live arts

Wenn die Türen zu den Ausstellungen schließen, gehen die Scheinwerfer an
Unser live-arts-Programm widmet sich ganz den darstellenden Künsten, insbesondere Tanz, Theater, Musik und Performance.

Die nächsten Termine

Highlight

live arts – Konzert

Pantha du Prince – Garden Gaia

Im Projekt Garden Gaia denkt Hendrik Weber alias Pantha du Prince Ökologie und Ästhetik, Natur und Mensch in verschiedenen Medien zusammen.

Die Ende August 2022 als Album erschienene Musik überträgt formbildende Prozesse in der Natur in schwingende Klangpoesie, die zwischen Techno und Avantgarde vermittelt. Mit Schlagwerker*innen sowie zum Teil selbstgebauten Tonerzeugern bringt Weber sie nun als umfassende audiovisuelle Performance auf die Bühne, die ihrerseits eine eigene Welt bildet. Innerhalb des von Something Fantastic entworfenen Bühnenbildes kommen Videoarbeiten von Natalia Stuyk zum Einsatz. Akustische und elektronische Klänge, physische Elemente und digitale Bildwelten repräsentieren und kommentieren im Miteinander verschiedener Kunstformen das Leben auf unserem Planeten.

Bereits seit 2012 widmet sich Pantha du Prince einem Über-Projekt, das längst alle seine anderen Veröffentlichungen überstrahlt und heute mit Garden Gaia einen vorläufigen künstlerischen Höhepunkt erlebt. Nach dem gemeinsam mit The Bell Laboratory aufgenommenen Album Elements of Light (2012) entstand 2020, dieses Mal wieder im Alleingang, Conference of Trees. Die drei Alben eint, dass Pantha du Prince sie dem Thema „Mensch als Natur“ gewidmet hat.
Wenn wir auf unsere aus den Fugen geratene Welt schauen, auf Krieg, Naturzerstörung und die scheinbar stets unversöhnlichen/von Aggressivität geprägten Beziehungen zwischen den Menschen, stellen wir fest, dass in der Musik von Pantha du Prince ein revolutionäres, weil friedenstiftendes Potenzial steckt. Nicht zufällig bezieht sich der Titel des Albums auf die kraftvolle, unbezähmbare Göttin Gaia, die als eine der höchsten Gottheiten in der griechischen Mythologie die Erde personifiziert.

Für die neun neuen Tracks auf Garden Gaia hat Pantha du Prince seine musikalische Palette elektroakustischer Ausdrucksmöglichkeiten in einem kollaborativen kreativen Prozess abermals erweitert. Absurderweise waren diese Kollaborationen mit weit voneinander entfernt lebenden Musikern und Musikerinnen nicht zuletzt den pandemischen Einschränkungen des letzten Winters geschuldet: Aus dem eigenen Kokon heraus schickte Pantha du Prince eigentlich fertige Tracks an Musikerfreunde weltweit –  und war offen für deren Veränderungsvorschläge.
Dass Garden Gaia trotz der vielen daran Beteiligten ein unfassbar homogenes Album wurde, liegt daran, dass Pantha du Prince sich gewissermaßen als Beobachter dessen verstand, was sich vor seinen Augen in Zusammenarbeit mit Dritten entwickelte. Er hat vieles einfach zugelassen – als würde er einem Garten beim Wachsen zuschauen. Denken wir diese Idee weiter, ist dieser nichts anderes als der Garten Eden und die Erde die Manifestation des Paradieses.

19 €/ ermäßigt 9,50 €
Ticketverkauf an der Kasse der Bundeskunsthalle und im Online Shop

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Besucherregelungen im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie.
Weitere Informationen
Aufgrund eines veränderten COVID- Infektionsgeschehens besteht immer auch das Risiko einer kurzfristigen Absage der Veranstaltung.

Abb: Pantha du Prince © Frédéric Boudin

Highlight

live arts – Tanz/Performance

Bahar Temiz – Ice

Deutsche Erstaufführung in Kooperation mit dem 8. Internationalen Bonner Tanzsolofestival

Ausgangspunkt von „Ice“ sind die dramatischen Antarktis-Expeditionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Angetrieben von ihrem Entdeckerdrang, setzten sich die frühen Polarforscher extremen Bedingungen aus, riskierten ihr Leben und entdeckten eine unbekannte Welt aus Eis – eine Welt, die nun, ein Jahrhundert später, zu verschwinden droht.

Mit einem Bündel Seile entwickelt Bahar Temiz eine Choreografie in teils labyrinthischen, teils skulpturalen, sich ständig verändernden Strukturen. In faszinierenden Bildern visualisiert sie Zustände von Ausdauer, Erschöpfung, Überwältigung und Hingabe. Das zwischen Tanz, Theater, Architektur und bildender Kunst angesiedelte Stück thematisiert die Fragilität des menschlichen Körpers in einer feindseligen Umgebung und hinterfragt unser komplexes Verhältnis zur Welt. Wie interagieren wir mit unserer natürlichen Umgebung? Wie können wir die Gefahren, die wir selbst heraufbeschworen haben, überleben?

„Die Welt ist ständig im Wandel, und die Menschen entwickeln ständig neue Technologien, um zu überleben. Für mich ist dieser beharrliche Antrieb ebenso deprimierend wie aufregend.“ (Bahar Temiz)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem 8. Internationalen Bonner Tanzsolofestival

15 €/ ermäßigt 9 €
Ticketverkauf über Bonnticket

Das gesamte Festivalprogramm finden Sie auf der Seite www.tanz-in-bonn.de

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Besucherregelungen im Hinblick auf die COVID-19-Pandemie.
Weitere Informationen
Aufgrund eines veränderten COVID- Infektionsgeschehens besteht immer auch das Risiko einer kurzfristigen Absage der Veranstaltung.



Konzept und Performance: Bahar Temiz in Zusammenarbeit mit Maik Riebort / Text: Michael de Cock & Bahar Temiz / Sound Design: Pol Matthé / Dramaturgie: Kristin Rogghe / Assistenz Dramaturgie: Lena Vercauteren / Künstlerische Beratung: Marc Vanrunxt / Künstlerische Beratung Bühnenbild: Meryem Bayram / Technische Leitung: Nele Verreyken
Produktion: Platform 0090
Koproduktion: KVS, C-Takt, wpZimmer, Het Laatste Bedrijf
Förderer: Saanco University Sakip Sabanci Museum, The Tax Shelter measure of the Belgian Federal Government und Gallop Tax Shelter, SACD
Dank an: Michael De Cock, Dina Dooreman, Charo Calvo, Maru Mushtrieva, Catherine Vervaecke, Kathy van Bossche, Valerie de Visscher, Heidi Ehrhart, Špela Tušar, Povilas Bastys