AUSSTELLUNGEN

Malerfürsten

28. September 2018 bis 27. Januar 2019

Bereits in der Renaissance und im Barock etablierten Maler wie Raffael, Tizian, Rubens und van Dyck ihren gesellschaftlich anerkannten und höfisch privilegierten Sonderstatus. Als Malerfürsten zeigten sie sich in ihrem Verhalten und in ihren Selbstbildnissen. Ausgehend von diesen historischen Vorbildern widmet sich die kunst- und kulturhistorische Ausstellung dem länder- und epochenübergreifenden Phänomen der Malerfürsten. Sie stellt ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert anhand der Beispiele von Frederic Lord Leighton, Hans Makart, Franz von Lenbach, Mihály Munkácsy, Jan Matejko, Friedrich August von Kaulbach und Franz von Stuck in den Mittelpunkt.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Selbst- und Fremdinszenierungen der modernen Malerfürsten und der sich um sie rankende Künstlerkult. Erfolgreich nutzten sie die Macht ihrer Netzwerke und ihre Popularität für den sozialen Aufstieg. Durch neue Reproduktionsmedien, Ausstellungsinszenierungen, Atelierbesuche und Interviews in Tageszeitungen wurden die Künstler und ihre Werke weltweit mit großem Gewinn vermarktet und das gesellschaftliche Konzept „Malerfürst“ erfolgreich etabliert.

In Kooperation mit Muzeum Narodowe w Krakowie (Nationalmuseum in Krakau)

Ernst Ludwig Kirchner
Erträumte Reisen

16. November 2018 bis 3. März 2019

Kirchner gehört zu den bekanntesten Malern des deutschen Expressionismus und zählt als Mitbegründer der Brücke-Gruppe am Anfang des 20. Jahrhunderts zu den wichtigsten Künstlern. Durch das Leben und Werk des Malers zieht sich wie ein roter Faden seine Suche nach dem Exotischen und Ursprünglichen, nach anderen Ländern und Kulturen. Entstanden sind farbenprächtige Bilder aus der Fantasie, in denen er fremde Welten erschuf und doch seiner Lebensrealität stets verhaftet blieb.
Anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos zeichnet die Ausstellung Kirchners Lebensweg und Schaffen nach. Die retrospektive Ausstellung mit mehr als 180 Kunstwerken veranschaulicht, wie er gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse immer wieder neu verarbeitete und dabei auch persönlich und malerisch Neuland betrat.

Die Ausstellung wird kuratiert von Katharina Beisiegel (Art Centre Basel) in Zusammenarbeit mit dem Kirchner Museum Davos und mit Thorsten Sadowsky und organisiert vom Art Centre Basel in Zusammenarbeit mit der Bundeskunsthalle.

Bestandsaufnahme Gurlitt
Ein Kunsthändler im Nationalsozialismus

14. September 2018 bis 7. Januar 2019
im Gropius Bau, Berlin

Als 2013 die Beschlagnahmung der Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) bekannt wurde, war das öffentliche Aufsehen im In- und Ausland groß. Die über 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, standen unter dem Verdacht, Raubkunst zu sein.
Im Gropius Bau werden rund 200 Kunstwerke aus dem Nachlass sowie eine Vielzahl von Originaldokumenten und historischen Fotografien präsentiert. Gurlitts Werdegang wird eine Reihe exemplarischer Biografien seiner Zeitgenossen gegenübergestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Schicksalen der meist jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Mit einem breiten Spektrum von Kunstepochen und Stilen, das von Dürer bis Monet und von Cranach bis Kirchner und Rodin reicht, zeigt die Ausstellung Kunstwerke, die jahrzehntelang als verschollen galten und spiegelt den aktuellen Forschungsstand zum Kunstfund Gurlitt. Indem sie der Herkunft jeder einzelnen Arbeit nachgeht, richtet sie ihren Blick auf die einzigartigen Geschichten dieser Objekte.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern

30 Jahre Kunstauktionen

16. bis 25. November 2018
Eröffnung: Donnerstag, 15. November 2018, 18 Uhr
Eintritt frei!

In diesem Jahr feiert die Deutsche AIDS-Stiftung „30 Jahre Kunstauktionen“. 33 Kunstwerke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zeigt die Stiftung zu diesem Anlass vom 16. bis 25. November in einer Sonderausstellung. Die Arbeiten, die im Zentralkabinett der Bundeskunsthalle vorbesichtigt werden können, kommen am 28. November 2018 in Köln unter den Hammer. Darunter sind Arbeiten von Leiko Ikemura, Tony Cragg, Julian Charrière, Sylvie Fleury, Heinz Mack und Candida Höfer.

