Ausstellungsrückschau

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2015

Japans Liebe zum Impressionismus
von Monet bis Renoir

8. Oktober 2015 bis 21. Februar 2016

Rund 100 in Europa weitgehend unbekannte impressionistische Meisterwerke von Monet, Manet, Cézanne, Gauguin, Pissarro, Renoir, Sisley, van Gogh und anderen werden erstmals wieder in Europa gezeigt.
Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts begannen  japanische Kunstliebhaber, Werke der französischen Impressionisten zu sammeln. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erwarben der Industrielle Kojiro Matsukata, der eng mit Claude Monet befreundet war, und der Geschäftsmann Magosaburo Ohara hochkarätige Meisterwerke. Bis heute entstanden in Japan einzigartige und bedeutende Sammlungen, die in namhaften öffentlichen und privaten Museen gezeigt werden.
In der Bundeskunsthalle sehen Sie erstmals diese  in Europa noch nie gezeigte Höhepunkte des Impressionismus. Hinzu kommen eindrucksvolle Werke japanischer Maler, die um 1900 die moderne, westlich inspirierte japanische Kunst begründeten. Zusammen veranschaulichen sie die wechselseitige Faszination, welche die Künstler Europas und Japans in ihren Bann schlug und so die Kunstgeschichte veränderte.

Hanne Darboven
Zeitgeschichten

11. September 2015 bis 17. Januar 2016

Die weltweit bedeutende, große Konzeptkünstlerin Hanne Darboven (1941–2009) entwarf als wachsame Beobachterin des politischen Geschehens ihrer Zeit umfangreiche Werke, die auch als Kommentare zu Tagesereignissen zu lesen sind. Ihr faszinierendes Lebenswerk umfasst in stilistischer Vielfältigkeit ebenso Reflexionen über die Entwicklung unserer Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Als Hommage an Dichter, Philosophen, Wissenschaftler, Politiker und Künstler setzt die Ästhetik ihrer seriellen Werke nach wie vor Maßstäbe. Die Verknüpfung von Kunst, Politik, Gesellschaft und privatem Lebensumfeld, sowie die Verbindung der einzelnen Ausdrucksformen, wie Literatur, bildende Kunst, Film und Musik, bestimmen die Themen ihrer Erinnerungsarbeit. Die Vergangenheit und das „Heute“ werden durch das Verweben von Texten, Fotografien oder Postkarten und Quersummenrechnungen zu einer Aussage collagiert, die sich durch unendlich viele implizierte (Zeit-)Geschichten lesen lässt.
Die Retrospektive in Bonn präsentiert die große Vielfalt ihrer charakteristischen Schreibarbeiten und ihr objektkünstlerisches Werk; Materialien aus dem geräumigen Atelier- und Wohnhaus – ein enzyklopädisch anmutendes Archiv der Dinge – machen den gedanklichen Kosmos der Künstlerin nachvollziehbar.

Hanne Darboven. Retrospektive in zwei Teilen
Eine Kooperation der Bundeskunsthalle, Bonn, und des Haus der Kunst, München, mit der Hanne Darboven Stiftung, Hamburg

BundeskunstHALL OF FAME
Graffiti & Street Art Festival

20. bis 6. Dezember 2015 (verlängert)

Echte Graffiti auf Museumswänden und Street Art im Ausstellungsraum – ein Widerspruch? Wir probieren es aus. In der Betonwand- und Straßenkulisse der nun beendeten Karl-Lagerfeld-Ausstellung eröffnet vorübergehend die größte Indoor-Hall-of-Fame Deutschlands: die BundeskunstHALL OF FAME!
Das Graffiti & Street Art Festival lässt internationale Szenegrößen und Newcomer in der verlassenen Ausstellungsarchitektur im Sinne einer Jam-Session gemeinsam arbeiten und die Räume über einen Zeitraum von zehn Tagen neu gestalten. Der Fokus liegt dabei auf Street Art und Graffiti – zwei differenzierte Richtungen der Urban Art, die auch zu den ursprünglichsten gehören.

