AUSSTELLUNGEN

INFORMATIONEN ZU COVID-19

Liebe Besucherinnen und Besucher,

für einen Besuch in der Bundeskunsthalle (Ausstellungen, Führungen, Veranstaltungen und Workshops, aber auch Restaurant, Buchhandlung und Bibliothek) gilt:

  • 2G: Einlass nur mit Geimpften- oder Genesenen-Nachweis
  • Ein Besuch ist ohne Terminbuchung möglich
  • Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern
  • Beachtung der Hygieneregeln

Aufgrund eines veränderten COVID-19-Infektionsgeschehens besteht immer das Risiko einer kurzfristigen Absage einer Ausstellung oder Veranstaltung. Die bereits im Vorverkauf erworbenen Eintrittskarten zu unseren Ausstellungen und Veranstaltungen, die nicht besucht werden konnten oder nicht stattgefunden haben, können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, an denen sie gekauft wurden.

Weitere Fragen richten Sie bitte an: info@bundeskunsthalle.de

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Nutzen Sie auch gern weiterhin unsere digitalen Angebote!

Wir freuen uns auf ihren Besuch.
Alles Gute und bleiben Sie gesund!

Methode Rainer Werner Fassbinder
Eine Retrospektive

10. September 2021 bis 6. März 2022

Rainer Werner Fassbinder (1945–1982) war Regisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Autor. Als einem der wichtigen Vertreter des Neuen Deutschen Films, gelang ihm in seinem Werk die Synthese aus radikaler Subjektivität und gesellschaftlicher Analyse. Wie kaum ein anderer Künstler hat er dadurch ein zeitgenössisches Spiegelbild der Bundesrepublik Deutschland geschaffen. Die retrospektive, chronologisch ausgerichtete Ausstellung präsentiert ein facettenreiches Porträt des großen deutschen Filmemachers im Spiegel seiner Zeit: Sein Œuvre wird als beispielloses Gesellschaftsdokument in Kombination mit Archiv- und Quellenmaterial präsentiert, seine Biografie anschaulich mit der damaligen deutschen Lebensrealität verknüpft. Dokumente, Briefe, Archivalien, Fotografien, Zitate, persönliche Gegenstände, Kostüme und Filmkompilationen ermöglichen eine Kontextualisierung.
Fassbinders Exponiertheit, seine kreative Unangepasstheit und künstlerische Radikalität führten zu inzwischen legendären Filmen, Fernseh- und Theaterstücken wie ANGST ESSEN SEELE AUF, DIE EHE DER MARIA BRAUN, ACHT STUNDEN SIND KEIN TAG, BERLIN ALEXANDERPLATZ oder QUERELLE, die sich in das kollektive Bildgedächtnis eingeschrieben haben. Er war in seinem kurzen Leben äußerst produktiv: Er schrieb, drehte oder inszenierte 45 Spielfilme und 25 Theaterstücke, seine Bildsprache changierte von Beginn an virtuos zwischen Theater, Film/Fernsehen und Zeitdokument.
Fassbinder lebte und forderte Intensität. Seine manchmal sperrige, kritische Haltung bei gleichzeitig liebevoller Darstellung und Zeichnung der Menschen, ohne Rücksicht auf ihre jeweiligen Milieus, war von beispielloser, aber auch zutiefst respektvoller Konsequenz. Das schon zu seinen Lebzeiten oft kontrovers diskutierte Werk Fassbinders hat bis heute nichts von seiner Relevanz, Intensität und Strahlkraft verloren. Es zu verstehen bedeutet, sich und andere zu verstehen und zu tolerieren.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle, Bonn, in Zusammenarbeit mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, und der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin

„Adam, Eva und die Schlange“
Werke aus der Schenkung Sammlung Hoffmann

29. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022

Mit fast 200 hochkarätigen Werken aus Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, Installation und Videokunst präsentiert die Bundeskunsthalle einen umfangreichen Überblick moderner und zeitgenössischer Kunst aus der bedeutenden Privatsammlung von Erika und Rolf Hoffmann. Erste Ankäufe unternahm das Ehepaar Hoffmann bereits in den 1960er Jahren. Dabei waren der direkte Dialog und ein intensiver Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern die grundlegende Basis für ihre Entscheidungen. Die Ausstellung erlaubt einen tiefen Einblick in die Sammlung in ihrer Individualität, Subjektivität und auch Privatheit – so bezeichnet Erika Hoffmann die Werke doch auch als „Familienmitglieder“.
Das über Grenzen und Generationen hinweg dialogische, korrespondierende und synergetische Prinzip der Sammlung wird durch eine offene und medienübergreifende Inszenierung deutlich erkennbar. Die Präsentation bietet überraschende Korrespondenzen und spiegelt grundsätzliche existenzielle und philosophische Fragen, die zeitlos sind und bis heute in unserer Gesellschaft Gültigkeit haben. Begriffe wie Energie, Radikalität, Innovation, Vergänglichkeit, Körperlichkeit oder Flüchtigkeit werden durch die Arbeiten von Künstler*innen wie Carla Accardi, Yael Bartana, Christian Boltanski, Monica Bonvicini, Isa Genzken, Felix González-Torres, Georg Herold, Barbara Kruger, Yayoi Kusama, Ernesto Neto, Julian Rosefeldt, Frank Stella, Wolfgang Tillmans oder Andy Warhol lebendig. Die Vielfalt der künstlerischen Äußerungen spiegelt in der Ausstellung die Reichhaltigkeit der Sammlung.

Eine Kooperation der Bundeskunsthalle mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Schenkung Sammlung Hoffmann

Bundespreis für Kunststudierende

25. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
12. November 2021 – 30. Januar 2022

Alle zwei Jahre stellen sich die 24 Kunsthochschulen Deutschlands dem großen Bundeswettbewerb und schicken jeweils zwei ihrer besten Studierenden ins Rennen. Aus den Nominierten wählt eine Fachjury bis zu acht Preisträger*innen aus. In der Ausstellung bespielen die Gewinner*innen jeweils einen Raum mit ihren Werken. Stellvertretend präsentieren sie die hohe Qualität und Vielfalt der künstlerischen Produktion, die an den deutschen Kunsthochschulen aktuell entsteht. Das Spektrum reicht von Installation, Bildhauerei, Video, Performance und Malerei bis Multimedia. So fördert der Bundeswettbewerb gezielt herausragende Studierende und ermöglicht ihnen, professionelle Ausstellungserfahrung zu sammeln und Kontakte mit dem Kunstbetrieb zu knüpfen.

Das Gehirn
In Kunst & Wissenschaft

28. Januar bis 26. Juni 2022

Das Gehirn ist eines der letzten großen Rätsel des menschlichen Körpers. Was haben wir eigentlich im Kopf, und wie stellen wir uns die Vorgänge im Gehirn vor? Ist unser Ich etwas anderes als unser Körper, und wie machen wir uns einen Reim auf die Welt um uns herum? Wie sieht das Gehirn der Zukunft aus: Werden wir zu computergestützten Cyborgs? Es bedarf der Zusammenarbeit vieler Disziplinen, um sich diesen Fragen zu nähern. Die Hirnforschung liefert uns fortwährend aktuelle Erkenntnisse, steht aber auch noch vor vielen ungelösten Fragen. Die Kunst kann dabei helfen, frei über Denken und Fühlen, Bewusstsein und Wahrnehmung, Erinnerung und Traum nachzudenken. Assoziativ verbundene Werke aus Kunst und Kulturgeschichte treffen in dieser Ausstellung auf wissenschaftliche Forschung, um das menschliche Gehirn – wie ein unbekanntes Territorium – zu erkunden und besser verstehen zu lernen.

Simone de Beauvoir
und „Das andere Geschlecht“

4. März bis 19. Juni 2022

Simone de Beauvoir (1908–1986) gehört zu den wichtigsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und gilt als Ikone der Frauenbewegung. Im Jahr 1949 veröffentlichte die Schriftstellerin und Philosophin die Studie Le deuxième sexe („Das andere Geschlecht“), in der sie sich mit der Situation der Frauen in der westlichen Welt auseinandersetzte. Ihre brillante Analyse, die Behandlung von tabuisierten Themen wie sexuelle Initiation, lesbische Liebe oder Abtreibung lösten damals eine Welle von Kritik und Anfeindungen aus. Erst später wurde die Studie als Grundlage der Frauen- und Geschlechterforschung und als feministisches Standardwerk anerkannt.
Mit Le deuxième sexe widmet sich unsere Ausstellung dem wohl berühmtesten Werk von Simone de Beauvoir, das nichts an Relevanz verloren hat, da die Emanzipation der Frauen global noch nicht abgeschlossen ist. Die Ausstellung geht der Entstehung des Werkes im Paris der Nachkriegszeit nach, als die Philosophie des Existenzialismus neue Maßstäbe setzte, und erzählt von der Bedeutung und Rezeption dieser „Bibel des Feminismus“ innerhalb der Frauenbewegung.
Literarische und journalistische Beiträge, Interviews und Filme stellen Simone de Beauvoirs Denken und ihr Verständnis vom freien und unabhängigen Leben vor und lassen ihre wichtigsten Weggefährt*innen wie Jean-Paul Sartre oder Alice Schwarzer zu Wort kommen.