Szenenfoto aus Die Frau im Mond, Deutschland 1929, Regie: Fritz Lang, Quelle: Deutsche Kinemathek, © Horst von Harbou

Kino der Moderne
Film in der Weimarer Republik

14. Dezember 2018 bis 24. März 2019

Die Bundeskunsthalle und die Deutsche Kinemathek präsentieren gemeinsam eine umfangreiche Ausstellung zum Kino der Weimarer Republik. Im Zentrum stehen die Wechselwirkungen zwischen Kino, Kunst und Alltag sowie die Impulse und Diskurse, die vom Kino der Weimarer Republik ausgingen und bis heute nachwirken: Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen und die Popularität der Psychoanalyse, aber auch die gesellschaftlichen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges spiegeln sich im Kino der Moderne.
Die Ausstellung wird insbesondere aus den reichhaltigen Sammlungen der Deutschen Kinemathek schöpfen. Viele der Exponate werden erstmals öffentlich ausgestellt und durch ausgewählte Leihgaben aus den Bereichen Kunst, Design und Architektur aus dem In- und Ausland ergänzt.

Eine gemeinsame Ausstellung der Bundeskunsthalle, Bonn, und der Deutschen Kinemathek, Berlin

Michael Jackson
On the Wall

22. März bis 14. Juli 2019

Michael Jackson zählt zu den einflussreichsten Künstlern, die das 20. Jahrhundert hervorbrachte und dessen Erbe im neuen Jahrtausend fortdauert. Seine Bedeutung in allen Bereichen der Popkultur ist allseits bekannt, sein beträchtlicher Einfluss auf die zeitgenössische Kunst allerdings noch eine ungeschriebene Geschichte. Doch seit Andy Warhol 1982 sein Bild zum ersten Mal verwendete, machte die bildende Kunst Jackson zur meistdargestellten Figur der Medienwelt.
Die Ausstellung untersucht diesen Einfluss von Michael Jackson auf einige der führenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen bildenden Kunst. Sie umfasst mehrere Künstlergenerationen sowie alle Medien. Erstmals werden Werke von über vierzig Künstlern versammelt, die aus öffentlichen und privaten Sammlungen in aller Welt stammen, darunter auch Exponate, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden.

Die Ausstellung wurde von der National Portrait Gallery, London, entwickelt und mit der Bundeskunsthalle organisiert, mit Dank an den Michael Jackson Estate.

Goethes Gärten
Grüne Welten auf dem Dach
der Bundeskunsthalle

14. April bis 15. September 2019

Der Garten auf dem Dach der Bundeskunsthalle lädt zum Flanieren und Verweilen ein, zum ästhetischen Genuss und zur naturwissenschaftlichen Erkundung.
Als Goethe im Frühjahr 1776 sein erstes Weimarer Anwesen, das berühmte „Gartenhaus“ unweit der Ilm, bezog, galt sein besonderes Interesse dem weitläufigen Garten, dessen Neugestaltung er sogleich in Angriff nahm. Neben einem Nutzgarten legte Goethe auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten mit gewundenen Wegen und schattigen Ruheplätzen an. Überdies unterhielt er zahlreiche Blumenbeete für seine botanischen Experimente, die ihn mit den Jahren zu einer eigenen Metamorphosenlehre führten. Auch im repräsentativen Haus am Weimarer Frauenplan, das er später bezog, schenkte er dem dortigen Garten seine besondere Aufmerksamkeit. In einem Pavillon an der Südseite des Gartens richtete er sogar seine geowissenschaftliche Sammlung ein, die Mineralien, Gesteine sowie Fossilien aus aller Welt umfasste.
Der Garten der Bundeskunsthalle wird all diese Aspekte aufgreifen. Da er sich zwischen Mai und September immer wieder verändern wird, empfiehlt sich zudem ein mehrmaliger Besuch.

Goethe
Verwandlung der Welt

17. Mai bis 15. September 2019

Johann Wolfgang Goethe ist der weltweit bekannteste Dichter deutscher Sprache. Bereits zu Lebzeiten erstreckte sich sein Ruhm auf ganz Europa. Seine literarischen Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt und Figuren wie Werther oder Faust eroberten alle Kunstgattungen und sämtliche Sparten der Populärkultur. Wie kein zweiter Dichter seiner Zeit hat Goethe jene Veränderungen reflektiert, die um 1800 die politischen, ökonomischen und kulturellen Fundamente Europas erschütterten. Er war aber nicht nur ein kritischer Beobachter der anbrechenden Moderne, sondern zugleich ein äußerst wandlungsfähiger Künstler, der bis heute Schriftsteller, Maler und Bildhauer sowie Komponisten, Fotografen und Filmregisseure inspiriert hat.
Die erste große Goethe-Ausstellung seit 25 Jahren veranschaulicht sein Werk und seine Biografie im Horizont der frühen Moderne sowie die einzigartige Rezeptionsgeschichte seines Wirkens.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und der Klassik Stiftung Weimar in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift, Frankfurt a. M., dem Goethe-Museum Düsseldorf und dem Museo Casa di Goethe, Rom unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Beethoven
Welt.Bürger.Musik