Artists against Aids

Ausstellung und Kunstauktion für die Deutsche AIDS-Stiftung
Ausstellung in der Ostgalerie: 11. bis 25. November 2015
Eröffnung: Dienstag, 10. November 2015, 19 Uhr
Auktion: Mittwoch, 25. November 2015, 19 Uhr

Ausgewählte zeitgenössische Kunst kommt am 25. November in der Bundeskunsthalle unter den Hammer. Etwa 50 Arbeiten wird Professor Henrik Hanstein vom Kunsthaus Lempertz, Köln an diesem Tag in Bonn versteigern. Alle Kunstwerke sind Spenden der Künstler und Galerien, die von Kurator Daniel Hug, Direktor der ART COLOGNE, zu „Artists against Aids“ eingeladen wurden. Die Arbeiten können vorbesichtigt werden: sie sind ab dem 11. November für zwei Wochen in einer Ausstellung in der Ostgalerie der Bundeskunsthalle zu sehen. Den Erlös aus der Auktion gibt die Deutsche AIDS-Stiftung an HIV-infizierte und aidskranke Menschen weiter, die die Hilfe der Stiftung dringend brauchen. Schirmherrin von „Artists against Aids“ ist Hannelore Elsner.

Petrit Halilaj
She, fully turning around, became terrestrial

6. März bis 18. Oktober 2015

Petrit Halilaj (geb. 1986) begibt sich in seinem Werk auf eine biografische und geschichtliche Spurensuche: Bilder der persönlichen Erinnerung werden zitiert und als Quelle für spätere Arbeiten genutzt, indem sie in die heutige Zeit und Realität und damit in einen neuen Kontext übersetzt werden. Halilaj betreibt eine Spurensicherung, die stellvertretend ist. In vielen seiner Installationen arbeitet er seine durch den Kosovokrieg (1998/99) geprägte Biografie auf und macht diese zu einem universellen Beispiel für die Suche nach Identität, das Wachhalten von Erinnerung und für die Beschäftigung mit dem Begriff Heimat.
Halilaj verwendet in seinen Arbeiten meist einfache Materialien wie Erde, Stroh, Holz, Beton, Steine oder die Trümmer seines zerstörten Elternhauses. Zudem aber auch aufgespürtes Archivmaterial, zum Beispiel aus dem zerstörten Naturhistorischen Museum in Pristina, Kosovo, um diese permanente Auseinandersetzung sichtbar zu machen.

Ärger im Paradies

24. April bis 11. Oktober 2015

14 zeitgenössische Künstler setzen sich im Dachgarten, auf dem Museumsplatz und im Foyer der Bundeskunsthalle mit den Themen „Garten“ und „Natur“ auseinander und erforschen die Gegensätzlichkeit von Natur und Kunst beziehungsweise von Natürlichkeit und Künstlichkeit.  Der Garten steht symbolisch für die Kultivierung und Gestaltung von Natur, für die Zähmung wilden Wuchses und die urbane Sehnsucht nach bepflanzter Idylle. Seit dem 20. Jahrhundert ist der Garten auch ein zentrales Element moderner Städteplanung, sei es in Form von botanischen Gärten, Parkanlagen, kleineren Grünflächen im öffentlichen Raum und Naherholungsgebieten oder auch im privaten Bereich. Das Ausstellungsprojekt mit zeitgenössischer Kunst lässt eine heterogene Landschaft mit eigens von Künstlern gestalteten (Garten-)Räumen in situ, aber auch bereits existierenden Kunstwerken entstehen.

Mit Arbeiten von Michael Beutler, Vajiko Chachkhiani, Thea Djordjadze, Petrit Halilaj, Maria Loboda, Christian Philipp Müller, Olaf Nicolai, Tobias Rehberger, Natascha Sadr Haghighian, Michael Sailstorfer, Tino Sehgal, Rirkrit Tiravanija, Alvaro Urbano und Ina Weber 

Karl Lagerfeld. Modemethode

28. März bis 13. September 2015

Karl Lagerfeld zählt zu den weltweit renommiertesten Modedesignern und gilt als Ikone des Zeitgeists. Mit der Ausstellung Karl Lagerfeld. Modemethode beleuchtet die Bundeskunsthalle erstmals und umfassend den Modekosmos des Ausnahmedesigners und erzählt auf diese Weise ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Karl Lagerfeld ist dafür bekannt, klassische Formen zeitgemäß zu erneuern und der Mode neue Impulse zu geben. Über eine Zeitspanne von nunmehr 60 Jahren zeugen seine Kreationen von einem außergewöhnlichen Gespür für das Lebensgefühl und die Strömungen der jeweiligen Zeit – ob in Haute couture und Prêt-à-porter für die Luxusmodehäuser Balmain, Patou, Fendi, Chloé, Karl Lagerfeld und Chanel oder der erschwinglichen Kollektion der Marke H&M.
Als Genie der Mode gilt Karl Lagerfeld nicht nur, weil er Klassiker wie das Chanel-Kostüm durch unkonventionelles Design stetig erneuert und sich seit Jahrzehnten als Modeschöpfer fortwährend neu erfindet. Sein Prinzip, die „Modemethode“, ist eine Gesamtkonzeption: Von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstück, von den Accessoires über die Architekturkulisse und Musik der Modenschau bis zu den Fotos und dem Grafik-Design für Presse, Katalog, Werbung und Schaufensterdekoration entstammt jedes Detail dem Kopf und der Hand des Designers selbst.

