AUSSTELLUNGEN

Von Mossul nach Palmyra
Eine virtuelle Reise
durch das Weltkulturerbe

30. August bis 3. November 2019 

„Eine Ausstellung, die Geschichte schreiben wird. [...] Zum Weinen schön.“ (Die Welt)
Mossul, Aleppo, Palmyra, Leptis Magna – diese Städte sind Symbole für das sagenumwobene Weltkulturerbe vergangener Zivilisationen, aber auch für die Zerstörung ihrer Denkmäler durch Fanatismus und Kriege. Mit Hilfe modernster virtueller Rekonstruktionen erweckt die Ausstellung diese legendären und heute zerstörten Stätten zu neuem Leben. Wir laden Sie ein, die glorreiche Vergangenheit dieser Orte, die Geschichte ihrer Zerstörung und die Möglichkeit einer Rekonstruktion in spektakulären Animationen zu erleben.
Die Reiseroute verläuft vom antiken Ninive, das heute innerhalb von Mossul (Irak) liegt, nach Aleppo (Syrien). Hier haben muslimische Reiche von den Umayyaden bis zu den Osmanen einen großartigen architektonischen Schatz hinterlassen. Weitere Stationen sind Leptis Magna (Libyen), das von den Phöniziern gegründete „afrikanische Rom“, und Palmyra (Syrien), die legendäre griechisch-römische „Perle des Orients“. Die Bundeskunsthalle unterstreicht mit dieser Ausstellung die Bedeutung des Erhalts dieses universellen Erbes der Menschheit.

In Kooperation mit dem Institut du Monde Arabe (IMA), Paris

California Dreams
San Francisco – ein Porträt

12. September 2019 bis 12. Januar 2020

Kalifornien und speziell San Francisco stehen als Sehnsuchtsorte seit jeher für die Träume von einem „besseren Leben“: Träume von Wohlstand und Überfluss, von anderen (zuweilen utopischen) Gesellschaftsordnungen, innovativen Lebensentwürfen, kreativen künstlerischen Perspektiven und neuen technologischen Horizonten. Sowohl der pazifisch-asiatische Raum im Westen als auch Europa im Osten haben San Francisco nachhaltig geprägt.
Von San Francisco gingen immer wieder weltweite Impulse aus: vom Goldrausch im 19. Jahrhundert bis hin zu den großen sozialen und politischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Heute bildet Silicon Valley einen erneuten globalen Anziehungspunkt in der San Francisco Bay Area.
Mit Kunstwerken und historischen Objekten von zahlreichen kalifornischen und europäischen Leihgebern zeichnet die Ausstellung ein vielfältiges Porträt der Stadt San Francisco über vier Jahrhunderte. Sie berührt wichtige globale Fragen unserer Gegenwart, besonders die Themen Migration und Vertreibung. Die Ausstellung würdigt San Francisco als einen Ort, dessen pluralistische Identität bis heute stetig neu verhandelt wird.

Bundespreis für Kunststudierende

24. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
18. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020

Alle zwei Jahre schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Wettbewerb Bundespreis für Kunststudierende aus. Er richtet sich an die Studierenden der 24 Kunsthochschulen in Deutschland. Jede Kunsthochschule entsendet je zwei Studierende in den Wettbewerb.
Eine Jury wählt aus den Nominierten fünf bis acht Preisträger/innen aus. Sie erhalten eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle mit Katalog, einen Geldpreis und ein Produktionsstipendium.
Der Bundespreis für Kunststudierende wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Deutschen Studentenwerk organisiert. Er soll junge Künstlerinnen und Künstler dabei unterstützen, Ausstellungserfahrung zu sammeln und den Sprung von der Akademie in die freiberufliche Praxis zu meistern.
Die Gestaltung von Plakat und Katalog liegt in der Hand der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

