Der BONN SUMMIT bringt Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aus aller Welt in Bonn zusammen, um unter dem Leitgedanken planetarer Grenzen und globaler Interdependenzen über aktuelle Herausforderungen unserer Gegenwart und deren kulturelle Dimension zu diskutieren. Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe 2026 steht die Frage nach dem Verhältnis von Kultur und Politik i n Zeiten geopolitischer Machtverschiebungen. Wir blicken auf die aktuellen Entwicklungen in den USA und fragen nach den Konsequenzen für Europa. Wir beleuchten ausgewählte Schauplätze von kulturell codierten Konflikten um Wertvorstellungen und Weltanschauungen. Wir laden ein zu einem gemeinsamen Austausch über Zukunftsszenarien, Handlungsoptionen und Gestaltungsstrategien.

Aktuelle Herausforderungen unserer Gegenwart und deren kulturelle Dimension

Ziel ist die Etablierung eines öffentlichen Forums für einen transdisziplinären Austausch über die Grundlagen und die Zukunft unseres Zusammenlebens. Ein solches Forum erscheint aus mehreren Gründen als dringend erforderlich: Erstens droht das Erstarken von autokratischen und antidemokratischen Kräften im Westen wie im Osten wertvolle Errungenschaften der Nachkriegs- und Nachwendeordnung wie Freiheit, Vielfalt, Rechtsstaatlichkeit, Multilateralismus und kooperative Zusammenarbeit bei der Bekämpfung globaler Krisen wie Klimawandel oder Armut substanziell zu beschädigen. Zweitens steht Europa vor der Herausforderung, seine eigene Rolle in der Welt neu zu definieren und den Boden für gemeinsames Handeln zu stabilisieren. Drittens bestehen wesentliche Bestandteile eines solchen gemeinsamen europäischen Bodens in kulturellen Faktoren – wie gemeinsamen Werten und Normen, Verhaltensweisen und Handlungsmaximen, Erinnerungen und Zukunftsvisionen, Religiosität und Heilsversprechen, Praktiken der Selbstreflexion, respektvollen Zurückhaltung und diplomatischen Verständigung, Bildung von Empathie und moralischem Urteilsvermögen, Infrastrukturen für konstruktiven Dialog und Sorge für das Gemeinwohl usw.

Gemeinsamer Austausch über Zukunftsszenarien, Handlungsoptionen und Gestaltungsstrategien

Vor diesem Hintergrund schafft die Bundeskunsthalle eine öffentliche Plattform für eine Verständigung über kulturelle Grundlagen, auf der kooperatives Handeln im Sinne einer europäischen Wertegemeinschaft aufbaut. Dafür erscheint es als sinnvoll, sich einerseits ein realistisches Bild von den gegenwärtigen Angriffen auf kulturelle Errungenschaften wie wissenschaftliche Forschung, künstlerische Produktion, wahrheitsorientierte Kommunikation, zivilgesellschaftliches Engagement, u.v.m. zu machen; und andererseits neue Allianzen und Strategien zu entwickeln. Letztlich geht es darum, diesen Angriffen solidarisch entgegenzutreten und die demokratische Kultur einer offenen Gesellschaft inklusive ihrer öffentlichen Institutionen zu stärken.

Kontakt

Dr. Sven Sappelt
Programmkurator für Diskurs
sven.sappelt (at) bundeskunsthalle.de

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