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Wir Kapitalisten

Von Anfang bis Turbo

13. März bis 30. August 2020

Der Kapitalismus ist weit mehr als nur ein ökonomisches System. Er ist eine Gesellschaftsordnung, die unser Denken, Fühlen und Dasein seit Jahrhunderten prägt. Aus einer kulturhistorischen Perspektive betrachtet die Ausstellung die grundlegenden Eigenschaften des Kapitalismus: Rationalisierung, Individualisierung, Akkumulation, Geld und Investitionen sowie typische kapitalistische Dynamiken wie ungebremstes Wachstum und schöpferische Krisen.

«Es ist einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus.» Mark Fisher (nach Fredric Jameson), 2009

Diese „DNA des Kapitalismus“ ist in einem übertragenen Sinne längst Teil unserer eigenen DNA geworden: Wie formt der Kapitalismus unsere Identität und Geschichte, zum Beispiel hinsichtlich Individualität, Zeitempfinden und materiellem Eigentum? Und können – oder wollen – wir daran etwas ändern?

Mit Objekten aus Kunst, Geschichte und Alltagskultur ermöglicht die Ausstellung eine Annäherung an ein komplexes Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz – und großer Lebensnähe für uns alle.

Zum ersten Mal bieten wir Ihnen ein spannendes digitales Spiel in der Ausstellung: Lassen Sie sich in einen Kaufrausch versetzen! Sie entscheiden, was in Ihrem Warenkorb landet. Kommen Sie dazu mit den Ausstellungsobjekten ins Gespräch und finden Sie heraus: Wie tickt Ihr kapitalistisches Ich? Am Ende winkt ein Gewinn: ein auf Ihr Konsumverhalten zugeschnittener Film!

Highlight
Donnerstag, 13. August
19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Diskussion
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ – Die Kultur der Krise
Zur Ausstellung „Wir Kapitalisten. Von Anfang bis Turbo“

Mit
Omri Boehm, Philosoph
Olivia Mitscherlich, Philosophin und Anthropologin
Susanne Ristow, Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin
Eva Kraus, Intendantin der Bundeskunsthalle

Christiane Florin, Redakteurin für „Religion und Gesellschaft“ beim Deutschlandfunk, diskutiert mit ihren Gästen über die „Kultur der Krise", über aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Herausforderungen dieser Welt.

Auch in der aktuellen Ausstellung Wir Kapitalisten. Von Anfang bis Turbo werden Krisen als typisch für den Kapitalismus beschrieben. In vielen Fällen wirken diese Zerstörungen durchaus schöpferisch, sie sind ein Lebenselixier des Kapitalismus.
Mehr Sein als Haben – Welche positiven wie negativen Lehren aus der „Corona-Zeit“ werden uns bleiben? Oder ist die „Corona-Krise“ die Krise unserer Lebensform?
Jede Seuche ist ein großer Stresstest für eine Gesellschaft. Welche Gesellschaften gehen besser mit Krisen um als andere?                
Historisch betrachtet sehen wir in der Reaktionsform europäischer Gesellschaften eine Bereitschaft, die Möglichkeit und die Tatkraft, gegen die Seuche oder Pandemie zu handeln. Dieses Motiv ist in den Epochen – in der Antike, im Mittelalter, in der frühen Neuzeit – verschieden ausgeprägt, aber immer zu finden. Heute haben wir im Unterschied zur Vormoderne vielfältige Möglichkeiten, die es in früheren Zeiten nicht gab.

In der Vergangenheit gab es bei Pandemien, etwa bei der Pest, immer Volksgruppen oder Religionen, die dafür verantwortlich gemacht wurden. Ist dieses auch in unserer digitalisierten Welt eine wachsende Gefahr, da Verschwörungstheorien massiv zunehmen? Oder ist der moderne Mensch jetzt eher dagegen immun?

Die Diskussion wird im Livestream übertragen.

Eintritt: 9,30 € / erm. 5,90 €
Tickets sind an der Kasse und über Bonnticket im Vorverkauf erhältlich.
Informationen zum Kartenvorverkauf
Information: T +49 228 9171–200

Foto: Daniela Rossell, Ohne Titel (Ricas y famosas, Reich und berühmt), 2002, Tate, London, courtesy the artist and Greene Naftali, New York, Daniela Rossell

Weitere Informationen

#WirKapitalistentwitter | facebook | instagram

Eintritt und Tickets im Vorverkauf

Ohne Stopp an der Kasse direkt in die Ausstellung:
Print@home-Zeitfenster-Tickets inkl. VRS-Fahrausweis


10,80 €/ermäßigt 6,90 €, inkl. Kapitalismus Game

Eintritt frei bis einschließlich 18 Jahre
Happy-Hour-Ticket: 7 € für alle Ausstellungen (jeweils 2 Std. vor Schließung, nur für Individualbesucher).
Es werden auch Kombikarten zum Besuch aller zeitgleich in der Bundeskunsthalle stattfindenden Ausstellungen angeboten. Weitere Informationen zu den Eintrittspreisen

Fotografieren

Das Fotografieren ist in dieser Ausstellung nicht nur erlaubt sondern erwünscht. Teilen Sie Ihre Fotos auch gern über die sozialen Medien und nutzen Sie die offiziellen Hashtags.

Literatur zur Ausstellung in der Bibliothek

Information zum Kapitalismus Game

So wird gespielt:
Um ein Mobiltelefon zu erhalten, geben Sie bitte Ihre Eintrittskarte oder Zählkarte (diese erhalten z.B. ArtCard-Inhaber*innen oder Nutzer*innen anderer Ticketvarianten) am Kiosk ab. Vor dem Verlassen der Ausstellung müssen Sie das Mobiltelefon abgeben und bekommen Ihre Eintrittskarte wieder.
Das Verlassen der Ausstellung ist nur mit dieser gültigen Eintrittskarte möglich!

Hinweis zum Datenschutz:
Alle Kameraaufnahmen, die an Spielstationen entstehen, dienen ausschließlich zur Durchführung des Ausstellungsspiels „Das Kapitalismus Game“. Die Kameraaufnahmen werden innerhalb der Bundeskunsthalle automatisch analysiert und danach sofort gelöscht. Porträts, die Nutzer des Spiels machen, werden nur einer Skala von 1 bis 10 zugewiesen. Grundsätzlich werden die Daten nur im unmittelbaren Moment der Verarbeitung im Speicher gehalten und nicht weiter gespeichert. Die entstandene Auswertung kann nicht Ihrer Person zugeordnet werden.

Während der Nutzung des Mobilgerätes werden keine personenbezogenen Daten erhoben, gespeichert oder zu statistischen Zwecken genutzt. Es findet keinerlei personenbezogene Datenübertragung statt, auch nicht an Dritte.

Das Spiel liegt nur in deutscher Sprache vor.

Es gilt die Besucherordnung der Bundeskunsthalle. Bitte beachten Sie auch die Informationen zum Datenschutz.

Virtueller Rundgang

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Museumsmeile Bonn
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

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(und an allen Feiertagen, auch denen,
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