16. Dezember 2019 bis 26. April 2020

Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten und Visionärs Ludwig van Beethoven (1770–1827) präsentiert die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn die zentrale Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2020.
Die Schau zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Beethovens nach und verschränkt diese mit seinem musikalischen Werk. Sie gliedert sich in Themenkreise wie „Beethovens Sicht auf sich selbst“, „Freundschaften“ und „Geschäftliche Strategien“, denen jeweils musikalische Schlüsselwerke zugeordnet sind. Sie präsentiert einzigartige Originalexponate und ikonische Porträts, die die Persönlichkeit des Komponisten vorstellen und gleichzeitig sein gängiges Bild in der Öffentlichkeit hinterfragen. Originalinstrumente und Hörstationen lassen die Besucher/-innen in historische Klangwelten eintauchen. Es wird nicht nur die Arbeitsweise des Komponisten, sondern auch der kulturhistorische Kontext seiner Lebens- und Wirkungsgeschichte veranschaulicht.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn.

Carsten Höller
Bonner Rutschbahn / Bonn Slide

Saisonal nutzbar / Das Dach der Bundeskunsthalle ist bis zum Frühjahr geschlossen

Der Künstler Carsten Höller hat für die Bundeskunsthalle eine spezielle, ortsbezogene Slide für die Eingangsfassade entwickelt, die das Dach und den Vorplatz verbinden wird. Die Skulptur und die Architektur von Gustav Peichl gehen damit eine respektvolle Symbiose ein, die den Besucher beides anders verstehen lässt, als die separate Betrachtung von künstlerischer Ästhetik und funktionaler Nutzung. Die Arbeit wird mit der Ausstellung The Playground Project – Outdoor eröffnet, bleibt aber für mehrere Jahre installiert und saisonal nutzbar.
Höller versteht ein Museum auch als Raum für Experimente, Innovationen und zum Erproben unerwarteter Ideen und Konzepte. So erweitert er das Medium Skulptur zum Handlungsraum und macht die körperliche und emotionale Erfahrung und Wahrnehmung des Betrachters/Besuchers auf spielerische Weise zum zentralen Bestandteil seiner Kunst. 

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. James Jacques Joseph Tissot (1836–1902), Mr. Frederic Leighton (Ausschnitt), Vanity Fair Karikatur, 29 Juni 1872, Chromolithografie, 40 x 27,2 cm,Victoria and Albert Museum, LondonJames Jacques Joseph Tissot (1836–1902), Mr. Frederic Leighton (Ausschnitt), Vanity Fair Karikatur, 29 Juni 1872, Chromolithografie, 40 x 27,2 cm, Victoria and Albert Museum, London
  2. Carsten Höller, Bonner Rutschbahn, 2018, Simulation, Tubular spiral slide (stainless steel with polycarbonate cover), Höhe ca. 13,60 Meter, gesamte Länge ca. 35 Meter© Carsten Höller, VG Bild-Kunst, Bonn 2017Carsten Höller, Bonner Rutschbahn, 2018, Simulation, Tubular spiral slide (stainless steel with polycarbonate cover), Höhe ca. 13,60 Meter, gesamte Länge ca. 35 Meter © Carsten Höller, VG Bild-Kunst, Bonn 2017
  3. Szenenfoto aus Die Frau im Mond, Deutschland 1929, Regie: Fritz Lang, Quelle: Deutsche Kinemathek, © Horst von HarbouSzenenfoto aus Die Frau im Mond, Deutschland 1929, Regie: Fritz Lang, Quelle: Deutsche Kinemathek, © Horst von Harbou
  4. David LaChapelle, An illuminating Path (Ausschnitt), 1988, Courtesy of the artist © David LaChapelle
  5. Auguste Rodin (1840–1917), Kauernde (Ausschnitt), ca. 1882, Marmor; 33,5 x 27,5 x 18 cmKunstmuseum Bern, Legat Cornelius Gurlitt 2014, Foto: David Ertl, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbHAuguste Rodin (1840–1917), Kauernde (Ausschnitt), ca. 1882, Marmor; 33,5 x 27,5 x 18 cm, Kunstmuseum Bern, Legat Cornelius Gurlitt 2014, Foto: David Ertl, © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  6. Ernst Ludwig Kirchner, Sitzendes Mädchen (Fränzi Fehrmann, Ausschnitt), 1910 (verändert 1920)Minneapolis Institute of ArtErnst Ludwig Kirchner, Sitzendes Mädchen (Fränzi Fehrmann, Ausschnitt), 1910 (verändert 1920), Minneapolis Institute of Art

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

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