Martin Kippenberger
BITTESCHÖN DANKESCHÖN
Eine Retrospektive

1. November 2019 bis 16. Februar 2020

Martin Kippenberger (1953 – 1997) war einer der medial und stilistisch vielseitigsten und wichtigsten deutschen Künstler, der die 1980er- und 1990er-Jahre maßgeblich geprägt hat. Sein Schaffen führte schon zu Lebzeiten zu einer herausragenden Position innerhalb der zeitgenössischen Kunstgeschichte und wirkt bis heute international – auch für die jüngere Künstlergeneration. Sein Werk basiert auf einer scharfen Beobachtung des alltäglichen Lebens, einer profunden Kenntnis der Kunstgeschichte und war immer eng mit seiner Biografie und seiner Haltung als Künstler verbunden. Seine Arbeiten spiegeln nur scheinbar einen unbekümmerten Dilettantismus, den er jedoch wohl durchdacht und strategisch einsetzte.
Sein Werk ist geprägt von überbordender, manchmal grenzüberschreitender Kreativität, großer Empathie, sowie inhaltlicher und formaler Diversität, die sich sowohl in Ernsthaftigkeit als auch in Pathos äußern kann – er war ein Meister des bewussten ‚Spiels‘, des Auslotens und Zusammenfügens.
Die Ausstellung soll die besondere Komplexität seines Werkes in all seinen Facetten und Medien (Malerei, Skulptur, Zeichnungen, Collagen, Multiples, Plakate, Künstlerbücher) aufzeigen.

Karl Josef Stieler, Beethoven mit dem Manuskript der Missa solemnis, , Ausschnitt, 1820, Beethoven-Haus Bonn © Beethoven-Haus Bonn

Beethoven
Welt.Bürger.Musik

17. Dezember 2019 bis 26. April 2020

Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten und Visionärs Ludwig van Beethoven (1770–1827) präsentiert die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn die zentrale Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2020.
Die Schau zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Beethovens nach und verschränkt diese mit seinem musikalischen Werk. Sie gliedert sich in Themenkreise wie „Beethovens Sicht auf sich selbst“, „Freundschaften“ und „Geschäftliche Strategien“, denen jeweils musikalische Schlüsselwerke zugeordnet sind. Sie präsentiert einzigartige Originalexponate und ikonische Porträts, die die Persönlichkeit des Komponisten vorstellen und gleichzeitig sein gängiges Bild in der Öffentlichkeit hinterfragen. Originalinstrumente und Hörstationen lassen die Besucher/-innen in historische Klangwelten eintauchen. Es wird nicht nur die Arbeitsweise des Komponisten, sondern auch der kulturhistorische Kontext seiner Lebens- und Wirkungsgeschichte veranschaulicht.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn.

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Abbildungen
  1. Martin Kippenberger vor einer Wandarbeit von Günther Förg, Galerie Max Hetzler, Köln 1985 © Foto: Estate Günther Förg, Suisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2019 © Foto: Estate Günther Förg, Suisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2019 © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, CologneMartin Kippenberger vor einer Wandarbeit von Günther Förg, Galerie Max Hetzler, Köln 1985 © Foto: Estate Günther Förg, Suisse / VG Bild-Kunst, Bonn 2019 © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne
  2. 3D Abbildung des Triumphbogens von Leptis Magna, 2018© Graphic Design: La Méchanique du Plastique, FFD ICONEM / MAFL / DOA3D Abbildung des Triumphbogens von Leptis Magna, 2018 © Graphic Design: La Méchanique du Plastique, FFD ICONEM / MAFL / DOA
  3. Karl Josef Stieler, Beethoven mit dem Manuskript der Missa solemnis, Ausschnitt, 1820, Beethoven-Haus Bonn© Beethoven-Haus BonnKarl Josef Stieler, Beethoven mit dem Manuskript der Missa solemnis, , Ausschnitt, 1820, Beethoven-Haus Bonn © Beethoven-Haus Bonn
  4. Design © Janusch Lorenz
  5. Komposition © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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