Spektren. Farbe ist Programm

8. April bis 7. August 2022

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema der Farbe als programmatisches Mittel. Sie versammelt kunst- und kulturgeschichtliche Exponate aus über 100 Jahren, kulminierend in Beiträgen zeitgenössischer Kunst. Präsenz und Funktion von Farbe haben sich in dieser Zeitspanne grundlegend geändert. Farbe in ihrer Funktion als Bedeutungsträgerin ist ein wichtiges Thema in der Ausstellung, auch wenn sich jegliche Farbgebung aus ihren jeweiligen kunsthistorischen Zuschreibungen emanzipieren konnte. Die Farbe selbst hat sich seit der Moderne als gestalterisches und künstlerisches Mittel verselbständigt. Infolgedessen hat sich auch der Einsatz von Farbe als Material radikal gewandelt. Mit der rasanten Entwicklung digitaler Technologien in jüngerer Zeit beeinflussten immer intensivere Farberlebnisse die allgemeine Wahrnehmung, einschließlich unseres Verständnisses der Rolle von Kunst. Die Wirkkraft von Farbe durchdringt alle Disziplinen, nicht nur ästhetisch und wahrnehmungspsychologisch, sondern auch politisch und ökonomisch. Auch ihr kommerzieller Einsatz hat sich im Kapitalismus exponentiell gesteigert.
Zentrales Thema von Spektren ist die künstlerische Beschäftigung mit der affektiven und repräsentativen Kraft von Farbe. Dabei ist die Bedeutung von Farbe mehr denn je ein komplexes Konstrukt gesellschaftlicher Übereinkünfte geworden. Bildende Kunst ist das primäre Spielfeld dieser Ausstellung – insbesondere ihr Vermögen abstrakte Denkräume zu eröffnen.
Der Parcours durch die Ausstellung wie auch die assoziative Herangehensweise sind bewusster Teil der Inszenierung. Diese kann über eine raumgreifende, spezifisch für die große Halle produzierte Architektur erlebt werden, die der Künstler und Ko-Kurator Liam Gillick entwickelt hat.

Spektren ist die erste Ausstellung, die vom gesamten Team der Kuratorinnen entwickelt wurde und dadurch viele unterschiedliche spezifische Forschungsschwerpunkte aufweist. Neue, in Auftrag gegebene Installationen (Hans Op de Beeck, Vorplatz) und immersive Räume (La Monte Young, Südgalerie) werden das Projekt bereichern.

„Identität nicht nachgewiesen“
SAMMLUNG ZEITGENÖSSISCHER KUNST
DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
ANKÄUFE VON 2017 BIS 2021

7. Mai bis 3. Oktober 2022

Die Bundeskunsthalle zeigt regelmäßig Ausstellungen mit Werken aus der Sammlung des Bundes. Auch die neue Ausstellung präsentiert ausgewählte Arbeiten, die innerhalb der fünfjährigen Tätigkeit (2017– 2021) von einer ehrenamtlichen Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden sind. Zusätzlich kommen dieses Mal Ankäufe hinzu, die mit Mitteln von NEUSTART KULTUR von einer weiteren Ankaufskommission erworben werden konnten. Das kuratorische Konzept wurde im kollaborativen Prozess von zwölf Kurator*innen unter Moderation der Bundeskunsthalle entwickelt.
Das Team verspricht sich von der Durchmischung der beiden Ankaufskonvolute eine größtmögliche Aktualität und einen repräsentativen Querschnitt der zeitgenössischen, mitunter auch der sehr jungen Produktion. Für die dialogische Konzeption der Ausstellung sind Themen und Cluster wie zeitgenössische politische und gesellschaftliche Relevanz, postkolonialer Diskurs, Posthumanität, Geschichtskonstruktionen, Urbanität oder auch eine werkimmanente Bildästhetik maßgeblich. Die Ausstellung trägt der im zeitgenössischen Kontext relevanten Sammlung des Bundes Rechnung und veranschaulicht, wie historische und aktuelle Entwicklungen, kollektive Sehgewohnheiten oder Hinterfragungen von Bildkonstruktionen künstlerisch und modellhaft umgesetzt werden. Die Auswahl der Werke macht deutlich, dass die gegenwärtigen künstlerischen Ausdrucksformen eine breite Palette an Techniken und Medien umfassen – von raumgreifenden Installationen, Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie, Video und akustischen Arbeiten.

Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Bettina Pousttchi – The Curve

Sommer 2022 bis 2023

Auf dem Dach der Bundeskunsthalle ist für den Sommer eine weitere interaktive Installation geplant, die die spielerischen Komponenten im öffentlichen Raum ergänzt: Den sich allsommerlich auf dem Platz präsentierenden Brunnen Circular Appearing Rooms von Jeppe Hein und die Bonner Rutschbahn von Carsten Höller, die sich um seine eigene Achse die Fassade hinaufschlängelt. Beide werden als partizipative Angebote von einem breiten Publikum sehr dankbar genutzt und verstetigen sich in der Wahrnehmung der Besucher*innen als feste Bestandteile der Bundeskunsthalle.
Die Berliner Künstlerin Bettina Pousttchi (*1971) hat für die Südwestecke des Daches eine Steilrampe vorgeschlagen, die trotz ihrer Steigung begehbar bleibt. Inspiriert ist sie von der legendären Teststrecke, die der Fiat-Konzern auf dem Dach seines 1923 eröffneten Werks im Turiner Stadtteil Lingotto errichtete und von den Futuristen in ihren Technik und Beschleunigung feiernden Bildwelten verewigt wurde. Das historische Zitat übersetzt Pousttchi, wie oftmals in ihrer Arbeit, in eine eigenständige Skulptur bei der die Realität mit der Fiktion verschwimmt. Ihre Rampe erhält durch die matte, schwarz-weiße Oberfläche eine fast fotografische Präsenz. Ihre Physis schmiegt sich dynamisch in den Umraum ein.
Die Zentrifugalkräfte unserer Gesellschaft, die die Künstlerin benennt mit Fluidität / Diversität / Hybridität, sind dem Werk wie auch ihrer Arbeit eingeschrieben. Die strenge Klarheit und Härte mit dem Charme einer Autobahnkurve steht im gewollten Widerspruch zu der Vereinnahmung durch ein willkommenes Publikum, dem eine Bühne zur Bewegung, Begegnung und Belebung gegeben wird.

Die Oper ist tot – Es lebe die Oper!

30. September 2022 bis 5. Februar 2023

In der Oper verbinden sich verschiedene Formen der Kunst (Musik, Gesang, Schauspiel, Tanz) und des Handwerks (Kostüm, Bühne, Licht) zu einem spektakulären Gesamtkunstwerk. Sie überschreitet die Grenzen der Realität, lebt von dramatischen Extremen, vom Magischen und Irrationalen und ist als Kunstereignis einmalig und vergänglich.
Ausgehend von den Anfängen der Oper in Italien, inszeniert unsere Ausstellung kaleidoskopartig Blicke auf verschiedene Opernkonstellationen. Sie präsentiert die barocken Spektakel an den europäischen Höfen und geht der Vielfalt der kommerziellen Spielstätten im Venedig des 17. Jahrhunderts nach. Am Beispiel berühmter Opernhäuser wie der Mailänder Scala, der Wiener Hofoper oder der New Yorker Met erzählt sie vom Wachstum und Wandel der Institution im 19. und 20. Jahrhundert sowie von Menschen, die sich zusammenfinden, um ihren inneren Bildern die sinnliche Gestalt zu verleihen, die das Publikum zu sehen und zu hören bekommt.
Begleitet von Einspielungen zahlreicher Opernwerke, erzählen Gemälde und Kostüme, Plakate und Bühnenbildmodelle, Karikaturen und Programmhefte bekannte und unbekannte Geschichten einer sich immer wieder neu erfindenden Gattung und Institution.

