Inklusion

«Die Bundeskunsthalle ist inklusiv, serviceorientiert und demografiefest!»
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Aktuelle Angebote

Das aktuelle Angebot zur Inklusion finden Sie im Veranstaltungskalender oder im Informationsbereich der jeweiligen Ausstellung. Dort sind auch die jeweiligen Gebühren und Preise aufgeführt.

Förderprojekt „Pilot Inklusion“

Wie werden Ausstellungen und Museen inklusiv?

Im Dezember endet unser dreijähriges Förderprojekt Pilot Inklusion. Die Bundeskunsthalle entwickelte gemeinsam mit Museen und Verbänden innovative Lösungen, um Ausstellungen und Museen inklusiv und barrierefrei zu gestalten. Was bedeutet das konkret? 

Ausstellungsthemen werden multisensorisch vermittelt, unterschiedliche Perspektiven von Menschen mit Beeinträchtigungen schaffen Vielfalt, die Erlebnisqualität von Ausstellungen wird attraktiver. Dabei stand vor allem auch der Mehrwert für alle Besucher*innen im Zentrum des Projekts. Die Abschlussdokumentation „Pilot Inklusion. Module und Prozesse für Inklusion in Museen“ stellt Beispiele vor:

Download hier (PDF ist barrierefrei, 9,8 MB)

Die Ergebnisse der dreijährigen  Zusammenarbeit diskutieren die Kooperationspartner*innen am 3./4. Dezember im Rahmen der Fachtagung „Für eine inklusive Gesellschaft. Diversität und das Museum von morgen“ in der Bundeskunsthalle. Zu den wichtigen Themen gehören u.a. die Fragen nach der Neuausrichtung von Museen in einer diversen Gesellschaft, der Partizipation und den Voraussetzungen für eine gelungene Inklusion.

Kooperationspartner waren die Klassik Stiftung Weimar, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Städtischen Museen Freiburg, der Bundesverband Museumspädagogik und der Verein Blinde und Kunst

Pilot Inklusion wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, sowie der Aktion Mensch und der Kämpgen Stiftung.

BARRIEREFREIHEIT

Die räumliche Zugänglichkeit im Sinne der Barrierefreiheit, ein Teilaspekt der Inklusion, stellt eine wichtige Voraussetzung der kulturellen Teilhabe dar. Sie ist serviceorientiert und hilft grundsätzlich allen Besucherinnen und Besuchern. Es ist unser Ziel, den Aufenthalt in der Bundeskunsthalle und in den  Ausstellungen so barrierearm wie möglich zu gestalten!

Mobilitätseinschränkung

Für Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätseinschränkungen ist der stufenlose Zugang zur Bundeskunsthalle, in die Ausstellungen, die Bibliothek und die Veranstaltungsräume möglich. Sollten Sie einen elektrischen Rollstuhl benutzen, erfragen Sie die Zugänglichkeit bitte vor Ihrem Besuch. Weitere Informationen finden Sie auch unter BARRIEREFREI.

Seheinschränkung oder Sehbehinderung

Wir bieten regelmäßig zu allen großen Ausstellungen Tastführungen an. Dabei sind wir bestrebt, möglichst vielfältige ertastbare Originale präsentieren zu können. Bei unseren Tastführungen kommen Handschuhe zum Einsatz,  um  die Kunstwerke zu schützen. Wenn keine ertastbaren Objekte zur Verfügung stehen, finden stattdessen ausführlich beschreibende Führungen für Besucherinnen und Besucher mit Seheinschränkungen statt. Unterschiedliche  Materialien, die einen sinnlichen Zugang ermöglichen, und Pläne sowie Erläuterungen in Brailleschrift werden begleitend eingesetzt. Beide Führungsangebote werden von erfahrenen Kunstvermittler(inne)n realisiert.

Höreinschränkung oder Hörbehinderung

Seit Jahren hat sich für uns die Zusammenarbeit mit gehörlosen Kunstvermittler(inne)n bewährt. Wir bilden auch Gehörlose aus, die Interesse an Kunstvermittlung haben. Durch einen kontinuierlichen Austausch mit Betroffenen und Verbänden erhalten wir Rückmeldungen zu unserem Programm und nutzen diese Erfahrungen zur weiteren Verbesserung unseres Angebots.

Für Menschen, die eine Hörhilfe benutzen, steht kostenfrei eine Induktionsschleife für das Audioguide-Gerät zur Verfügung.

Anders lernen: Lernschwäche/-schwierigkeiten und geistige Behinderung

Die Arbeit mit Förderschulen zählen wir zu unseren Kernaufgaben hinsichtlich einer zielgruppenorientierten Bildungsarbeit. Wir wollen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Förderbedarf auf kreative Weise Kunst und Kultur aller Epochen und Weltkulturen nahebringen. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich unter Anleitung von Künstler(inne)n und Kunstvermittler(inne)n die Originale und setzen gestalterische, themenbezogene Arbeiten in unserem Workshopraum um. Wir stimmen uns auf die Bedürfnisse der Teilnehmer/-innen in Absprache mit Erzieher(inne)n und Lehrer(inne)n ein. Es wird in unterschiedlichen Techniken mit verschiedenen Werkstoffen und Materialien gestaltet: arbeiten mit Farben, plastisches Gestalten, Collagen herstellen oder lebende Bilder inszenieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen darin unterstützt werden, sich intensiv mit Kunst auseinanderzusetzen, ihre Wahrnehmung zu schärfen und eigene künstlerische Ideen umzusetzen.

Um auch bildungsferne Schülerinnen- und Schülergruppen zu erreichen, realisieren wir Kooperationen mit Schulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten. Im Sinne einer nachhaltigen Förderung umfasst die dauerhafte Zusammenarbeit mehrwöchige Projektphasen, die im Museum und in der Schule museumspädagogisch begleitet werden.

