ums Leben kommen, muss sie zurück in das kalte, ihr längst fremd gewordene England. Nur widerwillig nimmt ihr Onkel sie auf seinem Herrensitz auf. Hier fühlt sich das Mädchen sehr einsam. Zudem scheint das alte, abgelegene Haus viele dunkle Geheimnisse zu bergen. Jede Nacht hört Mary das Schluchzen eines anderen Kindes, hinter dem verblichenen Wandteppich ist eine unheimliche Treppe verborgen, und den verwilderten Garten darf niemand betreten. Erst als sie sich mit Colin, ihrem invalidem Cousin, und Dickon, der mit Tieren reden kann, anfreundet und sie zusammen den Garten wieder zum Blühen bringen, ändert sich Marys tristes Dasein.
Agnieszka Hollands feinfühlige Adaption des Kinderbuchklassikers von Frances Hodgson Burnett ist faszinierend wie ein viktorianisches Bilderbuch. In dem gotischen Märchen voller subtiler Metaphern begeistert die großartige Kate Maberly mit dem differenzierten Porträt eines vereinsamten Mädchens.
Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
In Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Ménage à trois – Warhol, Basquiat, Clemente – Angebote zur Ausstellung
Künstlergespräch in der Ausstellung Work in Progress ─ Künstlerische Zusammenarbeit
Marietta Franke im Gespräch mit Walter Dahn, Stephan Reusse und
Ulrich Pester
Künstlerische Zusammenarbeit scheint zu unterlaufen,
was die Künstler der Renaissance als Errungenschaft selbstbewusst in den
Raum stellten: Die Eigenständigkeit ihres Denkens und Arbeitens. Das Atelier
der Künstler der „Mülheimer Freiheit“ – zu denen
auch Walter Dahn (*1954) gehörte – war ein Raum, in dem gemeinsam
gemalt, gedacht und Musik gemacht wurde. Seine eigene künstlerische Arbeit
bewegt sich bis heute zwischen der Einsamkeit des Ateliers und der Zusammenarbeit
mit anderen Künstlern. Dabei steht der Fortgang des künstlerischen
Prozesses im Vordergrund.
Ulrich Pester (*1980) hat bei Walter Dahn studiert und kennt sich auf verschiedene
Arten im Feld der künstlerischen Zusammenarbeit aus, auch wenn seine Malerei
zunächst in der Zurückgezogenheit seines Ateliers entsteht.
Stephan Reusse (*1954) arbeitet fortlaufend an
einer Werkgruppe von fotografischen Porträts seiner Künstlerkollegen, an denen die Porträtierten mit
künstlerischen Handlungen und/oder Ideen für ihre Inszenierung mitwirken.
Im künstlerischen Raum der Zusammenarbeit stellt Reusses Werkgruppe als
Work in Progress eine künstlerische Kontinuität her, die vor Augen
hält, dass die Durchlässigkeit der Persönlichkeit für das
Andere einen Schlüssel für den Fortgang der selbstbestimmten künstlerischen
Arbeit darstellt.
Das Gespräch wird von der Kunsthistorikerin und freien Autorin Marietta
Franke moderiert.
Dauer: ca. 70 Minuten
Eintritt: 9 €/ermäßigt 7 €
Teilnehmerzahl: maximal 60 Personen
Information und Anmeldung: Tel.: 0228 9171–263 (Montag bis Donnerstag 9–15
Uhr, Freitag 9–12 Uhr); E-Mail: kunstvermittlung@bundeskunsthalle.de oder
per Post
Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin
mitzubringen.