Re-Performances und partizipative Arbeiten

MARINA ABRAMOVIC


Während der gesamten Laufzeit werden Wiederaufführungen legendärer Performances zu sehen sein, die von Performer/-innen dargeboten werden, sowie zwei Arbeiten, an denen die Besuchern partizipieren können.

Partizipative Arbeit
MUTUAL GAZE, 2018

Übung mit Beteiligung des Publikums aus der Workshop-Reihe Cleaning the House. Die Arbeit ist Teil einer Reihe von partizipativen Übungen nach der Abramović Methode. Dabei sind die Besucher eingeladen, sich zu zweit gegenüber zu sitzen und einander in die Augen zu schauen. So kommt man
im gegenwärtigen Augenblick an, verbindet sich mit sich selbst und mit dem Gegenüber.

Täglich während der Öffnungszeiten

Partizipative Arbeit
COUNTING THE RICE, 2018

„Wir leben in einer schwierigen Phase, in der Zeit immer wertvoller wird, da wir immer weniger Zeit haben. (…) Ich hoffe, dass die Teilnehmer eine Verbindung zu sich selbst und zur Gegenwart herstellen – zum nicht fassbaren Moment des Hier und Jetzt.“ (Marina Abramović, in: The Cleaner, 2017)

Hierbei handelt es sich um eine für die Besucher offene Übung, bei der an einem langen Tisch in der Ausstellung Reiskörner und Linsen gezählt oder sortiert werden können. Auf diese Weise sollen Ruhe, Konzentration und Achtsamkeit entstehen.

Täglich während der Öffnungszeiten

Re-Performance
IMPONDERABILIA, 1977

„Unwägbar. Unwägbare menschliche Faktoren wie das ästhetische Empfinden. Die zentrale Bedeutung von Unwägbarkeiten und wie sie menschliches Verhalten bestimmen.“ (In: The Cleaner, 2017)

In der Galleria Communale d’Arte Moderna in Bologna standen sich Marina Abramović und Ulay 90 Minuten lang unbeweglich und nackt in einem schmalen Durchgang gegenüber, sodass die Besucher nur zwischen ihnen hindurch in das Museum gelangen konnten.
In der Re-Performance werden zwei Performer – wie im Original – nackt in einem Durchgang stehen, sodass der Besucher sich durchzwängen muss.

Dienstags bis sonntags 11–19 Uhr

Re-Performance
ART MUST BE BEAUTIFUL, ARTIST MUST BE BEAUTIFUL, 1975

Diese Arbeit performte Marina Abramović zum ersten Mal beim Charlottenborg Art Festival in Kopenhagen. In der Originalversion saß die Künstlerin etwa eine Stunde lang – mit einer Haarbürste in der einen und einem Kamm in der anderen Hand – auf einem Stuhl. Während dieser Zeit kämmte sie  sich – ununterbrochen brutal an ihren Haaren ziehend und zerrend – und wiederholte beständig den Satz „Art must be beautiful, artist must be beautiful“.

Sonntags 13–15 Uhr

Re-Performance
HOUSE WITH THE OCEAN VIEW, 2002

„This performance came from my desire to see if it is possible to use daily discipline, rules and restriction to purify myself.“ (Marina Abramović, in: The Biography of Biographies, 2004)

In der Sean Kelly Gallery in New York zog die Künstlerin für zwölf Tage und Nächte in drei schwebende, miteinander verbundene Räume ein. Während ihrer täglichen Routine, zu der weder Essen noch Reden gehörte, konnten die Besucher ihr beim Schlafen, Duschen oder der Benutzung der Toilette zusehen. Drei Leitern, deren Sprossen aus Tranchiermessern mit nach oben weisenden Klingen bestanden, trennten die Künstlerin von den Besuchern.

Exklusiv und zum ersten Mal wird diese Arbeit vom 12.–24. Juni 2018 als Re-Performance zu sehen sein.

Re-Performance
LUMINOSITY, 1997

In dieser Arbeit sitzt eine Performerin extrem ausgeleuchtet 30 Minuten lang nackt und ohne Bodenkontakt balancierend auf einem Fahrradsattel.

Am Eröffnungswochenende (19.–22. April 2018) und während allen Wednesday_Late_Arts (16. Mai, 18. Juli, 8. August)

Re-Performance
SIMILAR ILLUSION, 1981

Während der Skulptur-Triennale in Melbourne hielten Marina Abramović und Ulay, eingeschlossen von Tischen, an denen das Publikum Platz nehmen konnte, starr und bewegungslos 96 Minuten lang eine Tango-Pose. Die Künstlerin trug dabei ein rotes Kleid, Ulay einen schwarzen Anzug, passend dazu wurde sehr laut argentinische Tangomusik gespielt. Diese Arbeit wird als Re-Performance am Eröffnungswochenende in der Ausstellung zu sehen sein.

Am Eröffnungswochenende (19.–22. April 2018) und zur Wednesday_Late_Art (8. August 2018, 18–21 Uhr)

Re-Performance
WORK RELATION, 1978

„We are doing heavy physical work; Transporting stones back and forth in metal buckets. There is no result.“ (Marina Abramović/Ulay, in: Relation Work and Detour, 1980)

Im Rahmen des Arnhem Festivals am Theater aan Rijn performten Marina Abramović und Ulay erstmals diese Arbeit, bei der sie mit schweren Steinen gefüllte Eimer von einem Ende des Raums zum anderen trugen. Von zunächst zwei bis später acht Stunden wurde sie zu einer Dauer-Performance.

Exklusiv nur am Eröffnungswochenende (19.–22. April 2018)

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