Für Vorschulkinder bietet die Bundeskunsthalle ebenfalls Vermittlungsangebote an und entwickelt Workshops für Kindergärten und Familienbildungszentren mit Förderbedarf.

Angebote für Menschen mit Demenziellen Veränderungen

Um Menschen mit demenziellen Veränderungen den Zugang zu Kunst und Kultur auch weiterhin zu ermöglichen, haben wir seit einigen Jahren ein speziell auf die Bedürfnisse dieser Besuchergruppe ausgerichtetes Angebot fest in unser Programm aufgenommen. Dabei steht die sinnliche Erfahrung im Zentrum des Vermittlungsangebots. In entspannter Atmosphäre empfangen wir die Seniorinnen und Senioren zu einem Kaffeetrinken, um einander kennenzulernen und auf den gemeinsamen Ausstellungsbesuch vorzubereiten. Wir unterstützen den Ausstellungsbesuch durch sinnlich erfahrbare Materialien, wie zum Beispiel Kleidung, Werkzeuge, oder durch Musik, Duftproben etc. Die Veranstaltung soll ein gemeinschaftlich erlebtes, positives Ereignis darstellen. Gegenseitige Wertschätzung bildet eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an Kunst und Kultur.

Für Ihre Besuchsplanung als Begleiter/-in beachten Sie bitte auch:
Kunst und Kultur für Menschen mit Demenz. Ein kurzer Leitfaden für alle Begleiter/-innen
(PDF barrierefrei) 

Die Bundeskunsthalle setzt sich aktiv mit Inklusion und den Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft im Hinblick auf den demografischen Wandel auseinander. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, allen Besucherinnen und Besuchern einen kreativen und individuellen Zugang im Sinne der kulturellen Teilhabe zu ermöglichen.

Dies bezieht sich auf den Besuch der Ausstellungen ebenso wie auf das begleitende Bildungs- und Vermittlungsprogramm. Daher entwickeln wir spezielle auf  Menschen mit besonderen Bedürfnissen ausgerichtete Vermittlungsangebote. Hierbei nutzen wir Zugangsmöglichkeiten mit allen Sinnen; der Einsatz unterschiedlicher Materialien, Modelle oder Repliken wirkt dabei unterstützend. Inhaltlich sowie methodisch stellen wir uns auf die individuellen Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher ein. Kreatives Entdecken und neugieriges Forschen jeder Besucherin und jedes Besuchers bilden wichtige Voraussetzungen für das Gelingen dieser Vermittlungsarbeit.

Alle Angebote richten sich an verschiedene Altersstufen und sind auch für Schulklassen geeignet. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gern.

Sollten Sie darüber hinaus Fragen und Anregungen zu barrierefreien Angeboten oder der Zugänglichkeit unseres Hauses haben, wenden Sie sich bitte an uns. Unterstützen Sie uns weiterhin auf dem Weg zu einem inklusiven Museum!

Wir engagieren uns für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und sind bundesweit in verschiedenen Arbeitsgruppen organisiert, wie zum Beispiel in den Arbeitskreisen „Inklusion und Barrierefreiheit in Museen“ und „Generation 60plus im Museum (Fachgruppe: Demenzerkrankungen)“, die vom Bundesverband Museumspädagogik gegründet wurden. Auch an der Veröffentlichung Das inklusive Museum. Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion(2013), den der Deutsche Museumsbund herausgegeben hat, wirkte die Bundeskunsthalle mit.

Durch regelmäßigen Austausch mit Betroffenen und Verbänden versuchen wir, gemeinsam schrittweise Lösungsvorschläge zum Gelingen eines inklusiven Ausstellungsbesuchs zu entwickeln.

Kunstvermittlung in Gebärdensprache

Für die Ausstellungen Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste und Der Persische Garten. Die Erfindung des Paradieses wird es erstmalig in der Bundeskunsthalle einen Mediaguide in Deutscher Gebärdensprache geben.

INTERKULTURELLER TANZWORKSHOP

Der interkulturelle Tanzworkshop „Ich bin ICH, Du bist DU, wir TANZEN!“ bot Schülerinnen (12–17 Jahre) mit unterschiedlichen Biografien die Möglichkeit, sich mit den Ideen von Pina Bauschs Tanztheater auseinanderzusetzen.  Mehr Informationen

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. Ausführlich beschreibende Architekturführung für blinde und sehbehinderte Besucher, 2017© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbHAusführlich beschreibende Architekturführung für blinde und sehbehinderte Besucher, 2017 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  2. Führung in Deutscher Gebärdensprache in der Ausstellung „Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“, Foto: David Ertl, 2017© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik DeutschlandFührung in Deutscher Gebärdensprache in der Ausstellung „Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“, Foto: David Ertl, 2017 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
  3. PINA BAUSCH UND DAS TANZTHEATER / Workshop mit Jean Laurent Sasportes / Foto: David Ertl, 2016© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik DeutschlandPINA BAUSCH UND DAS TANZTHEATER / Workshop mit Jean Laurent Sasportes / Foto: David Ertl, 2016 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
  4. Führung in Deutscher Gebärdensprache in der Ausstellung „Der Persische Garten. Die Erfindung des Paradieses“, Foto: David Ertl, 2017© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik DeutschlandFührung in Deutscher Gebärdensprache in der Ausstellung „Der Persische Garten. Die Erfindung des Paradieses“, Foto: David Ertl, 2017 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

Öffnungszeiten

Montags geschlossen
Dienstag und Mittwoch, 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr
(und an allen Feiertagen, auch denen,
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