Erneut laden wir Sie über den Sommer zum Spiel mit vielen Kunstwerken in den Außen- und öffentlichen Innenraum der Bundeskunsthalle ein. Wieder dabei sind aus den Vorjahren der beliebte Wasserpavillon Circular Appearing Rooms von Jeppe Hein und die Bonner Rutschbahn von Carsten Höller. Das organische Klettergerüst von Temitayo Ogunbiyi You will follow the Rhein and compose play (playground) und die drei Fußballtorwände Camouflage/Torwand 1–3 [Croy, Kleff, Maier] von Olaf Nicolai bereichern im Sinne eines nachhaltigen Denkens auch wieder den spielerischen Parcours. Auch Finnegan Shannons Bänke Do you want us here or not (KAH) können wieder genutzt werden, sie thematisieren u.a. Zugänglichkeiten von Kunst im Allgemeinen und in Ausstellungsräumen.

Nach dem Themenjahr der ökologischen Nachhaltigkeit 2025, steht das Jahr 2026 im Zeichen der sozialen Nachhaltigkeit, des Zusammenhaltes und der Achtsamkeit. Es werden Kunstwerke angeboten, die neben der Reflexion zum interaktiven Spiel einladen, sich aber auch mit Bildern, Sprache oder Musik/Sound als grenzüberschreitende und universelle Kommunikationsformen beschäftigen.

Interaktionen, Interventionen und Irritationen geben die Möglichkeit, an der Kunst aktiv teilzuhaben.

So können mit Constatin Lusers Protosaurus Töne gezaubert werden, während die Dirty Parrots von Gerrit Frohne-Brinkmann nach einem Zufallsprinzip Töne und Worte generieren. Mit Ólafur Elíassons The collectivity project entstehen unterschiedliche Bilder, wenn individuell oder gemeinsam die schönsten Gebäude aus weißen LEGO®-Steinen gebaut werden, während Philipp Messner ein scheinbar gängiges Farbbild, Constantly Shifting, auf dem Museumsplatz als Intarsienarbeit entstehen lässt, das sich durch die unbeabsichtigte Interaktion durch uns oder die Natur im Wandel befindet.

Bilder oder Kommunikationsmodelle sind nicht nur bei Bettina Pousttchis World Time Clock mit ihren weltweit konformen Darstellungen der Uhrzeit um 13:55 erkennbar. Auch Thomas Mader und Christine Sun Kim thematisieren mit Find Face Methoden der Verständigung und visualisieren die ASL-Gebärdensprache. Damit regen sie zu Gedanken über Wahrnehmung und Kommunikation an, wie auch Aletheia Kí Zoeÿs Illusionary Silence, die mit ihren drei großen, farbigen Schaumküssen Worte in Braille-Schrift anbietet. Und Juergen Staack lädt mit seiner Telefonzelle Communication Model 01–Calling zu einem Dialog mit unbekanntem Ausgang ein. Martin Pfeifle bietet mit der gewellten Bank Onda einen Ort zum Verweilen an – vielleicht auch zur Interaktion mit anderen oder der Natur, was sich ebenfalls im Verkehrsschild ohne Funktion, Camouflage, Fig. 8, des Künstlerduos Elmgreen & Dragset im wahrsten Sinne des Wortes spiegelt.

Natalie Brehmer reflektiert in ihrer Arbeit run ran run Momente der Bewegung, der Körperlichkeit und des Stadtraumes und bringt unsere Architektur und eigene Interaktion in ein poetisches Zusammenspiel. Und das Künstlerduo Famed bietet passend zum Themenjahr die Aussage, bzw. die Aufforderung Trust People an, die unser Vertrauen sowohl hinterfragen als auch stärken kann.

Alle Werke oder Projekte beinhalten eine eigene Erzählung oder Vision, die es neben der Interaktion zu entdecken gilt. Sie machen deutlich, dass Offenheit sowohl dem individuellen als auch dem gemeinsamen Erleben dient und ein Miteinander, Toleranz und Sensibilität fördert, frei nach dem Motto „Was uns verbindet“. Somit können Verhaltensweisen und Denkmuster – manchmal spielerisch – hinterfragt werden.

#Interactions2026

Eröffnungsprogramm

Während der drei Tage entsteht auf dem Musemsplatz die Farbarbeit Constantly shifting von Philipp Messner, bei deren Ausarbeitung Sie zuschauen können.
Sollte das Wetter es nicht zulassen, entfallen die Angebote im Außenraum.

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