Die Letzten ihrer Art
Seltene Handwerke und Berufe im Wandel

15. Dezember 2022 bis 26. März 2023

In der Reihe interdisziplinärer Ausstellungen zu wissenschaftlich-technischen und gesellschaftsrelevanten Themen widmet sich die Bundeskunsthalle seltenen oder gefährdeten handwerklichen Berufen. Die Ausstellung will nahezu vergessene Handwerke präsentieren und damit zugleich fördern. Die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes Deutschlands zählt eine Reihe von schützenswerten lokalen Traditionen auf, wie z.B. Drechsler- und Flechthandwerk, Porzellanmalerei, Seidenweberei und Musikinstrumentenbau. Auch andere Menschen wie der letzte Bergmann des Ruhrpotts oder die letzte Rheinschifferin haben Berufe erlernt, die drohen, in Vergessenheit zu geraten.
Die Ausstellung nimmt besonders den lokalen beruflichen Wandel in Nordrhein-Westfalen in den Blick. Die Auswahl der Handwerkskünste geschieht nach qualitativen Gesichtspunkten, aber auch im Hinblick auf persönliche Geschichten, die oft mehrere Familiengenerationen umspannen. Diese Geschichten haben soziale und psychologische Facetten, z. B. auch in Bezug auf den Begriff der Kreativität und seine Bedeutung für unsere Bildung und unser Wohlbefinden. Ein spezieller Fokus liegt auf der Revitalisierung aussterbender Handwerksberufe. Auch der interaktive Bezug zu aktuellen Trends, wie Do-it-yourself-, Repair- und Recycling-Workshops sowie zur Nachhaltigkeitsdebatte allgemein, ist vorgesehen.

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. Rainer Werner Fassbinder mit Kameramann Michael Ballhaus bei den Dreharbeiten zu WARNUNG VOR EINER HEILIGEN NUTTE, BRD 1970/71 © DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main / Sammlung Peter Gauhe, Foto: Peter Gauhe Rainer Werner Fassbinder bei Dreharbeiten.
  2. Felix Gonzalez-Torres, „Untitled“ (Placebo – Landscape – for Roni), Ausschnitt,, 1993, Schenkung Sammlung Hoffmann, Staatliche Kunstsammlungen Dresden © SKD, Foto: Oliver Killig Kunstwerk von Felix Gonzalez-Torres, „Untitled“. Viele Bonbons in goldenem Papier.
  3. Collage mit Arbeiten der Kunststudierenden, 2021 Collage mit Arbeiten der Kunststudierenden, 2021
  4. Simone de Beauvoir, Französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin, 1954 © Pierre Boulat / Agentur Focus
  5. Sophie Täuber-Arp, Foyer-bar, L ’Aubette, Strassburg, 1927/28, Rekonstruktion Museum Haus Konstruktiv, Zürich 1998, Sammlung Museum Haus Konstruktiv, Foto: Stefan Altenburger Von Sophie Täuber-Arp 1927/28 gestaltete Foyer-bar, L ’Aubette, Strassburg,
  6. Bussaraporn Tongchai, Identität nicht nachgewiesen, 2018, Zeichnung auf Papier, Courtesy of the Artist Bussaraporn Tongchai, Identität nicht nachgewiesen, 2018, sw Zeichnung, weibliche Figur mit hohem Hut.
  7. Bettina Pousttchi, Steilkurve der Teststrecke auf dem Dach des Lingotto, Turin, 2019 © Steve Tulley / Alamy Stock Photo Bettina Pousttchi, Steilkurve der Teststrecke auf dem Dach des Lingotto in Turin, 2019
  8. Der Bühnensaal der Oper von Venedig (La Fenice), 2020 © picture alliance/dpa / Annette Reuther
  9. Weber am Handwebstuhl, vermutlich Bielefeld, um 1930 © LWL-Medienzentrum für Westfalen Ein alter Mann beim Weben am Handwebstuhl
  10. Grafikdesign: Manuel Radde, Bernhard Poppe (Illustration) für dform.at / Abbildung: Rendering für „Das Gehirn. In Kunst & Wissenschaft“, Artwork (3D-Grafik) Maik Perfahl (mostlikely) in Zusammenarbeit mit Andreas Pawlik (dform.at) Hirnwindungen

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

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Montags geschlossen
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Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr
(und an allen Feiertagen, auch denen,
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