PIXAR

25 Years of Animation

6. Juli 2012 bis 6. Januar 2013

PIXAR – 25 Years of Animation bringt die Figuren aus den Animationsfilmen wie Findet Nemo, Ratatouille, Das große Krabbeln, Oben oder Cars nach Bonn. Erstmalig in Deutschland werden mehr als 500 Exponate zur Entstehung der computeranimierten Spielfilme aus den kalifornischen Pixar-Studios präsentiert.

Pixar, heute zur Walt Disney Company gehörend, begann im Jahr 1986 mit Kurz- und Werbefilmen. 1995 revolutionierte das Unternehmen mit Toy Story, dem ersten vollständig computeranimierten Film, das Genre Trickfilm. Mehr als 40 Millionen Kinobesucher haben die zwölf großen Spielfilme seither in Deutschland gesehen, am 2. August 2012 kommt ein weiterer in die Kinos: Merida – Legende der Highlands.

PIXAR – 25 Years of Animation ist eine Kunstausstellung, deren Arbeiten aus Filmwerkstätten kommen. Sie bietet die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Filmemacher zu werfen, da die Studios für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. In den Pixar-Studios in Emeryville nahe San Francisco entsteht ein Film zunächst in den als traditionell angesehenen Methoden durch Zeichnung, Malerei, Pastellmalerei und Bildhauerei. Im weiteren Prozess werden die Charaktere am Computer digital umgesetzt. Der Besucher wird in der Ausstellung nicht die fertigen Filmszenen, das Endprodukt, sehen, sondern Skizzen, Grafiken, Farbzeichnungen und Skulpturen vorfinden: erste, mit dem Filzstift skizzierte Ideen zu Filmfiguren, Farbkreidezeichnungen von Landschaften oder Städten, in denen sich die Handlung abspielt, plastische Skulpturen, sogenannte Maquetten, die für die Figurenentwicklung einen intensiveren Eindruck ihrer dreidimensionalen Erscheinung geben und so die Weiterarbeit erleichtern. Auch Colorscripts, großformatige Farbzeichnungen, die ganze Szenen zusammenfassen und auf einen Blick die Farbstimmung des gesamten Films offenbaren, werden präsentiert.
Von John Lasseter, dem kreativen Kopf von Pixar, stammt der Kernsatz, dass Pixar-Filme aus drei wesentlichen Elementen bestehen, aus "World", "Character" und "Story": den Welten, in denen der Film spielt, den handelnden Figuren und den Geschichten, die erzählt werden. Daraus gehen auch die drei Hauptkapitel der Ausstellung hervor, die eine Vielzahl von Monitoren, Projektionen und Touchscreens bereithält, um Filmelemente plastisch darzustellen oder Zusatzinformationen zu geben.
Zu den Höhepunkten der Präsentation zählen das "Artscape" und das "Zoetrop". Das "Artscape" ist ein Kinoraum, in dem auf einer breiten Leinwand ein Film über Pixars Welten in HD-Qualität mit Dolby Surround und Ambient Light zu sehen ist. Dafür wurden Originalzeichnungen und -gemälde aus verschiedenen Filmen digital zum Leben erweckt und mit Sounddesign versehen. Der Film wurde eigens für die Ausstellung konzipiert.
Das "Zoetrop" ist ebenfalls eine eigens für die Ausstellung entwickelte Installation, die auf die Prinzipien der Animation vor der Erfindung des Films zurückgreift. Eine Art dreidimensionales Daumenkino zeigt auf immer kleineren, konzentrisch übereinander liegenden Scheiben Maquetten verschiedener Figuren aus den Filmen Toy Story und Toy Story 2, die alle in einer anderen Haltung angeordnet sind. Bei schneller Umdrehung und Stroboskoplicht entsteht somit für das menschliche Auge die Illusion, dass sich die Figuren bewegen.

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Abbildungen
  1. Ausstellungsansicht Foto: David Ertl © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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