VorBILDER

25. August bis 6. September 2015

Ausstellung zur Kampagne VorBILDER
Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus
22 Politiker- und Sportler-Paare positionieren sich gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung und treten ein für Fairplay, Demokratie und Menschenwürde. Die eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Porträts von Angelika und Bernd Kohlmeier sind im Rahmen intensiver Gespräche an mitunter ungewöhnlichen Orten entstanden. Alle Mitwirkenden, darunter Bundespräsident Gauck und Bundestrainer Joachim Löw, sind VorBILDER, die über Sport und Politik hinaus alle ermutigen möchten, Diskriminierung und Ausgrenzung die rote Karte zu zeigen. Die Fotoausstellung, die vom Bundesministerium des Innern in Auftrag gegeben wurde, ist bundesweit zu sehen.
www.vereint-gegen-rechtsextremismus.de

Der Göttliche
Hommage an Michelangelo

Raffael · Caravaggio · Rubens · Rodin · Cézanne · Struth
6. Februar bis 25. Mai 2015

Michelangelo, „der Göttliche“, war schon zu Lebzeiten eine Legende. Sein herausragendes Werk wird bis heute von Künstlern bewundert, nachgeahmt und interpretiert. Der über fünf Jahrhunderte andauernde Einfluss der Werke Michelangelos liegt vor allem in seiner virtuosen Darstellung des menschlichen Körpers begründet. Er schuf ein Repertoire an Ausdrucksformen, das bis heute als Maßstab gilt.
Die Ausstellung erzählt von der immensen Wirkung Michelangelos auf die europäische Kunst. Im Mittelpunkt stehen nicht die Werke Michelangelos, sondern  herausragende Skulpturen, Gemälde, Drucke und Zeichnungen von Künstlern wie Raffael, Giambologna, Caravaggio, Rubens, Delacroix, Rodin, Cézanne, Moore, Mapplethorpe, Lüpertz oder Struth, die sich mit den Werken des Florentiners auseinandergesetzt haben. Sie stehen im Dialog mit den großen Schöpfungen Michelangelos – wie der David-Skulptur in Florenz oder den Fresken der Sixtinischen Kapelle im Vatikan –, die in der Ausstellung mit Abgüssen, Kopien und Fotografien vertreten sind. Die Interpretationen seiner Arbeiten bis in die zeitgenössische Kunst reichen von Nachahmung und Hommage bis zur kritischen Distanzierung und machen die ungebrochene Aktualität Michelangelos auf faszinierende Weise sichtbar.

22. Bundeswettbewerb
Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus

17. April bis 17. Mai 2015

Alle zwei Jahre treten die 24 deutschen Kunsthochschulen zum Bundeswettbewerb Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus an. Sie schicken jeweils zwei ihrer besten Studierenden in dieses einzigartige Rennen um die begehrten Geldpreise. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. Sie erhalten Gelegenheit, ihre Werke außerhalb der Akademieräume unter professionellen Bedingungen zu zeigen. Für die meisten ist es das erste Mal, dass ihre Arbeiten in musealen Räumen ausgestellt und von der Kunstkritik unter die Lupe genommen werden. Die Ausstellung gibt einen repräsentativen Überblick über die künstlerische Ausbildung in der Bundesrepublik und ist eine großartige Gelegenheit, sich umfassend mit den Positionen der jüngsten Künstlergeneration auseinanderzusetzen.
Der Wettbewerb wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und organisiert vom Deutschen Studentenwerk.

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Abbildungen
  1. Blick in die Ausstellung KUNSTSTUDENTEN UND KUNSTSTUDENTINNEN STELLEN AUS 2015, Foto: Dr. Mark Brandenburgh, 2015© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbHBlick in die Ausstellung KUNSTSTUDENTEN UND KUNSTSTUDENTINNEN STELLEN AUS 2015, Foto: Dr. Mark Brandenburgh, 2015 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

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Dienstag und Mittwoch, 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr
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